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04.11.2022, 16:24 Uhr
Andreas Schäfer liest aus „Die Schuhe meines Vaters“
Lesung im Rahmen der LiteraTour Nord 2022/23
Wie soll man damit umgehen, wenn einem das Leben des eigenen Vaters in die Hände gelegt wird und man plötzlich entscheiden soll, wann die Maschinen abgestellt werden? In „Die Schuhe meines Vaters“ erzählt Schriftsteller Andreas Schäfer vom eigenen Schockzustand und den unerwarteten Wegen der Trauer, zugleich nähert er sich seinem Vater und ihrem nicht immer einfachen Verhältnis an. Am Sonntag, 20. November, liest der Autor aus seinem Buch und spricht mit Literaturwissenschaftler Christian Schmitt darüber. Andreas Schäfer tritt damit als zweiter die Lesereise um den Preis der LiteraTour Nord 2022/23 an. Die Veranstaltung im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 beginnt um 11 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Karten können per E-Mail an literaturhaus@stadt-oldenburg.de reserviert werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.literaturhaus-oldenburg.de.

Im Sommer 2018 kommt der Vater von Andreas Schäfer zu Besuch nach Berlin. Kurz zuvor hat er von einer Krebserkrankung erfahren. Dann fährt er nach Frankfurt zurück, wo er seit der Trennung von seiner Frau seit Jahrzehnten allein lebt. Auch zur Biopsie geht er allein, als wollte er sein Einzelkämpferleben erst im letztmöglichen Moment aufgeben. Am Tag der Untersuchung meldet sich der Oberarzt der Neurochirurgie und teilt dem Sohn mit, dass der Vater eine Hirnblutung erlitten habe: „Ihr Vater wird sterben“, sagt er. „Er liegt im künstlichen Koma. Sie müssen entscheiden, wann wir die Maschinen abstellen.“ Andreas Schäfer schreibt über die Trauer und über seinen Vater, dem leidenschaftlich gern Reisenden, dem Kriegstraumatisierten, glücksgewillt und verloren zugleich, und er erzählt von ihrer besonderen Beziehung.

Andreas Schäfer, 1969 in Hamburg geboren, wuchs bei Frankfurt am Main auf und lebt heute in Berlin. Bisher veröffentlichte er die Romane „Auf dem Weg nach Messara“, wofür er unter anderem den Bremer Literaturförderpreis erhielt, „Wir vier“, der mit dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichnet wurde, „Gesichter“ und zuletzt den SPIEGEL-Bestseller „Das Gartenzimmer“.

Die Lesung wird in Kooperation mit der Buchhandlung Thye und der Carl von Ossietzky Universität veranstaltet.
04.11.2022, 13:36 Uhr
Comic-KIBUM startet am 12. November
Eröffnung mit Comic-Autor Jeff Kinney – Lesetempel und Veranstaltungszentrum im PFL
„Mehr als krach & bumm! KIBUM, Comics und Graphic Novels“ – so lautet das Motto der diesjährigen Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse, die Stadt und Universität vom 12. bis 22. November veranstalten. Prominenter Schirmherr und zu Gast in Oldenburg ist der internationale Star der Kinder-Comicliteratur Jeff Kinney. Die KIBUM sei ein Leuchtturm der Leseförderung, schreiben Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Universitätspräsident Prof. Dr. Ralph Bruder in ihrem gemeinsamen Grußwort, mit einem Programm voller Höhepunkte, das – mit aller gebotenen Vorsicht – wieder in Gänze stattfinden kann: Lesungen für Schulen und Kitas, beliebte Autorinnen und Autoren im Gespräch, eine Tagung für Fachkräfte und jederzeit zugängliche Online-Formate.

Comic-Autor Jeff Kinney eröffnet die KIBUM am Samstag, 12. November, um 15 Uhr in der Kulturetage – im Gepäck hat er das druckfrische „Gregs Tagebuch 17 – Voll aufgedreht!“. Sein Comic-Credo lautet: „Eine Geschichte nicht nur mit Worten, sondern auch über Zeichnungen zu erleben, macht gleich doppelt Spaß.“ Das sehen auch seine Fans so, denn „Gregs Tagebücher“ wurden mehr als 250 Millionen Mal verkauft und in 56 Sprachen übersetzt. Kostenfreie Karten für die von Katrin Hörnlein moderierte Eröffnung gibt es ab Freitag, 4. November, 15 Uhr, in der Kulturetage und der Kinderbibliothek Oldenburg (solange der Vorrat reicht). Sie wird auch als Live-Stream unter www.kibum.de übertragen.

Nach zweijähriger Pause wird das Kulturzentrum PFL wieder zu einem Lesetempel für alle KIBUM-Fans. Mehr als 2.000 Neuerscheinungen aus knapp 250Verlagen hat das Team des Bibliotheks- und Informationssystems der Universität Oldenburg eingeworben: darunter mehr als 800 Bilderbücher, mehr als 600 Titel für Kinder ab sechs Jahren und über 300 Titel für die Altersgruppe ab zehn Jahren. Für Jugendliche konnten 185 Titel eingeworben werden. Comics und Graphic Novels sind mit 159 Neuerscheinungen vertreten (Stand 1. November). Zusätzlich gibt es wieder eine digitale Buchmesse für alle, die sich nicht auf den Weg in den Nordwesten machen können: Buchtrailer oder Leseproben ergänzen die Online-Präsenz der aktuellsten Kinder- und Jugendbücher unter www.kibum.de.

Auch das von der Stadtbibliothek Oldenburg organisierte Rahmenprogramm der KIBUM kann sich mit über 250 Veranstaltungen sehen lassen: 25 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Spanien und Österreich kommen nach Oldenburg und haben ihre neuesten Bücher im Gepäck, darunter Flix, Mawil, Zapf oder Alice Pantermüller mit Daniela Kohl. Die Veranstaltungen an den Wochenenden werden kostenlos gestreamt. Während sich weiterführende Schulen und Kitas über Besuche von Autorinnen und Autoren freuen können, werden für Grundschulklassen Lesungen im Casablanca-Kino, Forum St. Peter und Wilhelm13 organisiert. Die Resonanz von Kitas, Schulen und weiteren Gruppen ist bislang groß. Freie Kapazitäten für den Besuch von Messe und – nur noch ausschließlich für Grundschulklassen – Veranstaltungen können per E-Mail erfragt werden unter stadtbibliothek@stadt-oldenburg.de.

Das begleitende Online-Rahmenprogramm gibt unter anderem spannende Einblicke in die Ateliers beliebter Comic-Autorinnen und -Autoren wie Flix oder Mawil. Die zehn- und elfjährigen Oldenburger Luca und Felix blicken in ihrem Instagram-Kanal „bookbrothers_ol“ hinter die Kulissen der KIBUM und geben Lesetipps, während auch die Reihe der „Booktubes“ mit Jugendlichen des Neuen Gymnasiums fortgesetzt wird.

Die Oldenburger Forschungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur (OlFoKi) der Universität Oldenburg bietet neben einer wissenschaftlichen Tagung auch in diesem Jahr das Online-Format „Wissenschaft in zehn Minuten“ an. Die Beiträge stellen aktuelle und historische Kinder- und Jugendliteratur unter anderem aus didaktischer Sicht vor. Die Tagung „Kindheit medial. Kindheits- und Jugendkonstruktionen im aktuellen Comic“ vom 14. bis 15. November richtet sich an ein interessiertes Fachpublikum und wird von einem öffentlichen Abendvortrag von Andreas Platthaus – Chef des Literatur-Ressorts der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – am Montag, 14. November, begleitet.

Das 40. Oldenburger Kinderfilmfestival des Casablanca Programmkinos bietet im Rahmen der KIBUM darüber hinaus ein spannendes, kostenpflichtiges Kinoprogramm für Kinder, Jugendliche und Familien an.

„Mehr als krach & bumm! KIBUM, Comics und Graphic Novels“ wird gefördert von der OLB-Stiftung und der EWE Stiftung als Hauptförderer sowie von CEWE. Das vollständige Programm sowie Öffnungszeiten und Hinweise auf eventuelle kurzfristige Einschränkungen durch das Corona-Infektionsgeschehen gibt es unter www.kibum.de.
04.11.2022, 13:21 Uhr
Mühlenhunte: Behelfsbrücke wird errichtet
Brücken-Anlieferung am 8. November
Sie ist eine wichtige Wegeverbindung für den Fuß- und Radverkehr zwischen dem Gerichtsviertel und dem Schlossgarten: die Brücke an der Mühlenhunte. Täglich wird sie von rund 5.000 Radfahrenden und etwa 1.100 Fußgängerinnen und Fußgängern genutzt. Doch nach einem Unfall im Februar 2018 mit einem Streufahrzeug, das auf den Bohlen eingebrochen war, musste sie halbseitig gesperrt werden. Nun wird sie durch einen Neubau ersetzt – und als erster Schritt wird jetzt eine Behelfsbrücke eingesetzt. Da ein Teil der öffentlichen Parkplätze an der Elisabethstraße als Baustelleneinrichtungsfläche genutzt wird, müssen diese zeitweise gesperrt werden.

Folgender Bauablauf ist vorgesehen: In der 44. Kalenderwoche erfolgt die Sperrung von sechs Parkplätzen in der Elisabethstraße, die der Mühlenhunte zugewandt sind. Denn diese Fläche dient als Zufahrt für den Mobilkran, der in der kommenden Woche die Behelfsbrücke einheben soll. Die Anlieferung der Behelfsbrücke ist für Dienstag, 8. November, geplant. Sie hat eine Gesamtlänge von 33 Meter und wird in drei Teilen über die Elisabethstraße angeliefert, vor Ort montiert und im Anschluss eingehoben.

Für den Zeitraum der Anlieferung, Montage und Einhub der Behelfsbrücke ist die Elisabethstraße ab Ecke Friedrich-Rüder-Straße für den gesamten Verkehr, inklusive Parkplätze, vollständig gesperrt. Zwischen der Mozartstraße und der Beethovenstraße wird für die Anlieferung der Behelfsbrücke ebenfalls ein Teil der Elisabethstraße voll gesperrt. Der Aufbau der Vollsperrung erfolgt bereits am Montag, 7. November. Anwohnende werden gebeten, auf Alternativen im Umfeld auszuweichen. Weiterhin ist damit zu rechnen, dass die Baustelleneinrichtung einen Teil der wasserzugewandten Parkplätze in Anspruch nehmen wird und diese den Bürgerinnen und Bürgern im Zuge der Neubaumaßnahme nicht zur Verfügung stehen. Die Stadt bittet, die Unannehmlichkeiten im Zuge der Neubaumaßnahme zu entschuldigen.

Nach Freigabe der Behelfsbrücke erfolgt die Demontage der alten Brücke. Mit Blick auf die beengten Platzverhältnisse vor Ort ist der Rückbau zum größten Teil über die Schleusenstraße/Elisabethstraße geplant. Nach der Demontage des alten Brückenbauwerks wird das Baufeld für die Gründungsarbeiten vorbereitet. Im ersten Schritt gilt es dabei, die Brücke sicher zu gründen, um alle auftretenden Lasten in den Untergrund ableiten zu können. Dies erfolgt durch den Einbau einer Pfahlgründung. Die erforderliche Tiefe von ungefähr zwölf Metern wurde durch Probebohrungen, die ein Baugrundsachverständiger vorgenommen hat, ermittelt. Im finalen Bauabschnitt wird die Stahlkonstruktion für den Brückenüberbau eingesetzt. Abschließend werden die Brückenzufahrten auf beiden Seiten neu angelegt und die Behelfsbrücke demontiert.
04.11.2022, 13:07 Uhr
Buntes Programm zum 40-jährigen Jubiläum
Kunstausleihe Artothek feiert in der Peterstraße 1
Die Artothek Oldenburg feiert am 10. November 2022 ihr 40-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. Von 15 bis 19 Uhr erwartet Interessierte ein buntes und kostenloses Programm rund um die größte Kunstausleihe Niedersachsens. Mit einem Sammlungsbestand von über 2000 Kunstwerken von 600 regionalen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern bietet die Artothek seit vier Jahrzehnten Kunst für zuhause und für jeden Geschmack.
 

Demokratische Idee

Die Artothek wurde am 10. November 1982 gegründet und war eine der ersten Kunstausleihen in Norddeutschland. Sie entstand aus der demokratischen Idee, alle Menschen an Kunst und Kultur teilhaben zu lassen. Dieser Leitgedanke wurde mit dem Konzept der Kunstausleihe verwirklicht: „Die Artothek holt die Kunst aus dem berühmten ‚Elfenbeinturm‘ des Museums heraus und verleiht sie direkt in die Wohnzimmer der Menschen“, sagt Artotheksleiterin Dr. Sabine Isensee. „So ermöglicht sie allen Oldenburger Bürgerinnen und Bürgern ästhetische Erfahrungen in privater Atmosphäre zu sammeln und Kunstliebhaber zu werden.“ Seit 1982 fanden unzählige Kunstgespräche, Führungen, Ausstellungen, Projekte und natürlich Kunstausleihen statt.
 

Jubiläumsausstellung und Tag der offenen Tür

Am Jubiläumstag haben Besucherinnen und Besucher von 15 bis 19 Uhr die Möglichkeit, die Artothek Oldenburg näher kennenzulernen. Abwechslungsreiche Führungen, Infostände und eine kreative Mitmach-Aktion bieten Programm für die ganze Familie. Zudem ist im Erdgeschoss der Peterstraße 1 eine Jubiläumsausstellung zu sehen, die anhand von Plakaten Highlights aus 40 Jahren Artotheksgeschichte zeigt. Für kulinarischen Genuss sorgen Getränke und eine Geburtstagstorte.

Das Programm im Überblick:

Getränke und Geburtstagstorte
– Es begrüßt Artotheksleiterin Dr. Sabine Isensee

Jubiläumsausstellung
– "Highlights 40 Jahre Artothek"

Ausleihe
– Artotheksmitarbeiterin Heike Klockgether informiert über die Kunstausleihe

Mitmach-Aktion für die ganze Familie
– Inspiriert von Emmett Williams Kunstwerk "Wortschatzinsel" entstehen unter Anleitung von Kunstpädagogin Heike Seiferth Stempel, mit denen Papier und Postkarten gestaltet werden.

Artothek Mobil
– Hedwig Vavra-Sibum vom Team Bildung und Vermittlung der städtischen Museen informiert, wie sich Kunst mit dem mobilen Angebot der Artothek wunderbar in den Alltag integrieren lässt.

Führungen
– Um 15.30 Uhr und um 18 Uhr führt Kunstvermittlerin Geraldine Dudek durch die Artothek und die Jubiläumsausstellung.

 
04.11.2022, 13:02 Uhr
Das geht auch mich an! Schülerausstellung zum Erinnerungsgang
Vortrag über „Kindertransport“ von Oldenburg nach England in der Landesbibliothek Oldenburg
Schülerinnen und Schüler der IGS Helene-Lange-Schule Oldenburg präsentieren vom 7.11. bis 19.11.22 ihre Ausstellung „Das geht auch mich an!“ zum diesjährigen Erinnerungsgang in der Landesbibliothek Oldenburg. Anlass ist der 84. Jahrestag der sogenannten Reichspogromnacht.

Am 9.11. um 19 Uhr berichtet Gerry Hahlo darüber, wie sein Vater, mit Hilfe eines „Kindertransports“ von Oldenburg nach England vor dem Zugriff der Nationalsozialisten gerettet wurde.

Schülerinnen und Schüler der Helene-Lange-Schule haben sich mit dem Schicksal jüdischer Sportler und Sportlerinnen in Oldenburger Vereinen während der Zeit des Nationalsozialismus befasst und aus ihren Ergebnissen eine Ausstellung erarbeitet, die sie in der Landesbibliothek Oldenburg präsentieren. Ihnen geht es darum, die Ausgrenzung der Jüdinnen und Juden aus ihrem Alltag am Beispiel des Sports deutlich zu machen.

Der zweite Teil der Schülerausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte des Oldenburger Erinne­rungsgangs selbst, der bereits seit 40 Jahren vom Arbeitskreis Erinnerungsgang und weiteren Unter­stützern durchgeführt wird. Der Erinnerungsgang erinnert an den verachtenden, ausgrenzenden und mörderischen Umgang mit Menschen im Nationalsozialismus. Seit vier Jahrzehnten sind alle Men­schen dazu aufgerufen, am 10. November den Weg der Deportierten zu gehen, um an Unrecht und den menschenverachtenden Umgang mit Juden zu erinnern, zu gedenken und zu zeigen, dass so etwas nie wieder passieren darf.

In Oldenburg wurden während der Novemberpogrome 1938 die Synagoge und das angrenzende Schulgebäude in Brand gesetzt. Die jüdischen Oldenburgerinnen und Oldenburger wurden am Pferde­markt zusammengetrieben. Frauen und Kinder durften nach einigen Stunden wieder gehen, die Män­ner wurden in der Pferdemarktkaserne über Nacht inhaftiert (heute das Gebäude der Landesbiblio­thek). Am nächsten Tag wurden sie für alle sichtbar durch die Stadt zum Gefängnis geführt und von dort abtransportiert. Über den Weg der Deportation führt heute der Erinnerungsgang.

Am 9. November berichtet Gerry Hahlo, der Nachfahre einer Oldenburger Familie mit jüdischen Wur­zeln, in der Landesbibliothek über die „Kindertransporte“ nach England am Bespiel seiner Familie. Sein Vater Dieter Hahlo überlebte die Zeit des Nationalsozialismus, weil er von seinen Eltern mit einem der bekannten „Kindertransporte“ nach England geschickt wurde. Dieter Hahlo gründete dort nach dem Krieg eine Familie. Sein Sohn Gerry hat anhand von persönlichen Interviews mit seinem Vater und den Tagebucheintragungen seines Großvaters Georg seine Familien­geschichte niedergeschrieben, die 2022 erschienen ist.

In diesem Jahr besucht Gerry Hahlo Oldenburg auf den Spuren seiner Familie. Sein Urgroßvater Sieg­fried Hahlo führte ein sehr erfolgreiches Textilunternehmen in der Langen Straße. Er trug den Titel „Hoflieferant des Großherzogs“. Seinem Urenkel Gerry Hahlo ist es bei seinem Besuch in Oldenburg wichtig, persönlich über das Schicksal seiner Familie und anderer mit jüdischen Wurzeln zu berichten. Neben Vorträgen vor Schülerinnen und Schülern in Oldenburg spricht Gerry Hahlo am 9.11. um 19 Uhr im Vortragsraum der Landesbibliothek – auf Englisch.


Das geht auch mich an! Schülerausstellung der Helene-Lange-Schule zum Erinnerungsgang

Ausstellung Landesbibliothek Oldenburg 7.11. – 19.11.2022
Eröffnung im Foyer der Landesbibliothek am 7.11.2022, 17 Uhr
 

The Boy on the Train. A Father and Son’s Kindertransport Story.
9.11.2022, 19 Uhr,
Vortrag von Gerry Hahlo in Englisch

Um vorherige Anmeldung wird gebeten.
 

Erinnerungsgang am 10.11.22, 15 Uhr
Treffpunkt: Innenhof der Landesbibliothek
28.10.2022, 10:51 Uhr
Magazin des Stadtmuseums informiert über Neuausrichtung
Erstausgabe jetzt kostenlos an ausgewählten Orten erhältlich
„Anfangen“ ist das Titelthema des neu erschienenen Magazins des Stadtmuseums. Seit gestern ist es kostenlos im PFL und in den Stadtteilbibliotheken Eversten, Kreyenbrück und Ofenerdiek, sowie im Core und der Tourist-Information erhältlich. „Unser SMO-Magazin soll bis zur Neueröffnung im Mai 2025 ein- bis zweimal jährlich erscheinen“, sagt Museumsleiter Dr. Steffen Wiegmann. „Mit thematischen Schwerpunkten, die unseren Weg zum neuen Stadtmuseum begleiten, wollen wir allen Interessierten einen tieferen Blick auf uns und unsere Arbeit bieten.“ So erscheinen kommende Ausgaben zum Beispiel zu Themen wie „sammeln“ oder „bauen“.

Informativ und Unterhaltsam

Der Leitartikel der ersten Ausgabe befasst sich mit den vielen kleinen und großen Anfängen, die das Stadtmuseum seit seiner Gründung vor über 100 Jahren durchlebte. Museumsleiter Wiegmann beschreibt darin anschaulich den jahrzehntelangen Prozess, der der Neuausrichtung und dem Neubau voranging und blickt auf die Neuanfänge, die noch vor dem Museum liegen. Außerdem erwarten interessierte Leserinnen und Leser ein Interview mit den beiden wissenschaftlichen Volontären des SMO, verschiedene spannende Artikel zur aktuellen Arbeit des Museumsteams und eine unterhaltsame Rubrik, in der besondere Fundstücke aus der Sammlung verbunden mit dem Leitthema „anfangen“ vorgestellt werden. „Passenderweise ziert das leere Baufeld das Cover unserer Erstausgabe“, erläutert Wiegmann. „Es ist eine Leerstelle, die es nicht nur mit einem neuen Gebäude, sondern vor allem mit Leben zu füllen gilt!“

Wer zukünftig ein Magazin per Post erhalten möchte, kann sich mit einer Mail an stadtmuseum@stadt-oldenburg.de für den Versand des nächsten Magazins anmelden. 
28.10.2022, 10:45 Uhr
Performance-Kollektiv gibt Einblicke in kreative Prozesse
inForum lädt ein zu Gespräch über zeitgenössischen Tanz und Vorstellungsbesuch
Zu einem Gespräch über zeitgenössischen Tanz und einem gemeinsamen Vorstellungsbesuch laden das inForum, die Bildungs- und Kultureinrichtung für Best Ager, und der Fachdienst Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Oldenburg ein. Der Tänzer Mark Christoph Klee vom Performance-Kollektiv Merle | Mischke | Klee spricht in einem interaktiven Vortrag über den zeitgenössischen Tanz und gibt eine kurze Einführung in dessen Geschichte. Er erklärt, wie der kreative Prozess des Kollektivs aussieht und stellt kleine kreative Aufgaben zum Ausprobieren im Sitzen oder Stehen vor, mit denen die Teilnehmenden auch am eigenen Körper nachspüren können, wie das Trio arbeitet.

Das Gespräch findet am Dienstag, 29. November, von 17 bis 17.45 Uhr in Raum 4 des Fachdienstes Bürgerschaftliches Engagement/inForum statt. Am Freitag, 2. Dezember, 20 Uhr, folgt ein Vorstellungsbesuch im Theater Wrede Oldenburg. Dort zeigt das Kollektiv sein neues Tanzstück „Why change? Are you not ok with how things are?“. Folgende Fragen wirft das Tanzstück auf: Überwiegt bei euch der Drang nach Neuem oder die Sehnsucht nach dem Altbekannten? Fällt es euch leicht, euch wechselnden Gegebenheiten anzupassen? Wann wird stetige Veränderung zur Überforderung? Wie reagiert euer Körper auf private, gesellschaftliche und (klima-)globale Veränderungen? Die Tänzerin Coralie Merle und Tänzer Mark Christoph Klee sowie der Spoken Word Performer Jasiek Mischke machen spürbar, was es heißt, in konstanter Transformation zu sein und mit immer neuen Gegebenheiten umzugehen. Direkt nach der Vorstellung findet ein Nachgespräch statt, bei dem die Teilnehmenden mit der Künstlerin und den Künstlern über das Gesehene sprechen können.

Die Anmeldung erfolgt über das inForum auf der Internetseite www.oldenburg.de/inforum-anmeldung. Der Theaterbesuch kostet 15 Euro, ermäßigt 11 Euro. Weitere Informationen über das Kollektiv gibt es im Internet unter www.merlemischkeklee.com. Das inForum im Fachdienst Bürgerschaftliches Engagement ist per E-Mail an inforum@stadt-oldenburg.de » erreichbar oder unter Telefon 0441 235-3765.
28.10.2022, 10:42 Uhr
Sorgentelefon-Team mit eigenen Sorgen
Judith Kuckart liest aus „Café der Unsichtbaren“ im Wilhelm13 – Gespräch mit Pastor Hennings
In ihrem aktuellen Roman erzählt die Schriftstellerin und Regisseurin Judith Kuckart die Lebensgeschichten von sieben ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer Telefonseelsorge im Berlin der Osterzeit. Am Mittwoch, 9. November, liest die Autorin aus „Café der Unsichtbaren“ und spricht mit dem Kirchenhistoriker und Pastor der Lambertikirche, Ralph Hennings, über die Kraft des Erzählens und Zuhörens. Der Althistoriker Michael Sommer moderiert ihren Austausch im Zuge der Veranstaltungsreihe Konstellationen. Die Veranstaltung im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Karten können per E-Mail an literaturhaus@stadt-oldenburg.de » reserviert werden. Weitere Informationen gibt es unter www.literaturhaus-oldenburg.de.

Judith Kuckart erzählt in lose miteinander verbundenen Szenen von den sieben Seelsorgemitarbeitenden: Alle sieben – so unterschiedlich ihre Leben verliefen – erfahren, dass Zuhören den Anrufenden in einer schlaflosen Nacht das Gefühl von Ausweglosigkeit nehmen kann und mit dem Zuhören auch eigene Lebenserfahrungen einen unerwarteten Sinn bekommen. Rieke studiert Theologie und bereitet sich bei Sorgentelefon e. V. auf die Gemeindearbeit vor. Wanda sammelt für ein DDR-Museum Gegenstände, die nicht mehr gebraucht werden. Für Matthias, der auf dem Bau arbeitet, ist das Dasein an sich eine rätselhafte Aufgabe. Während der Ausbildung bei Sorgentelefon e. V. hat er die schöne Emilia kennengelernt. Die traurige Buchhalterin Marianne, der pensionierte Redakteur Lorentz und die 80-jährige heitere Ich-Erzählerin von Schrey, die nicht weiß, ob sie eine verhinderte Pianistin oder eine verhinderte Terroristin ist, gehören ebenfalls in die Sorgentelefon-Gruppe.

Das Institut für Geschichte der Oldenburger Universität ist Kooperationspartner der von der Stiftung Niedersachsen geförderten Veranstaltungsreihe.
25.10.2022, 14:19 Uhr
Ein Hölderlin für die Landesbibliothek Oldenburg
Oldenburger Sammler entdeckt Originalradierung des jüdischen Künstlers Arno Nadel
Verfolgt vom NS-Regime, im Konzentrationslager Auschwitz ermordet: Arno Nadel (1878–1943) war Maler, Schriftsteller und Musikwissenschaftler. Seine Werke: zu großen Teilen zerstört.

Nun schenkte der Oldenburger Literaturwissenschaftler und Sammler Christoph Prignitz der Landesbibliothek Oldenburg eine Originalradierung des jüdischen Künstlers: ein bisher weitgehend unbekanntes expressionistisches Porträt Friedrich Hölderlins (1770–1843), das in einem Pressendruck von 1923 enthalten ist.

Bislang besaßen in Deutschland nur das Jüdische Museum in Berlin und die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar diesen Pressendruck – nun auch die Landesbibliothek Oldenburg.

Nadel arbeitete als Musikwissenschaftler zu jüdischen Volksliedern und zur Synagogenmusik und besaß eine große Sammlung von Musikalien. Bevor er und seine Frau nach Auschwitz deportiert wurden, überließ er seine Sammlung und Teile seiner eigenen Werke der bekannten Künstlerin Käthe Kollwitz. Sie wurden zusammen mit ihrem Atelier während des Krieges in Berlin zerstört.

„Ganz zufällig habe ich in einem Berliner Antiquariat das Porträt entdeckt“, erzählt Christoph Prignitz, „der Name Arno Nadel war mir natürlich auch völlig unbekannt.“ Er erkundigte sich beim Jüdischen Museum in Berlin und beschäftigte sich genauer mit Nadels Werk.

Daraus ist eine Publikation entstanden, die den Pressendruck in das Werk Arno Nadels einordnet. Die expressionistische Originalradierung von 1923 verfremde das bekannte Porträt des jungen Hölderlins von Franz Carl Hiemer, erklärt Prignitz – die Gesichtszüge seien viel dunkler und illustrieren damit die im Pressendruck enthaltenen „Gedichte aus der Wahnsinnszeit“. Eine weitere Zeichnung mit dem Namen „Hölderlin-Insel“ verarbeite den zunehmenden Kulturverlust in der NS-Zeit, so Prignitz.

Ausstellung im Rahmen des Erinnerungsgangs im November
Der Sammler möchte der Landesbibliothek noch weitere erhaltene Werke von Arno Nadel überlassen. Die Landesbibliothek Oldenburg erhält auf diese Weise eine kleine Spezialsammlung, die die jüdische Gemeinde in Oldenburg und die überregionale Wissenschaft interessieren dürfte.

Anlässlich des diesjährigen Erinnerungsgangs am 10. November wird die Spezialsammlung zeitgleich mit der Ausstellung „Das geht auch mich an!“ in der Landesbibliothek Oldenburg präsentiert. Die von Schülerinnen und Schülern der IGS Helene-Lange-Schule entwickelte Ausstellung ist vom 7. bis 19. November zu sehen. Nähere Informationen folgen in Kürze.
25.10.2022, 14:13 Uhr
Schlosshöfe: Über 1.000 Corona-Schutzimpfungen in zwei Wochen
Freitag einmalig auch Impfungen mit Totimpfstoff Valneva – Keine Fünftimpfungen im Impfpunkt
Die Nachfrage nach Auffrischungsimpfungen im städtischen Impfpunkt in den Schlosshöfen nimmt weiter zu. So wurden dort in den vergangenen zwei Wochen mehr als 1.000 Impfungen vorgenommen. Ein Wert, der zuletzt vor mehr als einem halben Jahr erreicht wurde. Ursache dürfte neben den steigenden Coronazahlen vor allem die Verimpfung des neuesten, an die vorherrschenden Virusvarianten BA.4 und BA.5 angepassten Impfstoffes des Herstellers Biontech sein. Zu einer Auffrischungsimpfung (erster Booster, dritte Impfung) sind alle Personen ab 12 Jahren aufgerufen, die bisher erst zwei Impfungen erhalten und anschließend auch noch keine nachgewiesene Corona-Infektion erlitten haben. Der Abstand zur letzten Impfung beträgt hierbei mindestens sechs Monate.

Eine weitere Auffrischungsimpfung (zweiter Booster, vierte Impfung) wird darüber hinaus für folgende Personengruppen empfohlen: Alle Personen ab 60 Jahren sowie alle Personen ab 12 Jahren, die an einer Grunderkrankung leiden, zudem Mitarbeitende und Bewohnende in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Mitarbeitende in medizinischen Einrichtungen. Wer zu diesem Personenkreis gehört und bisher erst drei Impfungen und keine zusätzliche, nachgewiesene Corona-Infektion hatte, kann sich im städtischen Impfpunkt den vierten Piks mit dem neuesten, angepassten Impfstoff abholen. Auch wer drei Impfungen hatte und kurz danach (innerhalb von drei Monaten) an Corona erkrankt ist, kann erneut geimpft werden. Fand die Infektion mehr als drei Monate nach der dritten Impfung statt, wirkt sie wie eine Auffrischung und es wird keine weitere Impfung verabreicht. Der Abstand zur letzten Impfung oder nachgewiesenen Infektion muss auch beim „zweiten Booster“ mindestens sechs Monate betragen.

Eine steigende Nachfrage gibt es auch nach einer fünften Impfung. Insbesondere ältere Menschen, die bereits im Frühjahr ihre vierte Impfung erhalten haben, erkundigen sich in den Schlosshöfen nach einer erneuten Auffrischung. Doch die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine fünfte Impfung nicht grundsätzlich, weshalb der Impfpunkt diese auch nicht durchführt.

Im Einzelfall kann laut STIKO aber eine solche Impfung erfolgen: „Personen mit besonderen Risiken sollten ihre Ärztin / ihren Arzt aufsuchen und sich beraten lassen. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte entscheiden dann individuell, unter Berücksichtigung des Gesundheitszustands und der Gefährdung, ob eine Indikation für weitere Impfungen vorliegt“. Dies könne bei besonders gefährdeten Personen (zum Beispiel Hochbetagten, Immundefizienten, Bewohnerinnen und Bewohnern von Altenpflegeheimen) sinnvoll sein. Wer sich also in dieser Situation sieht und Interesse an einer fünften Impfung hat, sollte sich an ihren oder seinen behandelnden Arzt – in der Regel den Hausarzt – wenden und sich dort individuell beraten lassen. Im städtischen Impfpunkt sind solche speziellen Beratungen nicht möglich.

Seit einigen Wochen ist in Deutschland auch der erste Totimpfstoff gegen das Coronavirus vom österreichischen Hersteller Valneva für bestimmte Personengruppen zugelassen. Menschen zwischen 18 und 50 Jahren, die bisher noch gar keine Corona-Schutzimpfung erhalten haben, können sich mit diesem Präparat impfen lassen. Der Impfstoff basiert auf dem klassischen Wirkprinzip der Totimpfstoffe. Diese enthalten entweder abgetötete Erreger oder inaktivierte Bestandteile von Erregern. Valneva enthält ganze Viruspartikel des Originalstamms von SARS-CoV-2. Gelangt der Impfstoff in den Körper, erkennt das Immunsystem das Virus als fremd. Es bildet daraufhin Antikörper, die die Viruspartikel neutralisieren. Für Schwangere und Stillende ist der Impfstoff aufgrund mangelnder Datenlage nicht zugelassen.

Im Impfpunkt gab es bisher jedoch kaum Nachfragen von Bürgerinnen und Bürgern nach diesem neuen Präparat. Weniger als eine Handvoll Menschen hatten sich auf eine Liste setzen lassen und können nun an diesem Freitag, 28. Oktober 2022, ihre Impfung erhalten. Wer zum berechtigten Personenkreis gehört und ebenfalls den Totimpfstoff erhalten möchte, kann sich unter der Telefonnummer 0441 235-4960 einen Termin zwischen 11 und 17 Uhr geben lassen, die Anmeldung erfolgt ausschließlich telefonisch. Der verbindliche Zweitimpftermin findet exakt vier Wochen später, am Freitag, 25. November 2022, statt.

Der Impfpunkt in den Schlosshöfen hat montags bis samstags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Jeden Mittwoch wird ohne Termin geimpft, für alle anderen Tage können online unter www.oldenburg.de/impfpunkt oder telefonisch unter 0441 235-4960 Termine gebucht werden. Oftmals ist dies auch spontan für den selben Tag noch möglich. Mitzubringen sind neben einer FFP2-Maske ein Lichtbildausweis und der Impfpass beziehungsweise entsprechende Ersatzbescheinigungen mit dem Nachweis über alle bisher erfolgten Corona-Schutzimpfungen.
21.10.2022, 13:52 Uhr
KIBUM vorab und die Bookbrothers präsentieren KIBUM-Comicbuch
Geschenk für Grundschulklassen – Daumen hoch von den Bookbrothers als Testleser
Getreu dem Motto „Mehr als krach & bumm! KIBUM, Comics und Graphic Novels“ steht das diesjährige KIBUM-Buch ganz im Zeichen des Comics. Vorgestellt wurde die druckfrische Publikation zur 48. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse am Mittwoch, 19. Oktober, von den zehn- und elfjährigen Testlesern, den „Bookbrothers“ Felix und Luca, zusammen mit Regina Peters von der KIBUM. Traditionell erhalten alle Grundschulklassen, die die KIBUM vom 12. bis 22. November besuchen, das Buch als Geschenk.
Reisen in die Zukunft: Aus der Wikingerzeit und zum Aufbau einer neuen Welt

Das Buch ist in der Regie der Stadtbibliothek entstanden, wurde von CEWE produziert und vereint jeweils zwei Comic-Geschichten und -Workshops. Die KIBUM hat dafür eng mit dem Hamburger Independent Kinder-Comicverlag Kibitz kooperiert: Die spanische Comic-Künstlerin Màriam Ben-Arab und der Drehbuchautor Volker Schmitt setzten ihre bereits preisgekrönte Zusammenarbeit mit dem dystopischen Kinder-Comic „Eira“ fort. Die Geschichte versetzt ihr junges Lesepublikum in die Zukunft und hinein in die spannenden Abenteuer des starken Mädchens Eira, das eine zerstörte Welt ganz neu, grün und lebensfroh gestaltet. Im humorvollen Comic von Patrick Wirbeleit und Kim Schmidt erobert der aus seiner Wikingerzeit gefallene Gorm Grimm ein Fast-Food-Restaurant. Im Anschluss an die Geschichten bekommen die Kinder Schritt für Schritt zum Nachmachen erklärt, wie die Story und die Figuren für einen Comic entstehen.

Die Brüder Luca und Felix sind begeistert nach dem Testlesen: „Wir haben selbst einen Buchblog auf Instagram und sind schon große Fans von ‚Gorm Grimm‘, das sind total witzige Comics. Die nachdenkliche Geschichte von Eira hat uns aber auch super gefallen. Und wir haben richtig Lust bekommen, selbst einen Comic zu schreiben und zu zeichnen.“ Die KIBUM-Programmverantwortliche Regina Peters freut sich ebenfalls über die vorliegende Publikation: „Neben großem Lesevergnügen gewinnen die adressierten Kinder dank der Förderung durch CEWE zudem Einblicke in das Making of von Comics und zugleich kreative Anregungen, um selbst zum Stift zu greifen. Für alle Interessierten steht das Comicbuch auch als digitale Version zum virtuellen Schmökern auf der KIBUM-Homepage ab dem 12. November bereit.“
21.10.2022, 13:47 Uhr
Stadtmuseums-Neubau: Vorbereitungen für Erdarbeiten starten
Fahrspuren sowie Rad- und Fußweg vor dem Museum ab dem 27. Oktober gesperrt
Verkehrssicherung im Umfeld des Stadtmuseums-Neubaus: Ab Donnerstag, 27. Oktober, wird sowohl die rechte Fahrspur der Straße „Am Stadtmuseum“ in Richtung Pferdemarkt als auch die Rechtsabbiegerspur in Richtung der Raiffeisenstraße gesperrt. Der Rad- und Fußweg vor dem Museum kann während der Bauzeit ebenfalls nicht genutzt werden, die Umleitung führt hier über die Raiffeisenstraße.

Die Linksabbiegerspur der Straße „Am Stadtmuseum“ in Richtung der Moslestraße wird gesperrt. Die rechte Spur der Straße „Staugraben“ wird zur Rechtsabbiegerspur in Richtung Moslestraße / Bahnhof. Der Zaun zur Sicherung der Baustelle selbst wird zwischen dem 27. und 29. Oktober aufgestellt. Die Sperrung wird voraussichtlich bis Sommer 2024 bestehen bleiben. Wenn der Bauablauf es zulässt, wird die Sperrung zwischenzeitlich vorübergehend aufgehoben.

Die Vorbereitungen für die Erdarbeiten des Neubaus beginnen am 1. November 2022, im Anschluss folgen die Spezialtiefbauarbeiten.
Infocontainer an der Lappan-Kreuzung

In der zweiten Novemberwoche wird an der Lappan-Kreuzung ein Infocontainer aufgestellt. Dieser gewährt Interessierten einen Blick hinter den Bauzaun in Form von kurzen Filmen und Informationen rund um den Neubau des Museums und die Arbeit des Museumsteams.

Auch auf der Website des Stadtmuseums sind zahlreiche Informationen zu finden. Unter www.stadtmuseum-oldenburg.de/neubau können neben dem Bauzeitenplan auch aktuelle Bilder und Zeitrafferfilme der Baustelle abgerufen werden.
21.10.2022, 13:13 Uhr
Gemütlicher Nachmittag mit „Geschichten zur Kaffeestunde“
Künstler und Schauspieler Jarno Stiddien liest in der Stadtbibliothek im PFL
Einen gemütlichen Nachmittag versprechen die „Geschichten zur Kaffeestunde“ am Mittwoch, 26. Oktober, um 15 Uhr in der Stadtbibliothek im PFL (Peterstraße 3). Die beliebte Veranstaltungsreihe aus den Stadtteilbibliotheken findet zum ersten Mal auch in der Stadtbibliothek im PFL statt. Dafür liest der in Oldenburg lebende Künstler und Schauspieler Jarno Stiddien, der unter anderem in Theaterstücken und in verschiedenen TV-Formaten zu sehen ist.

Vorgetragen werden Texte aus Rolando Villazons „Amadeus auf dem Fahrrad“. In dem humorvollen Roman geht es um den jungen Mexikaner Vian, der davon träumt Opernsänger zu werden. Er zieht dafür in die Festspielstadt Salzburg, um an Mozarts „Don Giovanni“ mitzuwirken und gerät bei seinen Versuchen immer wieder unfreiwillig in komische Situationen.

Anmeldungen für die Lesung werden telefonisch unter 0441 235-3021 angenommen. Der Kostenbeitrag für Kaffee und Kuchen beträgt 3 Euro pro Person. Weitere Informationen gibt es unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de.
07.10.2022, 16:40 Uhr
Wieder mehr Corona-Schutzimpfungen in den Schlosshöfen
Neuer Impfstoff gegen Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 – Infektionsschutzgesetz angepasst
Mit der Einführung der gegen die Omikron-Varianten angepassten Impfstoffe steigt die Anzahl der Auffrischungsimpfungen im städtischen Impfpunkt in den Schlosshöfen. Seit vergangener Woche (39. Kalenderwoche) wird dort auch der neueste Impfstoff des Herstellers Biontech gegen die aktuell in Deutschland vorherrschenden Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 verabreicht. Sozialdezernentin Dagmar Sachse erklärt dazu: „Innerhalb einer Woche wurden in den Schlosshöfen zuletzt 360 Impfungen durchgeführt und damit fast doppelt so viele, wie in der Woche davor mit 188. Somit konnten wir die Impfzahlen im städtischen Impfpunkt erneut steigern – denn diesen Effekt haben wir bereits vor drei Wochen beobachtet, nachdem wir die ersten neuen Impfstoffe gegen die Omikron-Variante BA.1 angekündigt und verimpft haben.“

Ein weiterer Grund für steigende Impfzahlen dürfte die seit Samstag, 1. Oktober 2022, in Kraft getretene Regelung im Infektionsschutzgesetz sein. Demnach besitzen nur noch die Personen einen vollständigen Impfschutz, die nach der Grundimmunisierung (Erst- und Zweitimpfung) auch eine zusätzliche Auffrischungsimpfung (ersten Booster) erhalten oder eine zusätzliche, nachgewiesene Corona-Infektion erlitten haben. Dies betrifft nicht zuletzt Personen, an deren Arbeitsplatz die einrichtungsbezogene Impfpflicht gilt.

Mit Beginn der kalten Jahreszeit finden auch größere Veranstaltungen wieder vorwiegend in geschlossenen Innenräumen statt, was das Infektionsrisiko erhöht. Umso wichtiger ist ein vollständiger Impfschutz, sagt auch Dr. Holger Petermann, Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Oldenburg: „Um gut durch den nunmehr dritten Corona-Winter zu kommen, ist der Impfschutz der Bevölkerung ein wesentlicher Aspekt. Auch wenn ein großer Teil der Menschen diesen erfreulicherweise bereits vollständig aufweist, rate ich allen anderen, sich jetzt die fehlenden Impfungen verabreichen zu lassen.“ So würde das Risiko schwerer Krankheitsverläufe erheblich reduziert und mit den neuen Impfstoffen zugleich das Risiko einer Ansteckung mit den Omikron-Varianten verringert.

Die erste Auffrischungsimpfung (erster Booster) wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Menschen ab 12 Jahren empfohlen und ist zudem nach dem neu geregelten Infektionsschutzgesetz notwendig, um einen vollständigen Impfschutz gegen das Corona-Virus vorweisen zu können. Zwischen der zweiten Impfung und der ersten Auffrischungsimpfung muss ein Mindestabstand von sechs Monaten eingehalten werden. Nur, wer mehr als drei Monate nach der Zweitimpfung bereits eine Corona-Infektion hatte, die durch einen PCR-Test nachgewiesen wurde, benötigt keine weitere Auffrischung. Die Infektion wirkt dann nämlich wie eine weitere Impfung.

Für bestimmte Personengruppen empfiehlt die STIKO eine weitere, zweite Auffrischungsimpfung (zweiter Booster). Allen Menschen ab 60 Jahren und darüber hinaus allen Menschen ab 12 Jahren mit einer Grunderkrankung wird die vierte Impfung empfohlen. Auch Mitarbeitenden in medizinischen Einrichtungen (zum Beispiel Kliniken, Praxen, Rettungsdiensten) sowie Bewohnenden und Mitarbeitenden in Alten- und Pflegeeinrichtungen wird zum sogenannten zweiten Booster geraten. Auch hier muss ein Mindestabstand von sechs Monaten zur vorangegangenen Impfung oder Infektion eingehalten werden. Wer bereits drei Impfungen erhalten hat und mindestens drei Monate später zusätzlich eine Corona-Infektion hatte, ist durch insgesamt vier „immunologische Ereignisse“ geschützt und soll gemäß derzeitiger STIKO-Empfehlung keine weitere Impfung erhalten.

Im städtischen Impfpunkt werden für alle Auffrischungsimpfungen die an die Omikron-Varianten angepassten Vakzine verabreicht. Die Impflinge können sich entscheiden, ob sie einen Impfstoff gegen die Variante BA.1 erhalten möchten oder aber den neuesten Impfstoff gegen die Varianten BA.4 und BA.5. Dazu kann vor der Impfung eine ärztliche Beratung erfolgen. Wer noch eine Grundimmunisierung (Erst- und Zweitimpfung) benötigt, wird mit dem herkömmlichen Impfstoff des Herstellers Biontech geimpft.

Der Impfpunkt in den Schlosshöfen hat von Montag bis Samstag jeweils zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Termine sind kurzfristig, in der Regel noch am selben Tag, buchbar. Jeden Mittwoch wird ohne Termin geimpft, derzeit entstehen keine längeren Wartezeiten. Die Impfung ist kostenlos, mitzubringen sind nur ein gültiger Lichtbildausweis, der Impfpass oder eine Bescheinigung über die bisher erfolgten Impfungen sowie eine FFP2-Maske zum Tragen im Impfpunkt.

Termine sind online buchbar unter www.oldenburg.de/impfpunkt oder telefonisch unter 0441 235-4960.
04.10.2022, 18:58 Uhr
Schülerausstellung „Inspiration“
Ab 7.10.2022 im Schloss
Im Rahmen der Zusammenarbeit von Schule und Museum ließen sich im Laufe des Schuljahres 2021/22 ca. 45 Schülerinnen und Schüler zu eigenen Kunstwerken inspirieren.

Der Wahlpflichtkurs Kunst und die Arbeitsgemeinschaft „Kunst im Landesmuseum“ der Jahrgangsstufe 9 haben sich gemeinsam mit der Kunstlehrerin Anke Vos mit den Häusern des Landesmuseums vertraut gemacht und zu verschiedenen Bildanlässen gearbeitet.

Die Arbeitsgemeinschaft, die sich regelmäßig im Museum trifft, hat dafür sowohl Sonderausstellungen besucht als auch den Bestand genutzt. Besonders Landschaftsdarstellungen waren ein Thema für eigene Umsetzungen. Im Anschluss wurden Street Art-inspirierte Decollagen aus Kopien von Porträts und alten Ausstellungsplakaten geschaffen.

Im Prinzenpalais haben die Schülerinnen und Schüler der Arbeitsgemeinschaft eigenständig Werke ausgewählt, zu denen sie malerisch gearbeitet haben. Teilweise wurde hier der Schwerpunkt auf das Motiv gelegt, aber auch Techniken oder Bildstimmungen wurden nachempfunden.

Der Wahlpflichtkurs hat die Kunstwerke des Augusteums zur Inspiration genutzt. Zunächst wurden die von den Schülerinnen und Schülern selbst gewählten Originale durch Stop Motion-Technik zum Leben erweckt. Im Anschluss war nicht nur der Bildanlass, sondern auch die Technik freigestellt, sodass der Kurs in einer Kunstwerkstatt eigene Motive in selbstgewählten Techniken umgesetzt hat. So sind Collagen, Zeichnungen, Druckserien, Malereien und Arbeiten in Stenciltechnik entstanden.

Auch die Museumspädagogin Doris Korte freut sich, dass die Möglichkeiten der Kooperation von Schule und Museum in dieser kreativen und nachahmenswerten Weise genutzt wurden.

„Es ist so bereichernd, dass Schülerinnen und Schüler vor den Originalen im Museum arbeiten, sie lernen bewussteres Wahrnehmen und werden auch für Entstehungsprozesse im Sinne von Idee, Material und Technik der unterschiedlichsten Künstlerinnen und Künstler in ihrer Zeit sensibilisiert.“
27.09.2022, 18:07 Uhr
Deutsch-isländische Begegnung mit Musik, Poesie, Theater und mehr
„Island-Abend“ in der Alten Maschinenhalle am Pferdemarkt
Der eine ist Rockstar und war zudem Islands Gesundheitsminister, der andere ebenfalls Musiker und Schauspieler am hiesigen Staatstheater. Der eine schwärmt von Islands atemberaubender Natur, der andere vom urbanen Leben in der Stadt: Die Rede ist von Óttarr Proppé aus Reykjavik und Tobias Schormann aus Oldenburg, die am Donnerstag, 29. September, ab 19 Uhr als Moderatoren durch den „Island-Abend“ führen. Sie werden isländische Kultur, Denkweise und Lebensgefühl in die Alte Maschinenhalle am Pferdemarkt (Pferdemarkt 8a) bringen und begrüßen Gäste, die ausgewählte Projekte der „Island Begegnungen“ 2022 vorstellen werden.

Die Zuschauenden erhält während des „Island-Abends“ im Rahmen der „Island Begegnungen“ der Stadt Oldenburg unter anderem einen Vorgeschmack auf das Theaterstück „Björk meets Timothy“ der Kulturetage. Außerdem begeben sie sich mit dem Schriftsteller Wolfgang Schiffer in poetische isländische Landschaften und folgen der Journalistin und Video-Bloggerin Alva Gehrmann mit ihrer Kamera durch Island. Und wer möchte, kann nach Ende der Veranstaltung noch an der Bar der Alten Maschinenhalle den Abend mit isländischem Brennivín ausklingen lassen.

Ebenfalls anwesend sei werden die isländische Botschafterin in Berlin, María Erla Marelsdóttir, und Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, die jeweils ein Grußwort an das Publikum richten werden. Karten können für 8 Euro, ermäßigt 6 Euro (exklusive Getränke), unter kulturbuero@stadt-oldenburg.de bestellt werden.

Das Programm zu den „Island Begegnungen“, die noch bis zum 24. November in Oldenburg stattfinden, hält insgesamt 37 spannende Veranstaltungen und Projekte aus den Bereichen Musik, Literatur, Theater, Fotografie, Film, Wirtschaft und Wissenschaft bereit. Alle Informationen und das vollständige Programm gibt es auf der städtischen Website unter www.begegnungen2022.de.
27.09.2022, 18:02 Uhr
Museum erhält besondere Gabe
Förderverein überreicht Opa-Faltbüchlein aus Horst Janssens Feder
Anlässlich ihrer Ausstellung zum 25. Jubiläum haben die Freunde und Förderer des Horst-Janssen-Museums e.V. dem Museum ein ganz besonderes Original von Horst Janssen als Dauerleihgabe gewährt: Am heutigen Montag, 26. September, überreichte die erste Vereinsvorsitzende Inge von Danckelman der Museumsleiterin Dr. Jutta Moster-Hoos das Leporello „Opa“. „Diese Gabe rührt uns“, sagt Jutta Moster-Hoos, „denn das Faltbüchlein ist quasi eine Liebeserklärung von Horst Janssen an seinen Großvater. Gleichzeitig gewährt es uns einen sehr persönlichen Einblick in Janssens Welt als Kind in der Oldenburger Lerchenstraße 14.“

 

In dem Leporello erzählt Horst Janssen mit bekanntem Witz und Sprachvermögen von seinem Großvater und schildert Szenen aus seiner glücklichen Kindheit im Haus seiner Großeltern in der Lerchenstraße, spricht aber auch vom Tod seines Großvaters. Unterlegt sind diese Erinnerungen mit Illustrationen und als Hinweis auf den Schneiderberuf des Großvaters klebte Janssen ein Nadeletui auf den Deckel des Buches. Das originelle Leporello ist in seine acht Einzelseiten und den Deckel aufgeteilt sowie passepartouiert und hochwertig gerahmt. Es kann daher in allen Einzelheiten betrachtet werden. Zurzeit ist es in der Ausstellung „Eine Sache der Freundschaft“ zu sehen, die das Horst-Janssen-Museum noch bis zum 3. Oktober zeigt.

„Der Ankauf des Leporellos wurde durch Spenden von Fördervereinsmitgliedern finanziert“, so Inge von Danckelman. „Wir möchten mit dieser Dauerleihgabe zu unserem 25. Jubiläum gleichermaßen dem Museum und uns eine Freude bereiten, indem wir dieses Zeugnis der engen Verbundenheit zwischen Horst Janssen und Oldenburg der Öffentlichkeit zugänglich machen.“
20.09.2022, 15:02 Uhr
Museums-Workshop
Veranstaltungen für Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren und 11 bis 16 Jahre
An vier Samstagen, 24.09., 08.10., 05.11., und 10.12.2022 findet in der Zeit von 11 bis 12 Uhr und von 12.15 bis 13.15 Uhr ein Kinder- und Jugend-Workshop zum Thema "Nachdenken im und über das Museum" statt.

Viele der im Schloss ausgestellten Gegenstände enthalten Geschichten über das Leben der Menschen in früheren Zeiten. Was wird da gezeigt? Was wird da erzählt? Wie hat sich das Leben verändert - wie ist es jetzt - wie kann es weitergehen? Wir machen uns im Oldenburger Schloss auf die Suche nach philosophischen Fragen.

Der Workshop findet für Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren von 11 bis 12 Uhr und für Kinder im Alter von 11 bis 16 Jahre von 12.15 bis 13.15 Uhr statt.

Der Workshop kostet 16 €, für Kinder und Jugendliche mit der OLCard ist der Workshop kostenlos. Es können auch Einzeltermine (4 € pro Termin ) gebucht werden. 
 
Leitung: Mit Waltraud Bagge und Rosalie Gloistein
16.09.2022, 15:15 Uhr
Horst-Janssen-Museum schließt für sechs Monate
Ausweitung der Baustelle macht Eingang unpassierbar
Das Horst-Janssen-Museum schließt vom 4. Oktober 2022 bis voraussichtlich 31. März 2023. Grund sind die sich ausweitenden Bauarbeiten für den Neubau des benachbarten Stadtmuseums. Ab dem 4. Oktober beginnt eine Spezialfirma mit Tiefbauarbeiten. Die dafür erforderliche Baustelleneinrichtung macht die Benutzung des Museumseingangs unmöglich.

In den letzten Wochen wurde geprüft, ob ein alternativer Eingang durch die Ballin’sche Villa, die ans Horst-Janssen-Museum angrenzt, ertüchtigt werden kann. Dies gelingt leider nicht. Die anstehenden Umbau- und Sanierungsarbeiten in der Ballin‘schen Villa  lassen bis auf weiteres Publikumsverkehr nicht zu.

Während der Schließzeit geht die kuratorische Arbeit im Horst-Janssen-Museum weiter. „Wir arbeiten an einer Kooperation mit dem Städtischen Museum Braunschweig, das im März 2023 die Ausstellung ‚Sex, Gewalt und andere Obsessionen: Horst Janssen‘ eröffnen wird“, erläutert Museumsleiterin Dr. Jutta Moster-Hoos. „Wir steuern zur Ausstellung 49 Leihgaben bei und beteiligen uns an der Arbeit des Ausstellungskatalogs.“ Neben diesen Werken gehen noch weitere Arbeiten von Horst Janssen auf Reisen: 14 Janssen-Werke werden vom 1. Oktober 2022 bis zum 22. Januar 2023 Teil der Ausstellung „Expressive Avantgarden in Deutschland 1918-1968“ im Museum Pablo Picasso in Münster.

Workshops, wie Hand Lettering und Aktkurse, sowie ausgewählte Veranstaltungen zum Werk Horst Janssens werden während der Schließzeit weiterhin stattfinden. Hierfür werden Räumlichkeiten in der Raiffeisenstraße und im Kulturzentrum PFL genutzt. Auch für die beliebte Telefonführung-Reihe „Bei Anruf Kunst!“ gibt es schon neue Termine im November und Dezember. Darüber hinaus werden Vermittlungsangebote für Schulen konzipiert, die ab November sowohl in den Schulen als auch im Atelier in der Raiffeisenstraße durchgeführt werden können. Weitere Informationen hierzu sind demnächst auf der Homepage zu finden.  
13.09.2022, 17:34 Uhr
Lichterglanz in der Adventszeit bleibt erhalten
Weihnachtsbeleuchtung soll zeitlich begrenzt werden – 70 Prozent weniger Energieverbrauch
Auf eine stimmungsvolle Weihnachtsbeleuchtung werden die Menschen in der Oldenburger Innenstadt auch in diesem Jahr – trotz Energiekrise – voraussichtlich nicht verzichten müssen. „Solange es vertretbar ist, werde ich mich dafür einsetzen, dass es zur Adventszeit Lichterglanz in der Innenstadt geben wird – allerdings in einem zeitlich reduzierten Umfang“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Die Weihnachtsbeleuchtung sei trotz herausfordernder Zeiten ein wichtiger Stimmungsfaktor für die Innenstadt. „Deshalb ist es uns wichtig, sie zu erhalten und nicht gänzlich wegzulassen. Wir haben uns daher entschlossen, sie temporär so zu begrenzen, dass wir Energiekosten sparen und die festliche Stimmung dennoch aufrechterhalten“, betont Krogmann.

Die Stadtverwaltung hat sich dazu mit der Oldenburg Tourismus Marketing GmbH (OTM) und dem City-Management Oldenburg (CMO) abgestimmt. Die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt wird größtenteils vom CMO organisiert und von der Stadt Oldenburg bezuschusst.

Um dem Energiespargedanken gerecht zu werden, soll die Einschaltdauer in diesem Jahr verkürzt werden. So ist vorgesehen, die Leuchtdauer auf sechs Stunden am Tag (von 16 bis 22 Uhr) zu begrenzen.

2021 war die Weihnachtsbeleuchtung 17 Stunden täglich (von 7 bis 24 Uhr) eingeschaltet und hatte knapp 260 Kilowattstunden (kWh) pro Tag verbraucht. Die Laufzeit betrug wegen des ausnahmsweise eine Woche eher gestarteten Lamberti-Marktes 48 Tage, insgesamt betrug der Verbrauch 12.463 kWh. In diesem Jahr soll die Weihnachtsbeleuchtung an 41 Tagen in der Zeit vom 22. November bis zum 1. Januar betrieben werden. Durch die begrenzte Leuchtdauer kann der Verbrauch auf 91,62 kWh pro Tag reduziert werden. Der Gesamtverbrauch wird mit 3.756 kWh prognostiziert – das entspricht einer Ersparnis im Vergleich zum Vorjahr um knapp 70 Prozent.

Die Weihnachtsbeleuchtung wurde bereits im Jahr 2011 zunächst durch die Haarenstraßengemeinschaft und dann 2012 im Rest des CMO-Zuständigkeitsgebiets auf energiesparende LED-Leuchtelemente umgestellt.
13.09.2022, 17:27 Uhr
Selbsthilfegruppe für Menschen mit Zwängen
Die Selbsthilfegruppe trifft sich regelmäßig im Selbsthilfezentrum Oldenburg, um gemeinsam die eigenen Zwänge von unterschiedlichen Seiten zu beleuchten und sich wieder freier zu fühlen, um sich endlich den schönen Facetten des Lebens öffnen zu können.
Therapie und Klinik-Erfahrung wären von Vorteil, sind aber nicht unbedingt notwendig. Weitere Informationen bei BeKoS, 0441 884848; info@bekos-oldenburg.de 
13.09.2022, 17:17 Uhr
Briefwahl ab sofort auch wieder am Pferdemarkt möglich
Unterlagen im Wahlbüro beantragen und direkt vor Ort ausfüllen – Ausweis nicht vergessen
Seit dem 12. September haben Wahlberechtigte wieder die Gelegenheit, Briefwahlunterlagen im Wahlbüro am Pferdemarkt zu beantragen und direkt vor Ort in einer Wahlkabine den Stimmzettel auszufüllen. Die Kreiswahlleitung bittet darum, für einen reibungslosen Ablauf die vorausgefüllte Rückseite der Wahlbenachrichtigung und ein gültiges Ausweisdokument mitzuführen.

Das Wahlbüro hat wie folgt geöffnet:

    Montag und Mittwoch von 8 bis 15.30 Uhr
    Dienstag und Donnerstag von 8 bis 18 Uhr
    Freitag von 8 bis 12 Uhr

Briefwahlunterlagen können weiterhin auch online beantragt werden unter www.oldenburg.de/briefwahl. Auf diesen bequemen und komfortablen Service haben bereits über 10.500 Oldenburger Wählerinnen und Wähler zurückgegriffen.

Alle Informationen zur Landtagswahl gibt es online unter www.oldenburg.de/wahlen. Dort finden Interessierte auch die Kontaktdaten des Wahlbüros, an das sie sich bei Fragen gerne wenden können.
09.09.2022, 13:53 Uhr
„Dürer, Pirckheimer, Manutius und die Liebe zum Buch.“
Landesbibliothek Oldenburg stellt erstmals zwei Buchmalereien gegenüber, die Albrecht Dürer zugeschrieben werden
Vor kurzem wurde in der Landesbibliothek Oldenburg ein Buch mit einer Miniatur entdeckt, die höchstwahrscheinlich von Albrecht Dürer (1471-1528) eigenhändig gemalt wurde. Der spektakuläre Fund sorgte international für Aufsehen. Die Miniatur gehört zu einer kleinen Gruppe von Buchmalereien, die Dürer für seinen Freund, den Humanisten Willibald Pirckheimer (1470-1515), gestaltete. Die Oldenburger Miniatur ist vom 16.9. bis zum 29.10.22 in der Tresorvitrine der Landesbibliothek zu sehen - gemeinsam mit einer zweiten Miniatur Dürers aus der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek Hannover. Besucher haben so erstmals die Chance, die beiden Buchmalereien unmittelbar im Original zu vergleichen. Alle anderen bekannten Dürer-Miniaturen befinden sich im europäischen Ausland und in den USA.

Rund um diese beiden Spitzenwerke präsentiert die Landesbibliothek Oldenburg bis Ende Oktober ein hochkarätiges Vortragsprogramm unter dem Titel „Albrecht Dürer, Willibald Pirckheimer, Aldus Manutius und die Liebe zum Buch“. Experten verschiedener Fachrichtungen beleuchten die Beziehungen der drei großen Renaissance-Persönlichkeiten und ihre Leidenschaft für Bücher. Zu sehen ist auch die Kabinettausstellung „Bücherschätze der venezianischen Renaissance aus der Offizin des Aldus Manutius“.

Den Eröffnungsvortrag „SCHÖNER LESEN. Albrecht Dürer und das Buch als Kunstwerk“ am Donnerstag, dem 15.9.22, um 19 Uhr hält Dr. Christof Metzger. Er ist Chef-Kurator der Albertina Wien, einer der größten und bedeutendsten Grafischen Sammlungen der Welt, und international anerkannter Dürer-Experte.

„Die jüngst in der Landesbibliothek Oldenburg entdeckte Buchrarität, das 1502 in Venedig gedruckte Onomastikón des Polydeukes, ist ein (kunst)historisches Dokument von allererstem Rang“, so Metzger. Auf dem ersten Blatt finden sich in delikater Deckfarbenmalerei auf Delphinen balancierende Putten, die das Wappen eines der wichtigsten deutschen Büchersammler des Humanismus begleiten: Willibald Pirckheimer. Es fügt sich in eine Gruppe von 19 ähnlich opulent ausgestatteten Klassikerausgaben, als deren Gestalter Pirckheimers Freund und Vertrauter Albrecht Dürer in der Diskussion steht. Der Vortrag beleuchtet den historischen Hintergrund dieses hochbedeutenden bibliophilen Projekts und versucht auf die Frage aller Fragen – „Hat Dürer es selbst gemalt?“ – die Antwort zu geben.
09.09.2022, 13:37 Uhr
Selbsthilfegruppe für Menschen mit Hirntumoren
Wer an einem Hirntumor (gut-oder bösartig) erkrankt ist und sich mit anderen Betroffenen darüber austauschen möchte, kann sich an die BeKoS, die Beratungs- und Koordinationsstelle für Selbsthilfegruppen e.V., wenden. Gegenseitiges Mut machen, Tipps zur Bewältigung von schwierigen Alltagssituationen austauschen und sich auch mal Erlebtes von der Seele reden können – das soll zukünftig in einer neuen Selbsthilfegruppe möglich sein.

Nähere Informationen unter: 0441-884848 oder info@bekos-oldenburg.de
03.09.2022, 19:22 Uhr
Gründungsideen zu nachhaltigem Einzelhandel gesucht
Pop-up-Wettbewerb um Ladenflächen in der Innenstadt – bis 22. September bewerben
Unter dem Motto „Dein Aufbruch – unser Antrieb“ lobt die Wirtschaftsförderung Oldenburg erneut einen Wettbewerb für innovative, nachhaltige Geschäftskonzepte aus und knüpft somit an das erfolgreiche Konzept aus 2021 an. Gründerinnen und Gründer können sich noch bis Donnerstag, 22. September, bewerben. Dieses Mal richtet sich der Wettbewerb an Gründungsideen (bis ein Jahr nach Gründung) im Bereich des nachhaltigen Einzelhandels. Zu gewinnen gibt es zwei hochfrequentierte Pop-up-Ladenflächen à 75 Quadratmeter in den Schlosshöfen. Ziel des Wettbewerbes ist es, dass sich nachhaltige Gründungskonzepte in solchen Experimentierräumen und Testlaboren ausprobieren können, um so die Vielfältigkeit und Qualität der lokalen Wirtschaft zu fördern.

Bei sogenannten Pop-up-Stores (aus dem Englischen „to pop up“: plötzlich auftauchen) handelt es sich um zeitlich befristet betriebene Ladenkonzepte, die sich durch ihren provisorischen Charakter sowie eine besondere Warenpräsentation und Produktauswahl auszeichnen. Möglich gemacht wird der Wettbewerb durch Bundesmittel aus dem Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“, wobei der Erhalt des Zuwendungsbescheides noch aussteht.

Welche Geschäftsideen die Möglichkeit erhalten, mindestens bis Ende März 2024 kostengünstig in die Innenstadt zu ziehen, entscheidet eine fünfköpfige Jury, bestehend aus Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung.

Interessierte Gründerinnen und Gründer, die diese einmalige Chance nutzen möchten, sind noch bis Donnerstag, 22. September, aufgerufen, sich mit ihren nachhaltigen Einzelhandelskonzepten zu bewerben.
03.09.2022, 19:19 Uhr
Martin Kordi? im Programm des Literaturhauses
Lesung und Gespräch über Machtverhältnisse und das Gleichgewicht der Welt
Am Mittwoch, 14. September, ist Martin Kordi? zu Gast im Programm des Literaturhauses und liest aus seinem neuen mitreißenden und zärtlichen Roman „Jahre mit Martha“. Mit Monika Eden, Leiterin des Literaturhauses, spricht er über Machtverhältnisse und die Frage nach dem Gleichgewicht der Welt. Die Veranstaltung im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Karten können per E-Mail an literaturhaus@stadt-oldenburg.de reserviert werden.

Željko Draženko Kova?evi?, der von allen Jimmy genannt wird, ist fünfzehn, als er sich in die Frau verliebt, für die seine Mutter putzt. Martha Gruber ist Professorin in Heidelberg, seine Familie lebt zu fünft in einer Zweizimmerwohnung in Ludwigshafen. Seinen Lesehunger stillt er mit dem Sammeln von Zeitungen aus Altpapiertonnen. Martha hat, was Željko sich sehnlichst wünscht: Bücher, Bildung und Souveränität. Mit Marthas Liebe wächst Željkos Welt. Doch welche Welt ist es, die er betritt, und wen lässt er dafür zurück? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Begehren und Ausbeutung? Željkos Verbindung zu Martha spiegelt sich in seinem Verhältnis zu einem Professor, auf den er sich später während seines Studiums einlässt.

Martin Kordi? wurde 1983 in Celle geboren und wuchs in Mannheim auf. Er studierte in Hildesheim und Zagreb. Seit über zehn Jahren arbeitet er als Lektor in Buchverlagen, heute in München. Für seinen Debütroman „Wie ich mir das Glück vorstelle“ erhielt er den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis sowie die Alfred-Döblin-Medaille.
02.09.2022, 10:47 Uhr
Gemeinsam gegen Corona: Wieder mehr Impfungen in den Schlosshöfen
Neue Stiko-Empfehlung erweitert Kreis der Berechtigten – Novavax nun ab 12 Jahren
Nach der Aktualisierung der Stiko-Empfehlung verzeichnet der städtische Impfpunkt im Erdgeschoss der Schlosshöfe wieder mehr Corona-Schutzimpfungen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt seit dem 18. August 2022 allen Personen ab 60 Jahren sowie denen, die an einer Grunderkrankung leiden, eine zweite Auffrischungsimpfung (zweiter Booster). „Ich rate den betroffenen Personen dringend dazu, dieses Angebot wahrzunehmen“, appelliert Sozialdezernentin Dagmar Sachse. „Der Herbst steht uns noch bevor und aktuell kann niemand vorhersehen, wie sich das Infektionsgeschehen weiterentwickeln wird. Der zweite Booster ist derzeit der höchste Schutz vor schweren und tödlichen Krankheitsverläufen.“

Dr. Holger Petermann vom Gesundheitsamt der Stadt Oldenburg erklärt, warum die Booster-Impfung wichtig ist: „Das Immunsystem vergisst leider nach und nach, wie es das Coronavirus effektiv bekämpfen kann. Darum sind die Auffrischungen wichtig: Sie erinnern unseren Körper daran, wie er mit dem Virus umgehen muss.“ Zudem entwickeln sich die Impfstoffe immer weiter und werden aufgrund neuer Virusvarianten stetig angepasst und verbessert.

In der Woche vor der neuen Stiko-Empfehlung wurden im Impfpunkt 73 Impfungen verabreicht, in der vergangenen Woche verdreifachte sich in etwa die Zahl auf 227. Nach Schließung des Impfzentrums in der Weser-Ems-Halle im September 2021 wurden in Oldenburg von den mobilen Impfteams und in allen städtischen Impfpunkten, von denen aufgrund sinkender Nachfrage aktuell nur der Standort in den Schlosshöfen geöffnet hat, insgesamt 58.478 Impfungen durchgeführt. Davon 4.531 Erstimpfungen, 7.033 Zweitimpfungen, 36.981 Drittimpfungen und 3.791 zweite Auffrischungsimpfungen. Im seit März geschlossenen Kinderimpfpunkt Wechloy wurden seinerzeit 6.142 Impfungen bei 5- bis 11-Jährigen durchgeführt.

Grundsätzlich sollten die oben genannten Personen vier sogenannte immunologische Ereignisse vorweisen, um einen ausreichenden Schutz gegen das Coronavirus aufzubauen. Ein solches Ereignis ist entweder eine erfolgte Schutzimpfung oder eine durch einen PCR-Test nachgewiesene Corona-Infektion. Wer also entweder über 60 Jahre alt ist oder an einer Grunderkrankung leidet und zudem erst drei Ereignisse (Impfungen oder Infektion) in der Vergangenheit hatte, ist aufgerufen, sich durch eine weitere Impfung besser zu schützen. Diese kann erfolgen, sobald mindestens sechs Monate nach dem letzten Ereignis vergangen sind. Wer sich zu Corona beraten oder impfen lassen möchte, kann sich auch an die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte wenden.

Neu ist auch, dass im Rahmen der aktualisierten Empfehlung der Stiko der proteinbasierte Impfstoff des Herstellers Novavax nun auch für Jugendliche ab 12 Jahren empfohlen wird. Dies gilt allerdings nur für Personen, die noch nicht geimpft wurden oder die erst eine Impfung mit diesem Impfstoff erhalten haben. Im Impfpunkt in den Schlosshöfen werden Novavax-Impfungen ausschließlich mittwochs ohne Termin auf Wunsch durchgeführt.

Kinder zwischen 5 und 11 Jahren können nicht im städtischen Impfpunkt geimpft werden. Interessierte Eltern sollten Beratung und Impfung bei den jeweiligen Kinder- und Jugendärzten durchführen lassen.

Der Impfpunkt in den Schlosshöfen hat montags bis samstags von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Mittwochs wird ohne Termin geimpft, an allen anderen Tagen gibt es ausreichend und kurzfristig Termine, online unter www.oldenburg.de/impfpunkt oder telefonisch (Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr) unter 0441 235-4960.
30.08.2022, 16:27 Uhr
Horst-Janssen-Museum ab 1. September wieder geöffnet
Ausstellung „Eine Sache der Freundschaft“ geht in die Verlängerung
Das Horst-Janssen-Museum beendet seine Sommerpause und öffnet ab Donnerstag, 1. September, wieder seine Türen. Zu sehen ist die Dauerausstellung „Horst Janssen – Neu entdeckt“ über Leben und Werk des Künstlers. Außerdem wird die Jubiläumsausstellung „Eine Sache der Freundschaft“ bis zum 3. Oktober verlängert. Die Schau anlässlich des 25. Geburtstags der Freunde und Förderer des Museums gibt einen Einblick in die Geschichte des Vereins und zeigt ein Best of angekaufter Werke, von Radierzyklen über Selbstporträts bis hin zu Stillleben und Landschaften. Zu sehen sind außerdem Ausschnitte aus dem vom Verein finanzierten Projekt „Zeitzeugen“, für das Weggefährten Janssens interviewt wurden. Und auch die erste Stipendiatin Aline Helmcke, die vom Verein und Museum gefördert wird, stellt eigene Werke und ihre Auseinandersetzung mit Janssen aus.

„Wir freuen uns sehr, dass das 25-jährige Wirken der Freunde und Förderer des Horst-Janssen-Museums so viel Zuspruch erfahren hat und viele Menschen die Ausstellung ‚Eine Sache der Freundschaft‘ besucht haben und nun nach Verlängerung noch bis zum 3. Oktober sehen können“, sagt die Vereinsvorsitzende Inge von Danckelman. „Kunst braucht Engagement und Leidenschaft – eine Haltung, die unsere Mitglieder seit jeher verbindet.“

Der Eintritt in beide Ausstellungen ist frei. 
26.08.2022, 13:39 Uhr
Buch trifft Holz wird Raum
Künstlerbücher und Buchskulpturen von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries in der Landesbibliothek Oldenburg
Wenn die international bekannte Buchkünstlerin Anja Harms und der Bildhauer Eberhard Müller-Fries zusammen arbeiten, entstehen im Dialog von Holz, Papier und feinster Drucktechnik einzigartige les­bare Skulpturen, raumgreifende Installationen und farbensprühende Künstlerbücher voller Überra­schungen. Vom 1.09.2022 bis 21.10.2022 ist die Ausstellung "Wie ist doch alles weit ins Bild gerückt". Künstlerbücher und Buchskulpturen von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries in der Landesbibliothek Oldenburg zu sehen. Die Vernissage in Anwesenheit der Künstlerin und des Künstlers findet am Mitt­woch, dem 31.08.22, um 19 Uhr in der Landesbibliothek statt.

Anja Harms und Eberhard Mu?ller-Fries verwenden in ihren Projekten Texte oder Textfragmente als Ba­sis ihrer gemeinsamen ku?nstlerischen Ausdrucksweise. Ausgangspunkt ist immer die Literatur, deren Sprach- und Klangbilder sie in eine moderne Formensprache u?bertragen. Künstlerin und Künstler nut­zen dabei ihre verschiedenen Schwerpunkte - Buchkunst und Bildhauerei - und spielen mit unter­schiedlichsten Materialien und Techniken. Feinste Drucktechnik, Bleisatz und Typografie werden mit raffinierter Holzbearbeitung kombiniert. Zum Einsatz kommen hauchfeine Japanpapiere ebenso wie schweres Büttenpapier, Tusche, Farben und immer wieder Holz, das z. T. mit Feuer geschwärzt wird. So gegensätzlich und schwer vereinbar die Materialien oft auch sind, so unendlich viele Möglichkeiten eröffnen sie im gemeinsamen ku?nstlerischen Prozess. Es entstehen raumgreifende Buchskulpturen und Objekte, lesbare Skulpturen und Ku?nstlerbu?cher, die in den Ausstellungen von Harms und Müller-Fries zu raumbezogenen Installationen verwoben werden. Internationale Aufmerksamkeit erlangte be­sonders ihr Projekt zum finnischen Nationalepos Kalevala, das sie anlässlich der 100-Jahr-Feier von Finnland in der Turku City Library präsentierten.

Vor allem lyrische Texte bilden die Grundlage der Werke, die Anja Harms und Eberhard Müller-Fries für ihre Oldenburger Ausstellung ausgewählt haben. Sie stammen aus verschiedenen Epochen, ange­fangen bei Fragmenten des persischen Mystikers Maulana Rumi (13. Jahrhundert) über Texte von Friedrich Hölderlin bis zu Gedichten von Paul Celan. Das Zitat im Titel stammt von Rainer Maria Rilke. In der Ausstellungsreihe „Positionen moderner Buchkunst“ der Landesbibliothek Oldenburg ragt die Ausstellung von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries durch ihre einzigartige Materialität und ihre raumgreifende Dimension hervor.

Bei der Vernissage am Mittwoch, dem 31. August um 19 Uhr führt Sarah Janke in die Arbeit der beiden Künstler ein. Frau Janke ist für das Fachreferat Künstlerbücher an der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel zuständig.

Zur Finissage am Freitag, dem 21. Oktober um 19 Uhr hat die Landesbibliothek den Kunsthistoriker Dr. Stefan Soltek, den ehemaligen Direktor des Klingspor Museums Offenbach, eingeladen.

Anja Harms (geb. 1960) studierte an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main und arbeitet seit 1988 als freischaffende Künstlerin mit dem Schwerpunkt auf Künstlerbüchern und Buchskulpturen. Eberhard Müller-Fries (geb. 1953) studierte „Plastik, Keramik und Graphik“ an der Werkkunstschule Wiesbaden und geht seit 1983 der freischaffenden künstlerischen Tätigkeit nach. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt auf keramischen Plastiken, Holzskulpturen sowie Künstlerbüchern. Anja Harms und Eberhard Müller-Fries arbeiten seit 2011 zusammen. Ihre ein­zigartigen Werke und Projekte sind im In- und Ausland auf vielen Ausstellungen präsent (u.a. Turku, Wien, Offenbach, Wolfenbüttel, Bad Homburg, Coburg).
19.08.2022, 17:06 Uhr
Wie das Stadtfest-Comeback mit Sicherheit über die Bühne geht
Stadt und Polizei geben Hinweise für eine friedliche Party
Endlich wieder Stadtfest: Nach der Corona-bedingten Absage im Vorjahr und dem Alternativformat „Stadtfest@home“ in 2020 feiert die große Party vom 25. bis 27. August ihr Comeback auf den Straßen der Oldenburger Fußgängerzone. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann wird den offiziellen Startschuss am Donnerstag, 25. August, um 17 Uhr auf der Rathausmarkt-Bühne geben.

Auf dem Marktplatz beginnt das Stadtfest in diesem Jahr schon einen Tag früher: Aus Solidarität zur Ukraine wird der ukrainische Nationalfeiertag am Mittwoch, 24. August, mit einem großen Musikabend zusammen mit der Initiative „Oldenburg hilft der Ukraine“ gefeiert. Auch „Kochen am Schloss“ startet bereits am Mittwochnachmittag um 16 Uhr. Oldenburger Top-Gastronomen werden an den Stadtfestabenden bis spät in die Nacht in weißen Pagoden unter dem großen Schirm auf dem Schlossplatz kochen.

Als Veranstalter fungiert wie gewohnt die E & M Marketing GmbH. Gemeinsam mit den beteiligten Behörden – insbesondere das Bürger- und Ordnungsamt, die Feuerwehr sowie die Polizei – laufen die Planungen zur Vorbereitung für ein friedliches und sicheres Stadtfest auf Hochtouren.

In punkto Sicherheit haben die beteiligten Akteure in den vergangenen Wochen die aktualisierte Aufbauplanung abgestimmt und das bewährte Sicherheitskonzept weiterentwickelt. Stadt, Polizei und Veranstalter haben besonders die Zufahrts- und Rettungswege in den Blick genommen. Auch in diesem Jahr werden an verschiedenen Stellen, wie zum Beispiel am Julius-Mosen-Platz, in der Wallstraße und am Schlossplatz Zufahrtssperren aufgestellt, um diese Bereiche zusätzlich abzusichern. Als schneller Rettungsweg dient eine Ost-West-Achse, indem die Gast-, Schütting- und Staustraße von Ständen weitgehend freigehalten werden. Beginn für den Aufbau der Zufahrtssperren und für die Aufbauarbeiten zum Stadtfest ist Dienstag, 23. August.

Aufgrund des erwarteten großen Andrangs am Waffenplatz wird die Wallstraße an allen drei Abenden ab 21 Uhr bis 6 Uhr morgens für Pkw gesperrt. Auch die Neue Straße und das Parkhaus am Waffenplatz sind dann weder für Einfahrten noch für Ausfahrten erreichbar.

Der Taxenstand am Waffenplatz wird in den Bereich Heiligengeistwall (von Höhe Polizeigebäude bis zur Einmündung Mottenstraße) auf die dortigen Parkflächen verlegt.

Um Einsatz- und Rettungsfahrzeugen die Durchfahrt zu erleichtern, wird die Straße „Schloßplatz“ von 20 Uhr bis 3 Uhr morgens gesperrt.

Während des Stadtfestes werden Polizei, Feuerwehr sowie der Außendienst des Bürger- und Ordnungsamtes gemeinsam mit dem Veranstalter laufend die Sicherheitslage beobachten. Die Polizei wird verstärkt an den Bühnenbereichen, aber auch auf den Straßen, Präsenz zeigen, ebenso eine Reihe von Zivilkräften einsetzen. Wie in den Vorjahren sind auch die Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter des Bürger- und Ordnungsamtes an allen Stadtfesttagen im Einsatz. Gemeinsam mit der Polizei nimmt das Jugendamt wieder Jugendschutzkontrollen vor.

Die Polizei bittet darum, bei Übergriffen und möglichen Straftaten unverzüglich die Nummer 110 zu wählen.

An alle Besucherinnen und Besucher des Stadtfestes wird dringend appelliert, keine Gläser und Glasflaschen mitzubringen. In den Vor-Corona-Jahren war es immer wieder zu Schnittverletzungen aufgrund von Glasbruch gekommen. Bei Glasbruch drohen Bußgelder in Höhe von mindestens 100 Euro. Mit Bußgeldern in gleicher Höhe ist zu rechnen, wenn Personen angetroffen werden, die ihre Notdurft an Stellen verrichten, die hierfür nicht vorgesehen sind. Toilettenwagen sind in ausreichender Anzahl vorhanden, und auch die teilnehmenden Gastronomiebetriebe stellen ihre Toilettenanlagen zur Verfügung.

Nach dem Aufbau sämtlicher Stände, Bühnen und Theken werden Feuerwehr sowie Bürger- und Ordnungsamt am Donnerstag, 25. August, die Stände abnehmen und mit dem Feuerwehrfahrzeug einen Durchfahrtsversuch starten. Hierdurch soll für den realen Einsatzfall eine ungehinderte Fahrt der Rettungsfahrzeuge sichergestellt werden.

In der Innenstadt stehen für die Besucherinnen und Besucher drei Erste-Hilfe-Stationen zur Verfügung (Neue Straße, Staustraße und Schlossplatz). Zusätzlich ist in der Gaststraße die Brandsicherheitswache der Feuerwehr eingerichtet.

Alle Feiernden werden gebeten, ihre Fahrräder nicht „wild“ und vor allem nicht in Feuerwehr- und Rettungszufahrten abzustellen. Es sollte gewährleistet sein, dass Rettungsfahrzeuge die Wege zu jeder Zeit passieren können. Es muss damit gerechnet werden, dass behindernde Räder kostenpflichtig entfernt werden.

Der Wochenmarkt fällt während des Stadtfestes am Donnerstag, 25. August, und Samstag, 27. August, auf dem Rathausmarkt aus. Der Bauernmarkt am Freitag, 26. August, findet hingegen statt, allerdings ein paar Meter weiter auf dem Kasinoplatz.

Informationen zum Programm gibt es im Internet unter www.stadtfest-oldenburg.de.
12.08.2022, 12:43 Uhr
Vorträge zu „Frieden geht anders“
Der Förderverein internationales Fluchtmuseum e.V. bietet im Rahmen seiner Ausstellung „Frieden geht anders“ (2.-18. August, Staustraße 16) zwei Abendveranstaltungen an (s. auch unter Termine). Der Eintritt zu beiden Angeboten ist frei.

Am Dienstag, 16. August 2022, 19:00 Uhr, referiert Franz Nadler von connection e.V. über den  Widerstand gegen die Rekrutierung für den Ukraine-Krieg.

Entgegen der offiziellen „Sieg im Krieg“-Rhetorik, ist die Unterstützung der Rekruten für den Krieg keineswegs gesichert, weder in Russland noch de? Ukraine und auch nicht in Belarus. 
Mit welchen Mitteln werden die Soldaten für den Krieg geködert? Und wie wehren sie sich dagegen? Können sie das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung in Anspruch nehmen? Und falls sie z.B. nach Deutschland fliehen, können sie Asyl bekommen? 

Franz Nadler ist Vorsitzender des Vereins Connection, der in Offenbach/Main seit nahezu 30 Jahren Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus Kriegen unterstützt. Er wird die Arbeit anhand des aktuellen Ukraine-Krieges vorstellen. 


Am Donnerstag, 18. August 2022, 19 Uhr, sprechen Felix Paul und Olaf Grobleben über Friedensfähigkeiten, Utopien und Machbarkeiten: „Wenn du den Frieden willst, bereite den Frieden vor“. Frommer Wunsch oder nüchterne Strategie?

Felix Paul ist Referent für Friedensarbeit am Haus kirchlicher Dienste der Landeskirche Hannovers. Er studierte Politikwissenschaft und Slawistik in Greifswald sowie Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt am Main. 
Zu seinen Interessensgebieten zählen osteuropäische Kulturen, zivile Konflikttransformation, die Rolle zivilgesellschaftlicher Organisationen in konflikthaften Kontexten und internationale Politik. 
Seit den Aggressionen Russlands gegen die Ukraine beschäftigt er sich vermehrt mit Fragen internationaler Verantwortung und der Differenzierung elementarer Aspekte des Krieges.

Olaf Grobleben ist Pastor und Beauftragter der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg für Ökumene und interreligiöse und weltanschauliche Fragen.
09.08.2022, 16:42 Uhr
Reiche Ernte, positive Gäste-Resonanz, gute Bilanz zum Ende
Die schöne Zeit der Stadtgärten klingt aus, bis zum 19. August werden fast alle abgebaut – Zeit also für eine Bilanz und vor allem für die Ernte. Denn die Oldenburger Stadtgärten, die am 14. Mai 2022 bereits zum 17. Mal eröffnet wurden, verwandelten diesmal nicht nur große Teile der Oldenburger Innenstadt in grüne und blühende Oasen. Sie standen auch unter dem Motto „Vorratskammer Garten“.

Was genau das bedeutet, erlebten und genossen viele Oldenburger, die beim Bummel durch die City das temporäre Grün als Naschgarten nutzten oder die beiden Aktions-Samstage im Juni und Juli besuchten: Beim Showkochen sahen und kosteten sie, wie Obst und Gemüse durch Einkochen und Fermentieren haltbar und schmackhaft gemacht werden. Sie konnten sich Anregungen zum Binden von Blumenkränzen holen, sich an den Ständen der Niedersächsischen Gartenakademie und des Naturschutzbundes NABU informieren, sich im Blumen- und Gartenmarkt in der Haarenstraße inspirieren lassen und praktische Tipps an den Mitmachständen von OL-BEE, Krautsalon und der VHS Jugendwerkstatt bekommen.

Letztere zählt zu den langjährigen und umtriebigsten Partnern. Unter Federführung des Stadtgärten-Urgesteins Lars Behrens gestaltet die Jugendwerkstatt jeweils eine eigene

kreative Stadtgarten-Installation am Büsingstift, stellt zudem die Holzrahmen für zahlreiche Standorte her und kümmert sich um den Auf- und Abbau.

„Die Bewohnerinnen und Bewohner des Büsingstifts freuen sich jedes Jahr wieder auf den Aufbau des Stadtgartens von der Oldenburger Jugendwerkstatt direkt vor der Haustür - und wir freuen uns auf sie“, erklärt Behrens. „Natürlich sind die Stadtgärten auch für alle übrigen Oldenburgerinnen und Oldenburger sowie für ihre Besucherinnen und Besucher immer wieder ein Genuss. Oasen der Ruhe inmitten des Trubels in unserer tollen Stadt.“

Die Zahl der Stadtgärten war übrigens so groß wie nie: Es gab 21 Gärten an 19 Standorten, da erstmals auch Anlagen in den Stadtteilen bepflanzt und gepflegt wurden. Zwei davon bleiben über den August hinaus erhalten: Vor der Thomas-Kirche in Ofenerdiek wird erst nach dem Erntedenkfest, und in Etzhorn sogar erst im kommenden Jahr abgeräumt.

Ob früher oder später: Getreu dem diesjährigen Motto werden selbstverständlich reifes Obst und Gemüse komplett geerntet. So verwertet die Kantine der gemeinnützigen Werkstätten die Erträge vom Julius-Mosen-Platz und vom Waffenplatz. Mitarbeitende der OTM ernten in dem Stadtgarten in der Heiligengeiststraße, um die frische Ware am Montag, 15. August, an die Oldenburger Tafel zu übergeben.

„Vor allem ging es aber auch in diesem Jahr darum, grüne, bunte, abwechslungsreiche Erholungspunkte mitten in der Stadt zu schaffen“, so Silke Fennemann, Geschäftsführerin der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH. „Damit bereichern die Stadtgärten das Erlebnis und erhöhen die Qualität des Aufenthaltes in der Stadt. Die positive Resonanz unserer zahlreichen Gäste zeigt, wie gut uns das gemeinsam mit unseren starken Partnern wieder gelungen ist.“
09.08.2022, 16:30 Uhr
Fahrradstationen sind in die Jahre gekommen
Derzeit Einschränkungen beim Zugang zu den Stationen
Seit über 20 Jahren können in den gut genutzten Fahrradstationen am Hauptbahnhof und am Waffenplatz Fahrräder sicher untergestellt werden. Und das auch noch sehr preiswert. Die damals moderne Ausstattung ist nun allerdings in die Jahre gekommen und das Zugangssystem veraltet.

So gibt es momentan technische Probleme, die Zugangsberechtigungen zwischen den drei Fahrradstationen zu aktualisieren. Nutzerinnen und Nutzer von Monats- und Jahreskarten können derzeit nur auf der Nordseite des Hauptbahnhofs den 24/7-Zugang nutzen. Um diese Störung zu beheben, wird im August an der Fahrradstation eine neue Zufahrtssteuerung installiert. Tageskunden ist der Zugang Nord und Süd bis zur Behebung der technischen Probleme daher nur während der Öffnungszeiten möglich. Weitere Informationen zu diesen gibt es im Internet unter www.fzol.de.

Auch an der Fahrradstation Waffenplatz gibt es aktuell Schwierigkeiten mit dem Zugang zum Fahrradkäfig, die trotz Reparaturarbeiten bisher nicht gelöst werden konnten. Hier bleibt der Zugang zum Fahrradkäfig bis auf weiteres geschlossen. Personen, die Zugang zu einem dort abgestellten Fahrrad benötigen, werden gebeten, Kontakt zum Betreiber aufzunehmen. Dieser ist per E-Mail unter info@fzol.de zu erreichen. Der Betreiber erarbeitet in Abstimmung mit der Stadtverwaltung derzeit eine Lösung.

Im September wird die komplette Anlage am Waffenplatz gereinigt und mit einer neuen Beleuchtung versehen, so dass mit Beginn der dunklen Jahreszeit weiterhin eine witterungsgeschützte Anlage für Radfahrende in der Innenstadt zur Verfügung steht. Für die kommenden Jahre ist die umfassende Sanierung der Fahrradstationen am Hauptbahnhof vorgesehen, die derzeit planerisch vorbereitet wird.
02.08.2022, 17:42 Uhr
Forschungsprojekt zu demenzfreundlicher Innenstadt
AG Demenz im Bündnis Pflege erarbeitet Empfehlungen – Interviews mit Betroffenen geplant
Auch die Arbeitsgemeinschaft Demenz der örtlichen Pflegekonferenz „Bündnis Pflege“ setzt sich mit der Umgestaltung der Oldenburger Innenstadt auseinander. Ziel der AG Demenz ist es, die Innenstadt für demenziell Erkrankte und deren Angehörige attraktiver zu machen. Damit sich kognitiv beeinträchtigte Menschen, insbesondere Menschen mit dementiellen Veränderungen und ihre Angehörigen wohlfühlen, sollen konkrete Handlungsempfehlungen an die Stadt Oldenburg für eine demenzfreundliche Innenstadt erarbeitet werden.

Das Projekt wird wissenschaftlich von der Jade Hochschule begleitet. Es steht unter dem Titel „Stadt(er)leben in Oldenburg – die Perspektive der Menschen mit Demenz und deren An-und Zugehörigen“. Um die Wünsche und Bedarfe der Betroffenen zu ermitteln, werden nun Interviewpartnerinnen und Interviewpartner gesucht. Die AG Demenz freut sich über eine rege Teilnahme. Interessierte Betroffene können sich im Senioren- und Pflegestützpunkt unter der Telefonnummer 0441 235-3780 oder per E-Mail an pflegestuetzpunkt@stadt-oldenburg.de melden.

Das Bündnis Pflege berät und formuliert Beschlussempfehlungen zu Fragen der pflegerischen Versorgungsstruktur, Versorgungslücken und vernetzt alle in der Pflege tätigen Personen und Einrichtungen miteinander. Die AG Demenz ist eine von vier Arbeitsgruppen im Bündnis Pflege und besteht aus verschiedenen Akteuren (Stadt Oldenburg Senioren- und Pflegestützpunkt, Demenz-Informations- und Koordinationsstelle Oldenburg, Versorgungsnetz Gesundheit e.V, Seniorenbegleitung Oldenburg Süd, Bümmersteder Seniorenbüro).
02.08.2022, 17:40 Uhr
Großer Flohmarkt der Stadtbibliothek Oldenburg
Kinder-, Jugend- und Erwachsenenmedien zu günstigen Preisen
Der Freundeskreis der Stadtbibliothek Oldenburg e.V. organisiert einen großen Bücherflohmarkt. Am Samstag, 6. August, von 11 bis 14 Uhr findet auf dem Freigelände zwischen der Stadtbibliothek im PFL, Peterstraße 3, und der Kinderbibliothek am PFL, Peterstraße 1, ein Bücherflohmarkt mit Kinder-, Jugend- und Erwachsenenmedien zu günstigen Preisen statt. Zusätzlich werden kostenlose Bilderbuchkinos und Bastelaktionen für die kleinen Gäste angeboten.

Weitere Informationen sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
29.07.2022, 19:03 Uhr
Rückenwind für die Oldenburger Innenstadt
Stadt erhält 4,2 Millionen Euro aus Landesförderprogramm – Regionalministerin Birgit Honé übergibt Aufnahmebescheid
Großer Erfolg für Oldenburg: Die Stadt erhält vom Land Niedersachsen Fördermittel in Höhe von 4,2 Millionen Euro für Projekte, die dazu beitragen sollen, die Innenstadt zukunftssicher zu gestalten. Möglich macht’s die Aufnahme in das Landesförderprogramm „Resiliente Innenstädte“. Oldenburg zählt zu den 15 Städten, die von einer unabhängigen, mit Fachleuten aus Wissenschaft und Forschung besetzten Jury ausgewählt worden sind. Den Bescheid über die Aufnahme in das Förderprogramm übergab die Niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Birgit Honé, am Donnerstag, 28. Juli, im Alten Rathaus an Stadträtin Dagmar Sachse.

„Die Stadt von morgen braucht dauerhaft neue Ideen“, begründete Ministerin Birgit Honé das neue Förderprogramm. „Sie muss neben dem Handel auch weitere Nutzungen in den Blick nehmen und entwickeln. Kultur, Erleben und Erholen gehören natürlich ebenso dazu wie urbane Produktion, gutes Wohnen in Citylage und nachhaltige Verkehrslösungen“, sagte die Regionalministerin. Gerade von den Oldenburger Weichenstellungen könne ein Signal an die Kommunen im ganzen Land ausgehen, ergänzte Honé.

Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann betonte, das Programm sei darauf ausgelegt, Ideen und Projekte für mehr Aufenthaltsqualität, klimagerechte Mobilität und umweltgerechtere Flächengestaltung in der Innenstadt zu fördern. „Oldenburg hat diesen Prozess bereits angeschoben. Ich freue mich sehr, dass die vom Land gewährten Fördermittel unseren Handlungsspielraum erweitern und uns zusätzlichen Rückenwind bei der Umsetzung geben“, so Krogmann.

„Damit kann nach dem noch bis März 2023 laufenden Sofortprogramm ,Perspektive Innenstadt‘ auch das nächste große Förderprogramm in Oldenburg realisiert werden. Das bisher größte Förderbudget erfordert aber auch die höchste städtische Beteiligung“, verdeutlichte Stadträtin Dagmar Sachse, die stellvertretend für den Oberbürgermeister den Förderbescheid entgegennahm.

Aus Sicht von Ralph Wilken, Leiter der Wirtschaftsförderung, baut die erfolgreiche Bewerbung der Stadt auf die in den Jahren 2018 bis 2020 erarbeitete Innenstadtstrategie der Stadt Oldenburg auf. „Die Aufnahme in das Programm trägt einen wichtigen Teil dazu bei, die Funktion und die Attraktivität der Innenstadt neu definieren zu können. Im Mittelpunkt steht, die Innenstadt als zukunftsfähigen und qualitätsvollen Erlebnisraum zu gestalten, an dem innerstädtisches Wohnen, Einkaufen, Kultur, Gastronomie und Freizeitangebote zusammentreffen“, erläuterte Wilken. Die Federführung für die erfolgreiche Bewerbung lag beim Innenstadtmanagement, das nun auch den Umsetzungsprozess in Oldenburg übernimmt.

Die Förderquote beträgt 40 Prozent, so dass die Stadt Oldenburg 6,3 Millionen Euro als Eigenanteil aufzubringen hat – insgesamt können damit in den nächsten Jahren 10,5 Millionen Euro in die Umsetzung fließen.

Für die Förderperiode bis 2027 stehen der Stadt Oldenburg die 4,2 Millionen Euro Fördermittel als so genanntes „virtuelles Budget“ zur Verfügung. Das heißt, um die Fördergelder abrufen zu können, müssen nun konkrete Projekte entwickelt werden, für die anschließend Mittel aus diesem virtuellen Budget beantragt werden können. Für die Entscheidung bis zur Fördermittelvergabe sehen die Richtlinien ein zweistufiges Verfahren vor: Eine Steuerungsgruppe stimmt anhand vorher festgelegter Qualitätskriterien zunächst über die Förderwürdigkeit der Projekte ab. Die Prüfung der Förderfähigkeit übernimmt anschließend die NBank.

In der erfolgreichen Bewerbung für die Aufnahme in das Förderprogramm hat die Wirtschaftsförderung auf drei Leitprojekte abgezielt, die unter den Titeln „Öffentlicher Raum und Flächen“, „Immobilien und Vielfalt“ sowie „Mobilität und Stadtraum“ firmieren. Diese Leitprojekte bilden die thematischen Maßnahmenräume für die noch zu entwickelnden Projekte.

Den Leitprojekten hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 30. Mai 2022 mit dem Beschluss zur Unterstützung der Bewerbung zugestimmt.

Mit dem Förderprogramm „Resiliente Innenstädte“ unterstützt das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung die 15 ausgewählten Städte bei der langfristigen Aufwertung ihrer Zentren. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Insgesamt stellt das Land 61,5 Millionen Euro für das Programm zur Verfügung.

Herzstück der Oldenburger Innenstadt ist die am 1. August 1967 eingerichtete Fußgängerzone, die damit eine der ältesten in Deutschland ist. Die Länge der Straßen der Fußgängerzone misst 4.658 Meter. Etwa 450 Unternehmen, darunter viele inhabergeführte Geschäfte, sind hier ansässig. Die Verkaufsfläche umfasst mehr als 110.000 Quadratmeter.
26.07.2022, 22:42 Uhr
Freundeskreis der Stadtbibliothek Oldenburg e.V. mit neuem Vorstand
Erste Aktion: Großer Open Air-Bücherflohmarkt am 6. August
Der Freundeskreis der Stadtbibliothek Oldenburg e.V. hat einen neuen Vorstand gewählt. Die Vorstandsmitglieder sind Susanne Helms (Schriftführerin), Gunnar Helms (Kassenwart) und Katja Nolting-Möhlenbrock (1. Vorsitzende). „Wir freuen uns über die neuen Aufgaben, die auf uns zukommen, um die Stadtbibliothek auch in den nächsten Jahren tatkräftig zu unterstützen. Bedanken möchten wir uns beim bisherigen Vorstand für die engagierte Vereinsarbeit in den vergangenen Jahren“, so Katja Nolting-Möhlenbrock zu ihrer neuen Position.

Als erstes organisiert der Freundeskreis einen großen Bücherflohmarkt: Am Samstag, 6. August, gibt es von 11 bis 14 Uhr auf dem Freigelände zwischen der Stadtbibliothek im PFL (Peterstraße 3) und der Kinderbibliothek am PFL (Peterstraße 1) Kinder-, Jugend- und Erwachsenenmedien zu günstigen Preisen. Zusätzlich werden kostenlose Bilderbuchkinos und Bastelaktionen für die kleinen Gäste angeboten.

Der Freundeskreis unterstützt die Stadtbibliothek Oldenburg unter anderem mit Bücherflohmärkten, Lesesaktionen und Sachspenden. Interessierte können sich jederzeit an die 1. Vorsitzende Katja Nolting-Möhlenbrock per E-Mail unter katja-nolting@t-online.de wenden.

Weitere Informationen sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
26.07.2022, 22:33 Uhr
Weitere E-Ladestationen
Vier E-Ladestandorte gehen in Regelbetrieb – elektrisches Carsharing auf mehreren Parkplätzen
Die elektrischen Anschlussarbeiten sind in den letzten Zügen – und wenn alles planmäßig verläuft, kann ab August an vier weiteren Standorten in der Innenstadt Strom getankt werden: Die Stationen in der 91er Straße, beim Parkplatz am Alten Gymnasium Oldenburg (Theaterwall 11), beim Theater an der Roonstraße und am Kasinoplatz stehen dann Autofahrenden zur Verfügung, die ihre privaten E-Fahrzeuge während ihres Innenstadt-Besuchs via Steckdose „volltanken“ möchten. Mit dem Start der weiteren Ladepunkte stehen dann in der Stadt Oldenburg derzeit 125 öffentliche E-Ladepunkte (ohne E-Carsharing-Ladepunkte) zur Verfügung.

Und auch das elektrische Carsharing nimmt Fahrt auf: Im August wird die Firma Braasch – all to drive GmbH ihre E-Carsharingstellplätze schrittweise mit ihren Fahrzeugen ausstatten und in Kooperation mit der EWE GO GmbH zur Kurzzeitmiete anbieten. Somit werden dann zeitnah auch auf dem AGO-Parkplatz E-Autos buchbar sein.

Oldenburg gibt Gas, was den Ausbau des Ladenetzes für Elektroautos betrifft: Zusammen mit Ladeinfrastrukturbetreibern wurden von der Stadt insgesamt 27 öffentliche E-Ladepunkte an acht Standorten rund um die Innenstadt geschaffen. Zudem wird das Carsharing elektrifiziert. Die ersten beiden Ladepunkte am Pferdemarkt wurden am Mittwoch, 18. Mai, von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann eröffnet.

Beteiligt sind die Ladepunktbetreiber EWE Go GmbH und Olegeno eG sowie die beiden Carsharing-Anbieter cambio Oldenburg und Braasch – all to drive GmbH, die sieben der acht Stationen mit ihren E-Carsharing-Fahrzeugen bestücken werden. Im Zuge eines Pilotvorhabens wurde für die Beschaffung neuer Elektrofahrzeuge fürs Carsharing ein Zuschuss in Höhe von insgesamt 92.000 Euro bewilligt. Zudem trägt die Stadt die Kosten für die Ladeinfrastruktur der E-Carsharing-Stellplätze (circa 90.000 Euro).

Diese öffentlichen E-Ladepunkte/E-Carsharing-Angebote können bereits genutzt werden: 
– Pferdemarkt: 2 Ladepunkte von EWE GO plus 2 Pkw von Braasch – all to drive

 
Diese öffentlichen E-Ladepunkte/E-Carsharing-Angebote kommen ab August hinzu:
– Theaterwall: 4 Ladepunkte von EWE GO
– Theaterwall/AGO-Parkplatz: 9 Ladepunkte von EWE GO plus 2 Pkw von Braasch – all to drive
– 91er Straße: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 2 Pkw von Stadtteilauto Oldenburg cambio
– Kasinoplatz: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 2 Pkw von Stadtteilauto Oldenburg cambio

Und diese folgen im Anschluss:
– Straße am Schloßplatz: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 2 Pkw von Stadtteilauto Oldenburg cambio und 2 Pkw von Braasch – all to drive
– PFL: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 1 Pkw von Braasch – all to drive

Zudem befindet sich das Angebot am Stautor mit 2 Ladepunkten von Olegeno plus 2 Pkw von Braasch – all to drive noch in Prüfung.
 
Während des Ladevorgangs fallen in Oldenburg in Zonen mit Parkraumbewirtschaftung keine Parkgebühren für die Elektroautos an. Die zeitliche Dauer des Ladevorgangs ist derzeit auf maximal drei Stunden begrenzt. Während des Ladevorgangs in Zonen mit Parkraumbewirtschaftung muss der Beginn des Ladevorgangs durch Anbringen einer Parkscheibe kenntlich gemacht werden.

Weitere Informationen zu den Themen Carsharing und Elektromobilität sind online unter www.oldenburg.de/carsharing oder unter www.oldenburg.de/elektromobilitaet zu finden.
22.07.2022, 18:36 Uhr
Ferienzeit: Temporär mehr Parkplätze beim AGO nutzbar
Erweiterungsbau am Alten Gymnasium: Bauzaun wird bis Ende der Ferien zurückgebaut
Wer auf dem Parkplatz neben dem Alten Gymnasium (AGO, Theaterwall 11) einen Parkplatz sucht, musste in der Vergangenheit viel Glück und Geduld aufbringen. Denn die rechte Parkfläche mit 19 Stellplätzen ist seit längerer Zeit gesperrt. Grund dafür ist der Erweiterungsbau am AGO: Da die Baustelle auf dem Schulhof viel Platz einnimmt, wurden die direkt angrenzenden Parkflächen umzäunt und stattdessen den Schülerinnen und Schülern während der Pausen als Ausweichfläche angeboten. Der Bauzaun wurde nun zurückgebaut – zumindest temporär: Bis zum Ende der Sommerferien stehen somit der Allgemeinheit wieder alle Parkflächen auf dem AGO-Parkplatz zur Verfügung. Danach wird der Bauzaun wieder aufgestellt.

Ende April 2021 begannen am Alten Gymnasium Oldenburg die Arbeiten für ein umfangreiches Erweiterungsprojekt. Geplant ist im hinteren Teil des Schulgeländes ein komplett neues Gebäude, das unter anderem Platz bietet für eine neue Sporthalle und moderne Unterrichtsräume. Die Gesamtkosten für den Erweiterungsbau liegen bei etwa 10,5 Millionen Euro. Frühestens ab August folgen Fassadenarbeiten an Fenstern und Verblendern. Aufgrund der aktuellen Lieferengpässe bei Materialien befindet sich die Stadtverwaltung in einer unsicheren Lage, was den Zeitplan betrifft. Mit ganz viel Optimismus ist eine fertige Übergabe vor dem Start der Sommerferien 2023 möglich. Diese beginnen am 6. Juli 2023.
22.07.2022, 18:19 Uhr
Bilderausstellung „Mein[e] Ge[SICHT]“
Ab 25. Juli im Bürgerbüro Mitte
Ausdrucksvolle Portraits von Oldenburgerinnen und Oldenburgern, die ihre Sichtweisen zu heutigen gesellschaftlichen Herausforderungen zum Ausdruck bringen – Das erwartet Besucherinnen und Besucher bei der Ausstellung „Mein[e] Ge[SICHT]“, die von Montag, 25. Juli, bis Mittwoch, 31. August, im Bürgerbüro Mitte am Pferdemarkt zu sehen ist. 

Das Projekt von Petra Zimmerling und Vanessa Müller portraitiert Gesichter und Sichtweisen von Älteren und Jüngeren: Es geht um Austausch und Kommunikation sowie um Sichtweisen und Erfahrungen der Älteren, von denen jüngere Generationen sich inspirieren lassen und lernen können. Dies ist jedoch keine Einbahnstraße, denn auch die Jüngeren stehen heutzutage mehr denn je bewusster im Leben und können mit ihrer Mentalität und ihrer Rolle als Gestalterinnen und Gestalter der Zukunft viel bewegen, von dem die gesamte Gesellschaft profitieren kann. Die Ausstellung entstand im Rahmen des von der Stadt Oldenburg geförderten Nachbarschaftsprojektes „Lebendige Nachbarschaft im Ziegelhof“ unter der Trägerschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Die Bilderausstellung ist bis zum 31. August kostenfrei zu den Öffnungszeiten des Bürgerbüros Mitte zugänglich: Montag bis Mittwoch von 8 bis 15.30 Uhr, Donnerstag von 8 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr.
08.07.2022, 22:01 Uhr
Leben nach Herzstillstand mit anschließender Reanimation
In der BeKoS gründet sich eine Selbsthilfegruppe für Menschen, die nach einem Herzstillstand reanimiert wurden und danach von den Folgen dieses traumatischen Erlebnisses belastet sind. Für die Gruppe werden noch weitere Betroffene gesucht, die sich über ihre Erfahrungen austauschen möchten.

Weitere Informationen erhalten sie bei der BeKoS unter 0441-884848 oder info@bekos-oldenburg.de.
07.07.2022, 19:06 Uhr
Armut im Alter
Die neue Selbsthilfegruppe trifft sich am 27.7.22 um 16 Uhr im Selbsthilfezentrum, Lindenstraße 12 A. Interessierte Betroffene sind herzlich Willkommen für einen regelmäßigen Austausch zum Thema Armut. 

Weitere Informationen bei BeKoS, 0441 884848 oder info@bekos-oldenburg.de.
05.07.2022, 22:22 Uhr
Präsentation der Einsendungen zum Jugendkunstwettbewerb „How are you?“
Ab 9. Juli 2022 im Schloss
Die FSJlerinnen des Landesmuseums und der Oldenburgischen Landschaft haben mit dem Kunstwettbewerb How are you? Heranwachsende dazu eingeladen, ihre Erfahrungen während der Pandemie künstlerisch zu verarbeiten. Die Einsendungen des Wettbewerbs werden vom 9. bis 31. Juli 2022 im Schloss ausgestellt. Der Eintritt zur Präsentation ist kostenfrei.

Ob Abschlussball, Geburtstagsfeier oder Clubbesuch: Während der Coronapandemie sind insbesondere für Jugendliche viele gemeinschaftliche Veranstaltungen ausgefallen. Mit dem Jugendkunstwettbewerb How are you?  fragten das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg und die Oldenburgische Landschaft, wie Corona das Leben der Heranwachsenden verändert hat. Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb von Aurélie Krüger und Rahel Schmöger, die momentan ihr FSJ Kultur an den beiden Institutionen absolvieren.

Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren waren dazu aufgefordert, ihre Eindrücke und Emotionen der letzten zwei Jahre Pandemie künstlerisch zu verarbeiten. Eingereicht wurde eine Vielzahl an Werken – von Gemälden über Zeichnungen bis hin zu Collagen und Digital Art.

Die Jury, bestehend aus Doris Korte (Landesmuseum Oldenburg), Sabrina Kolata (Oldenburgische Landschaft) und Merle Bülter (Oldenburgische Landschaft), wählte die 15-jährige Louisa Rauh zur Gewinnerin des Wettbewerbs. Ihre dreidimensionale Rahmenfotografie überzeugte durch die zeichnerische Gestaltung, mit der sie ihre Gedanken und Gefühle während der Pandemie in Form einer in schwarz-weiß-Tönen gehaltenen, multimaterialen Gestaltung zum Ausdruck brachte. Rauh verhandelt in dem Werk auch den Einfluss digitaler Medien sowie die soziale Isoliertheit. Der Hauptpreis des Wettbewerbs ist mit 200 Euro dotiert.

Der Wettbewerb wurde unterstützt durch die Freiwilligendienste Kultur und Bildung Niedersachsen.
05.07.2022, 22:09 Uhr
Sparda-Bank fördert das Herbartgymnasium mit 5.000 Euro
SpardaSpendenWahl 2022: Filiale Oldenburg gratuliert zum zweiten Platz
Zum zehnten Jubiläum der SpardaSpendenWahl drehte sich alles um das Thema Nachhaltigkeit. Mit großem Erfolg: Insgesamt 444 Schulen aus dem gesamten Geschäftsgebiet der Sparda-Bank West präsentierten unter dem Motto „Heute nachhaltig für morgen handeln“ ihre Ideen und zeigten damit, wie stark sie sich für eine lebenswerte Zukunft engagieren. Das Herbartgymnasium erreichte mit dem Projekt „PV-Anlage für unsere Klimaneutralität“ den 2. Platz in der Kategorie „Große Schulen“ und wurde mit einer Zuwendung in Höhe von 5.000 Euro aus den Reinerträgen des Gewinnsparvereins bei der Sparda-Bank West ausgezeichnet. „Auf dieses Ergebnis sind wir stolz und gratulieren allen beteiligten Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler zu der herausragenden Platzierung herzlich“, erklärt Hermann Kruse, Filialleiter der Sparda-Bank in Oldenburg.

Nun überreichte der Filialleiter einen symbolischen Scheck an Annika Niesen, Schulleiterin des Herbartgymnasiums, Janosch Schierke, Lehrer des Gymnasiums und Projektbeauftragter, Geraldine Dudek und Alph Schnittker vom Förderverein der Schule sowie an drei Schülerinnen. Mit dem Projekt „PV-Anlage für unsere Klimaneutralität“ streben die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums die Installation einer Photovoltaik-Anlage an, mit der die Emissionen der Schule reduziert und kompensiert werden sollen.

Gemeinschaftsprojekt mit vielen Gewinnern
„Ich freue mich sehr, dass wir bei unserem Wettbewerb auch Gewinner aus Oldenburg und Umgebung haben, an die wir einen Teil der insgesamt 400.000 Euro Förderung vergeben können. Und ich möchte mich bei allen teilnehmenden Schulen ganz herzlich für ihr Engagement bedanken“, berichtet Filialleiter Hermann Kruse. Nicht zuletzt weist er darauf hin, dass die SpardaSpendenWahl auch im zehnten Jahr ein großes Gemeinschaftsprojekt gewesen ist. Das lebt nicht nur von den Projekten der Schülerinnen und Schüler, sondern auch von den Menschen, die sie unterstützen: über 460.000 Internetnutzer haben in diesem Jahr teilgenommen; es wurden 673.814 Stimmen abgegeben – und damit die Erfolgsgeschichte des Wettbewerbs fortgeschrieben.

Fortsetzung folgt
Die nächste Gelegenheit auf einen Preis gibt es dann im nächsten Jahr: Denn auch 2023 wird es wieder eine SpardaSpendenWahl geben. „Wir freuen uns, über alle, die mitmachen, ob neu oder zum wiederholten Mal, ob als Teilnehmer oder Unterstützer bei der Abstimmung“, sagt Hermann Kruse. Nähere Informationen zur elften Runde wird es frühzeitig auf der Wettbewerbsseite geben.

Mehr Informationen unter www.spardaspendenwahl.de.
01.07.2022, 18:22 Uhr
Kinderbibliothek startet Bilderbuch-Autokino
Kinder sind auf „Bobby Cars“ zur Lesung unter freiem Himmel eingeladen
Die Kinderbibliothek am PFL, Peterstraße 1, lädt auch in diesem Jahr wieder zu einem ganz besonderen Bilderbuchkino ein. Für Kinder bis 5 Jahre werden im Garten der Kinderbibliothek Bilderbücher auf der großen Leinwand gezeigt und Geschichten vorgelesen. Die kleinen Kinogäste nehmen dabei auf „Bobby Cars“ Platz. Das „Bilderbuch-Autokino“ findet am 7. Juli, 11. Juli und 18. August jeweils um 14 und um 15 Uhr statt.

Interessierte melden sich vor Ort in der Kinderbibliothek am PFL oder telefonisch unter 0441 235-2893. Die Veranstaltung ist kostenlos. Pro Kind soll möglichst nur eine erwachsene Begleitperson teilnehmen. Falls eine Veranstaltung wetterbedingt abgesagt werden muss, werden die Teilnehmenden informiert.
28.06.2022, 17:30 Uhr
Erlebte Geschichten
Das Blauschimmel Atelier sucht ältere Menschen, die Lust haben, von ihrem Leben zu erzählen.

Mit offenen Ohren und viel Wertschätzung möchte das Blauschimmel Atelier ältere Menschen nach ihrem Leben befragen. Durch Fotoalben blätternd werden vergangene Erlebnisse wieder lebendig. Im Anschluss daran wird der ganz persönliche Blickwinkel auf Geschichte gemeinsam künstlerisch gestaltet und präsentiert. Interessierte können sich bei Jörg Scheel unter joerg.scheel@blauschimmel-atelier.de oder 0441-2480999 melden.

„Erlebte Geschichten“ ist Teil des Projekts ÜberLebensKünstler*innen. In dem Projekt widmet sich das Blauschimmel Atelier drei Jahre lang den Geschichten und Lebenserfahrungen von Menschen aus unterschiedlichen Generationen. Mit Hilfe künstlerischer Methoden aus der Malerei, der Fotografie, der materiellen Kultur und der Biographiearbeit werden diese kreativ bearbeitet und in Bildern, Filmen, Plakaten und Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Teilnahme an dem Projekt ist kostenlos. Weitere Informationen gibt es unter www.blauschimmel-atelier.de. Das Projekt wird gefördert von der Aktion Mensch und der OLB-Stiftung.
24.06.2022, 14:18 Uhr
Gemeinsam Trauern
In Oldenburg gründet sich eine neue Selbsthilfegruppe für Frauen und Männer, die einen engen Angehörigen bzw. ein Familienmitglied verloren haben.

In dieser Gruppe wird über unsere Gefühle und Gedanken gesprochen, gespürt, dass niemand alleine ist und alle können Verständnis und Trost erfahren.

Interessierte können sich bei der BeKoS melden: 
Lindenstraße 12a, 26123 Oldenburg
Telefon: 0441 884848
info@bekos-oldenburg.de

Bürozeiten: Di bis Fr: 9 – 12 Uhr + Mo u. Mi: 15 – 19 Uhr
24.06.2022, 14:16 Uhr
62 neue Stellplätze für Fahrräder am Friedensplatz
Nächstes Projekt für sicheres Parken fertiggestellt
Die Umsetzung des städtischen Programms zur Erneuerung bestehender und Schaffung zusätzlicher Radabstellanlagen rund um die Innenstadt kommt voran: Am Friedensplatz wurde jetzt das nächste Projekt fertiggestellt. Dort wurden die bisher vorhandenen fünf Kfz-Parkplätze in Fahrradabstellplätze umgewandelt. Es sind 31 neue Anlehnbügel (29 für normale Fahrräder und zwei für Lastenräder) entstanden. Damit können dort 62 Fahrräder komfortabel parken. Ein bisher an dieser Stelle vorgehaltener Behinderten-Parkplatz wurde in die gegenüber gelegene Marienstraße verlegt.

Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 15.000 Euro. Die zusätzlichen Fahrrad-Abstellmöglichkeiten sollen das vorhandene Angebot auf dem Julius-Mosen-Platz entlasten. Die Schaffung hochwertiger Abstellanlagen zum sicheren Parken soll die Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem Fahrrad verbessern.

Als nächstes Projekt ist die Abstellanlage am Stautor zwischen Staustraße und Staugraben auf der Haarenbrücke an der Reihe: Dort ist voraussichtlich ab November eine Erweiterung um 15 Anlehnbügel vorgesehen.
24.06.2022, 14:12 Uhr
Buchvorstellung: Literatur und Verantwortung im Wilhelm13
Roman Ehrlich mit „Überfahrt“ im Programm des Literaturhauses
40 Tage verbrachte der Schriftsteller Roman Ehrlich auf einem Containerschiff. Aus dieser Erfahrung resultierte sein literarischer Essay „Überfahrt“, den er am Mittwoch, 6. Juli, im Programm des Literaturhauses vorstellt. Dabei spricht er mit dem Literaturwissenschaftler Thomas Boyken darüber, ob Gegenwartsliteratur erhellend für die gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit sein kann. Anders als bisher angekündigt findet die Veranstaltung nicht im Kulturzentrum PFL, sondern im Musik- und Literaturhaus Wilhelm13 statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Karten können per E-Mail unter literaturhaus@stadt-oldenburg.de reserviert werden.

In diesem Sommersemester thematisieren die Germanisten der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg in einer Ringvorlesung die Frage, welche Rolle Literatur in gesellschaftlichen Diskursen spielen kann. Roman Ehrlich ist ein Schriftsteller, in dessen letzten Veröffentlichungen die Folgen des Klimawandels, der Globalisierung und des weltweiten Massentourismus literarisch verhandelt werden. Die in „Überfahrt“ festgehaltene teilnehmende Selbstbeobachtung fragt nicht nach Wetter, Menüfolge und Unterhaltungsprogramm. Roman Ehrlich ist kein Pauschaltourist, der 365 Meter lange Frachtriese gehört keinem Kreuzfahrtunternehmen. Das prägende Erlebnis an Bord ist die Ereignislosigkeit. In der Gleichförmigkeit der Tage kreisen die Gedanken des Schriftstellers um den politischen Kontext des weltweiten Güterverkehrs, den Verlust der Festlandwirklichkeit und die brüchigen Mythologien der Seefahrt.

„Wie hier die Gegensätze von stetiger Bewegung und gleichzeitigem Stillstand, von Erwartung und Wirklichkeit, von Losgelöstheit und Gefangenschaft an Bord gegeneinander aufgerechnet werden, ist schlicht beeindruckend,“ meint Journalist Cornelius Wüllenkemper zu „Überfahrt“ im Deutschlandfunk.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Institut für Germanistik der Carl von Ossietzky Universität.
23.06.2022, 15:10 Uhr
Buchmalerei von Albrecht Dürer entdeckt
Spektakulärer Fundin der Landesbibliothek Oldenburg
Die fantasievolle, farbige Miniatur mit zwei Putten auf delfinartigen Meerestieren und einem Wappen in der Mitte ist nur knapp 16 cm breit und 6,5 cm hoch – und doch eine Entdeckung von außergewöhnlicher Größenordnung. Das Kunstwerk stammt von keinem Geringeren als dem bedeutendsten deutschen Künstler der Hochrenaissance: Albrecht Dürer. Ein spektakulärer Fund, der über 230 Jahre unerkannt im Bestand der Landesbibliothek Oldenburg schlummerte. Die Miniatur ziert die erste Seite eines griechischen Textes, der 1502 von Aldus Manutius (1449-1515) in Venedig gedruckt wurde. Im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Aldinen-Sammlung der Landesbibliothek Oldenburg konnte das Buch jetzt anhand des Wappens der Büchersammlung des berühmten Nürnberger Humanisten Willibald Pirckheimer (1470-1530) zugeordnet werden. Mehr noch: Es gelang, den Oldenburger Band zweifelsfrei als eines von 14 kostbaren Büchern zu identifizieren, die 1634 von den Erben Pirckheimers an einen holländischen Sammler verkauft wurden. Der Preis war hoch, denn alle diese Bücher enthielten auf der Titelseite eine eigenhändige Buchmalerei von Albrecht Dürer (1471-1528). Nur sechs waren bisher bekannt. Die Oldenburger Buchmalerei ist in der historischen Quelle von 1634 exakt beschrieben und damit die siebte Dürer-Miniatur aus dieser Reihe, die wiederentdeckt wurde. Auch über die Geschichte des Buches nach 1634 gibt es Erkenntnisse der beteiligten Wissenschaftler Sven Behnke M.A., Dr. Matthias Bley, Dr. Matthias Bollmeyer und Prof. Dr. Detlef Haberland.

Die Dürer-Miniatur und weitere Forschungsergebnisse wurden heute vom niedersächsischen Wissenschaftsminister Minister Björn Thümler und von Projektleiter Prof. Dr. Detlef Haberland der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Buch mit der Dürer-Miniatur ist noch bis zum 16. Juli in der Landesbibliothek Oldenburg zu sehen.

 

„Der sensationelle Fund der Dürer-Miniatur in der Landesbibliothek Oldenburg beweist, dass wir in Niedersachsen außerordentlich hochkarätige Sammlungen beherbergen und zeigt, welche unentdeckten Schätze in unseren Bibliotheken schlummern. Hier liegt noch viel Potenzial beispielsweise für Forschungskooperationen von Bibliotheken und Hochschulen“, so Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Mit dem Programm Pro*Niedersachsen – Kulturelles Erbe – Sammlungen und Objekte fördert das Land gezielt die Erforschung der Kulturschätze Niedersachsens. Das Aldinen-Projekt belegt anschaulich, dass wir mit dem Forschungsprogramm auf dem richtigen Weg sind und neue Impulse geben, um unsere kulturellen Überlieferungen in Niedersachsen zu erschließen, zu erforschen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“

Im Rahmen des Pro*Niedersachsen-Projekts »Antiken-Rezeption und späthumanistisch aufgeklärte Kennerschaft: Georg Friedrich Brandes als Sammler von Drucken der Offizin des Venezianers Aldus Manutius« werden seit Oktober 2020 erstmals sämtliche 263 Aldinen der Landesbibliothek Oldenburg systematisch erschlossen und wissenschaftlich beschrieben. Die meisten von ihnen stammen aus der Büchersammlung des hannoverschen Beamten Georg Friedrich Brandes (1719 – 1791), die Herzog Peter Friedrich Ludwig 1790 für Oldenburg ankaufte. „Aldus Manutius war hochgebildet und führte in seinem Verlag humanistische Gelehrsamkeit und Innovation mit handwerklichen und ästhetischen Spitzenleistungen zusammen. Daher wurden seine Drucke schon von Zeitgenossen aus wissenschaftlichen und bibliophilen Interessen sehr geschätzt“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Detlef Haberland. „Da sich Pirckheimer zwischen 1502 und 1505 der Übersetzung einer Reihe von griechischen Texten ins Lateinische widmete, hat er vermutlich in dieser Zeit auch den griechischen Druck aus der Offizin von Aldus Manutius erworben“, so Haberland.

Die Miniatur kann erst nach 1504, dem Todesjahr von Pirckheimers Ehefrau, in das Buch gemalt worden sein, weil ihr Wappen dort fehlt. Dass die Buchmalerei tatsächlich eigenhändig von Dürer ausgeführt wurde, sei aufgrund seiner persönlichen Freundschaft mit Pirckheimer, der glaubwürdigen historischen Quelle und der bisherigen Forschungen zu den Miniaturen in den Büchern der Pirckheimer-Sammlung sehr wahrscheinlich. Eine vergleichende kunsthistorische Untersuchung stehe aber noch aus, wie Sven Behnke M.A. und Dr. Matthias Bollmeyer betonen.

 

Das Schicksal der Oldenburger Dürer-Aldine nach dem Verkauf aus der Pirckheimerschen Sammlung 1634 ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht lückenlos erforscht. In der Mitte des 18. Jahrhunderts befand sie sich nach Recherchen von Dr. Matthias Bley in der Bibliothek von Hieronymus de Wilhem, einem Geistlichen aus einer sehr wohlhabenden Amsterdamer Kaufmannsfamilie, und erhielt wohl in seinem Auftrag zwischen 1747 und 1752 in der Leidener Necklace-Bindery einen prächtigen Einband aus rotem Maroquinleder mit Goldprägungen. 1769 ersteigerte Georg Friedrich Brandes den Band auf einer großen Buchauktion in Den Haag für 9 Gulden und 10 Stuiver. Zusammen mit seiner gesamten Bibliothek kam das Buch dann nach seinem Tod 1791 nach Oldenburg und wurde Teil der 1792 eröffneten Herzoglichen öffentlichen Bibliothek, der heutigen Landesbibliothek. Dort blieb die besondere Herkunft bis 2021 unerkannt. Bereits vor der Mitte des 18. Jahrhunderts waren das Wissen über Albrecht Dürer als Künstler der Miniatur und über die Zugehörigkeit zur Bibliothek von Willibald Pirckheimer verloren gegangen.

Öffentlich zu sehen ist die Dürer-Miniatur im Rahmen der Ausstellung:
Buchschätze der venezianischen Renaissance aus der Offizin des Aldus Manutius 
Kabinettausstellung, 22.06. – 16.07.2022  und 15.09. – 15.10.2022, Landesbibliothek Oldenburg 
21.06.2022, 18:03 Uhr
Digitaltag 2022: Technik und Digitales zum Ausprobieren
Von nützlichen Apps bis zum 3D-Drucker: Stadtbibliothek mit umfangreichem Programm
Die Digitalisierung verändert den Alltag und das Berufsleben zunehmend, und in den vergangenen Jahren machte die digitale Entwicklung rasante Fortschritte. Um über die vielseitigen Aspekte digitaler Medien und Technik zu informieren, wurde der bundesweite Digitaltag ins Leben gerufen, der am 24. Juni stattfindet. Zu diesem Anlass lädt die Stadtbibliothek im PFL, Peterstraße 3, am kommenden Freitag von 15 bis 18 Uhr zum Ausprobieren aktueller Technik und digitaler Medien ein.

An verschiedenen Stationen können Interessierte die vielfältige Technik- und Medienwelt entdecken: Von der Videospielkonsole mit Bewegungssteuerung, einem Greenscreen für erstaunliche Fotos, iPads mit nützlichen Apps für den Alltag und einem 3D-Drucker bis hin zu Virtual Reality-Brillen, die in andere Welten versetzen können – es wird ein breites und einsteigerfreundliches Programm geboten. Zusätzlich stehen an allen Stationen Ansprechpersonen zur Verfügung, damit keine Berührungsängste aufkommen und Fragen gestellt werden können.

Weitere Informationen sind unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de zu finden.
17.06.2022, 20:16 Uhr
In die Tiefe gehen mit „Janssen Spezial“
Neue Reihe im Horst-Janssen-Museum nimmt einzelne Janssen-Facetten in den Fokus
Das Horst-Janssen-Museum hat mit „Janssen Spezial“ ein neues Format in sein Programm aufgenommen, in dem sich Interessierte vertieft mit einzelnen Facetten Janssens beschäftigen können. In Horst Janssens Werk finden sich die Hauptthemen der Kunstgeschichte: von Landschaften, Porträts und Selbstporträts über Zeichnungen und Drucke, Realistisches und Neuzusammengesetztes, Auseinandersetzungen mit künstlerischen Vorbildern bis hin zu literarischen und wissenschaftlichen Texten. In „Janssen Spezial“ können die Teilnehmenden jeweils für 90 Minuten in ein spezielles Thema eintauchen und es im Anschluss in lockerer Runde bei einem Getränk diskutieren. Geleitet wird das Format von der Kunstvermittlerin Geraldine Dudek, die sowohl Einblicke in die aktuellen Ausstellungen gewährt als auch literarische Vorlagen rezitiert.

Der erste Termin von „Janssen Spezial“ findet am Freitag, 24. Juni, von 17 bis 19 Uhr statt. Im Mittelpunkt steht der Radierzyklus „Hannos Tod“ und die Frage: Was hat Horst Janssen mit Thomas Mann zu tun?  Ausgehend von Manns „Buddenbrooks“ schuf Janssen 1972 Selbstporträts, die in 23 Varianten eine Metamorphose erfahren. Wer teilnehmen möchte, kann sich bis zum 22. Juni per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-2887 anmelden. Die Teilnahme kostet 8 Euro.

Weitere Termine von „Janssen Spezial“
Am Freitag, 1. Juli, 17 bis 19 Uhr wird unter der Fragestellung „Wie viele Gesichter hat Horst Janssen?“ auf seine Selbstbildnisse eingegangen. Anmeldung bis zum 29. Juni.

Und am Freitag, 15. Juli, 17 bis 19 Uhr geht es um Janssens Verhältnis zu Verfall und Tod und seine daraus resultierenden Stillleben. Anmeldung bis zum 13. Juli.
14.06.2022, 11:37 Uhr
Fällung einer Blutbuche wegen Schadpilzbefall
Pflanzung eines neuen Baumes nach dem Verlust des Naturdenkmals bereits in Planung
Eine als Naturdenkmal geschützte Blutbuche auf einem Grundstück in der Nordstraße an der Ecke zur Uferstraße wird voraussichtlich am Donnerstag, 16. Juni, durch eine Baumpflegefachfirma gefällt. Die circa 150 bis 180 Jahre alte Blutbuche ist abgestorben, nachdem sie nach einem schwachen Blattaustrieb durch den Riesenporling befallen worden war, ein holzzersetzender Schadpilz. Die Eigentümerin des Grundstücks wird in der kommen Pflanzzeit einen größeren Baum auf dem Grundstück nachpflanzen lassen. Der genaue Standort steht noch nicht fest.

Der Riesenporling (Meripilus gigantus) ist ein typischer Pilz an der Buche. Zum Wirtsspektrum gehören auch Rosskastanie oder Eiche. Die wulstigen Pilzfruchtkörper, die von Juli bis November an den Wurzelanläufen, aber auch weiter weg vom Stamm vorkommen, fallen nach wenigen Wochen zu einer matschigen schwarzen Masse zusammen. Der sogenannte Schwächeparasit besiedelt den Baum über verletzte oder abgestorbene Wurzeln. Der Pilz wird aber nicht allein nicht die Ursache für das Absterben der Blutbuche sein, vermutlich haben auch die letzten, sehr trockenen Sommer zur Schwächung des Baumes beigetragen.
03.06.2022, 18:55 Uhr
Neues Digitalisierungszentrum und Erweiterungsbau
Wissenschaftsminister Thümler setzt Meilensteine für den Ausbau der Landesbibliothek Oldenburg
Am 2. Juni 2022 eröffnete Wissenschaftsminister Björn Thümler das neue Digitalisierungszentrum der Landesbibliothek Oldenburg. Um für die Digitalisierung Räume zu schaffen, war die Dachterrasse auf dem jetzigen Magazingebäude in den letzten Monaten überbaut worden. Zudem erhält die Bibliothek vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur einen neuen Scanner für die Zeitungsdigitalisierung. Das Digitalisierungszentrum ist gleichzeitig der erste Meilenstein für den weiteren Ausbau der Landesbibliothek Oldenburg in den kommenden Jahren. Das Land will bis 2027 für einen großen Erweiterungsbau rund 21 Mio. Euro investieren, denn es fehlen der Landesbibliothek dringend Flächen für Büchermagazine und Werkstätten. Im Neubau soll auch der wertvolle Altbestand besser untergebracht und gesichert werden. Im Rahmen der Pressekonferenz informierten Minister Björn Thümler, Bibliotheksleiterin Corinna Roeder und Florian Steinhoff vom Staatlichen Baumanagement Region Nord-West über die Hintergründe und den aktuellen Stand der Vorbereitungen für den Erweiterungsbau.

Digitalisierung des schriftlichen Kulturguts auf der einen Seite, Restaurierung und Archivierung der handschriftlichen und gedruckten Bücher im Original auf der anderen Seite – dies sind heute zentrale Aufgaben der niedersächsischen Landesbibliotheken. „Für die Erfüllung dieser wichtigen Aufgaben und die strategische Verzahnung von Digitalisierung, Archivierung und Bestandserhaltung benötigt die Landesbibliothek Oldenburg eine zukunftsfähige räumliche und technische Infrastruktur“, so Minister Thümler. „Das neue Digitalisierungszentrum ist dabei ein wichtiger Baustein für die geplante Erweiterung der Landesbibliothek.“

„Mit den neuen Räumen und dem Hochleistungsscanner für die Zeitungsdigitalisierung bekommt die Landesbibliothek Rückenwind für die Fortsetzung ihrer erfolgreichen Digitalisierungsstrategie und gute Chancen, um neue Drittmittelprojekte einzuwerben“, freute sich Direktorin Corinna Roeder. Durch den Dachausbau würden zudem Räume im Bestandsgebäude frei, die für eine Übergangsphase als zusätzliche Magazinflächen genutzt werden könnten, erläuterte Roeder. 

„Im Material der Fassade und bei den Fenstern haben wir Elemente des Bestandsgebäudes aufgegriffen und zeitgemäß interpretiert“, erläutert Gerke Locher von BraunLocher Architekten die äußere Gestaltung des Dachausbaus. Im Inneren stehe die Funktionalität im Vordergrund. Dabei sei auch bereits der künftige Anschluss des Digitalisierungszentrums an den geplanten Neubau vorgesehen worden, so Locher.

Bis zum Jahr 2027 wird auf dem Gelände hinter der Landesbibliothek, direkt im Anschluss an das bestehende Magazin ein zweites großes Büchermagazin mit Werkstätten für die Bestandserhaltung fertiggestellt werden. Der Niedersächsische Landtag hat diese große Baumaßnahme auf Antrag des MWK in den Haushalt 2022/2023 eingestellt und in die mittelfristige Finanzplanung des Landes aufgenommen. Der Erweiterungsbau wird nach dem Ergebnis der baufachlichen Beratung durch das Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL) eine Nettonutzfläche von rund 2.200 m² aufweisen (ca. 3.000 m² Grundfläche insgesamt) und etwa 21 Mio. Euro kosten. Die Vorbereitungen für den Erweiterungsbau sind beim Staatlichen Baumanagement Region Nord-West bereits in vollem Gange. „Die ersten Projektphasen sind sehr zügig umgesetzt worden“, berichtete Florina Steinhoff (stellv. Regionsleitung des SB RNW). „Derzeit läuft das Vergabeverfahren für Architekten und Fachplaner, das in diesem Sommer abgeschlossen sein soll. Ziel ist es, die Haushaltsunterlage-Bau bis Ende 2023 fertig zu stellen und noch 2024 mit den Bauarbeiten zu beginnen“, so Steinhoff.   

„Der Erweiterungsbau ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Landesbibliothek“, betonte Roeder. „Wir sind Herrn Minister Thümler und allen, die sich dafür engagiert haben, zutiefst dankbar!“ Die Landesbibliothek kämpft bereits seit Jahren für einen Erweiterungsbau, denn die letzten Raumreserven sind fast erschöpft. Das Bibliotheksgebäude am Pferdemarkt, das 1987 umgebaut und für 570.000 Bände ausgelegt wurde, beherbergt aktuell schon über 740.000 gedruckte Medien. In einem Außenmagazin sind weitere 78.000 Bände untergebracht. Durch den jährlichen Zugang an neuer Literatur fehlen bis 2047 Magazinflächen für 335.000 Bände. Die im Keller liegende Buchbinderei verfügt über keine ausreichenden Räumlichkeiten. Bis Mai 2022 war auch die Digitalisierungswerksatt provisorisch in der ehemaligen Hausmeisterwohnung untergebracht.

In dem neuen Magazinbau kann der wertvolle Altbestand der Landesbibliothek (rund 142.000 Bände) erstmals klimatisiert und unter modernen Brandschutzbedingungen untergebracht werden. Zukünftig erhält die Landesbibliothek neben der Buchbinderei auch Räume für eine Restaurierungswerksatt. Der Neubau bietet außerdem Platz für die Archivierung des Neuzugangs an Büchern für die nächsten drei Jahrzehnte. Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus können das Außenmagazin aufgelöst und die Kosten für Miete und Bewirtschaftung eingespart werden.

Hintergrund:
Die Landesbibliothek Oldenburg versorgt als wissenschaftliche Gebrauchsbibliothek in Kooperation mit den Oldenburger Hochschulbibliotheken die Bevölkerung der Region mit aktueller wissenschaftlicher Literatur in digitaler und gedruckter Form. Als Regionalbibliothek sammelt, erschließt und archiviert sie das Schrifttum über Nordwestniedersachsen. Außerdem erhält, erforscht und digitalisiert die Landesbibliothek Oldenburg ihre umfangreichen historischen Buchbestände, Handschriften und Sondersammlungen. Sie ist die viertgrößte Altbestandbibliothek in Niedersachsen. Aktuell verfügt die Landesbibliothek Oldenburg insgesamt über einen Bestand von 958.000 Medien, davon über 818.000 Druckschriften. Im Jahr 2021 wurden 409.000 Ausleihvorgänge registriert.

Bereits seit 2009 hat die Landesbibliothek Oldenburg mit Unterstützung des MWK schrittweise eine technische Infrastruktur für die Digitalisierung von schriftlichem Kulturgut wie Handschriften, alten Büchern, historischen Karten, Zeitschriften und Zeitungen aufgebaut. Mittlerweile sind in den Digitalen Sammlungen der Landesbibliothek unter der Adresse https://digital.lb-oldenburg.de über 1 Mio. digitalisierte Seiten kostenlos weltweit zugänglich.
03.06.2022, 18:19 Uhr
Norm_mal_anders – ferPekte_morFen
Jugendtheater Rollentausch & Ensembles des Blauschimmel Atelier Oldenburg
Eigentlich ganz normal – nur halt anders! Doch wie geht das, anders? Und was ist schon normal? Damit hat sich das Jugendtheater Rollentausch gemeinsam mit dem BlueScreen Ensemble und dem Performance Ensemble des Blauschimmel Ateliers in diesem Jahr beschäftigt. Drei ganz unterschiedliche Gruppen, jugendliche und erwachsene Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen, aus sehr unterschiedlichen sozialen Lebensbedingungen eine Kooperation, die mit künstlerischen Mitteln Begegnung und Zusammenarbeit über alle Grenzen hinweg ermöglicht. Mit theatralen, tänzerischen und musikalischen Mitteln wurden zahlreiche eigene Erfahrungen und Blickwinkel der 15 jungen und 15 erwachsenen Menschen bearbeitet und zu einem Bühnenstück mit emotional berührenden Texten, dynamischen Bewegungs-Choreographien und schrägen experimentellen Klängen verwoben.

Der rote Faden des Stücks ist die Auseinandersetzung mit dem Thema „Form“. Doch was ist die Form dieses Stücks? Was ist die Form von Theaterstücken, von gängigen Musik- oder Tanzdarbietungen? Mit ihren Texten, Bewegungs- und Musikperformances hinterfragen die Teilnehmer*innen Normen und Vorstellungen, die unseren Alltag, unsere Wahrnehmung und unser Verhalten beeinflussen und bestimmen. Aber was ist denn eigentlich „normal“? Wann gehört etwas oder jemand dazu? Wann nicht? Welches Bild wird mir vermittelt in der Werbung, den sozialen Medien, auf der Bühne oder im Film vom perfekten Körper, der richtigen Form, dem idealen Aussehen? Wie soll sich Musik anhören, wie Tanz aussehen? Und was ist, wenn alles anders ist?

Mit diesen Fragen beschäftigen sich die jugendlichen und erwachsenen Teilnehmer*innen der gemeinsamen Produktion des Jugendtheaters Rollentausch und zwei Gruppen des Blauschimmel Ateliers. Im Blauschimmel Atelier wurde eigens für dieses Projekt eine neue inklusive Performance-Gruppe ins Leben gerufen, die sich seit November 2021 mit tänzerischen performativen Mitteln mit dem Thema „Anders-Sein“ beschäftigt. Eine Gruppe Musiker*innen des experimentellen BlueScreen Ensemble trifft sich seit Ende letzten Jahres zu regelmäßigen Proben und Workshops. Das Jugendtheater Rollentausch hat gemeinsam mit der Theater AG der IGS Kreyenbrück innerhalb der Freizeitstätte Kreyenbrück bereits nach den Sommerferien 2021 damit begonnen, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, und das Theaterstück, die Texte und die Dramaturgie zu entwickeln. Seit Ende letzten Jahres gab es mehrere gemeinsame Treffen aller Gruppen, um die entstandenen Ideen auszuprobieren, zusammenzusetzen und daraus eine gemeinsame Bühnenpräsentation zu entwickeln.

Die Idee zu dieser außergewöhnlichen Zusammenarbeit entstand im letzten Jahr bei der Zusammenarbeit im „Freischütz“ – Projekt, einer Stadtteiloper in Kooperation von Jugendkulturarbeit mit dem Staatsorchester Oldenburg, bei der auch das BlueScreen Ensemble mitgewirkt hat.

Entstanden ist ein spannender, gesellschaftskritischer Mix aus Tanz, Theater und Musik – mit neuen Perspektiven, der am 12. (Premiere um 19.30 Uhr) und 13. Juni (Schulauftritte) 2022 in der Klävemannhalle und am 7.7.22 (18.00 Uhr) im Rahmen der Jugendtheatertage in der Exerzierhalle zu sehen sein wird.

Förderungen:
Das Projekt des Jugendtheaters Rollentausch wird von der Aktion Mensch gefördert. Die beiden
Gruppen des Blauschimmel Ateliers vom Landesverband Soziokultur aus Mitteln des Landes Niedersachsen, der EWE-Stiftung, der Stadt Oldenburg aus dem Fonds für innovative Kulturprojekte Machwerk

Aufführungen:
Die Premiere findet am 12. Juni 2022 um 19:30 Uhr in der Klävemannhalle (Theater Wrede+)
statt, am Montag den 13.6. finden um 9.15 und 11.45 jeweils Schulauftritte statt.

Eine weitere Abendvorstellung findet im Rahmen der Jugendtheatertage in der Exerzierhalle am Donnerstag, den 7.7. um 18:00h statt.

Karten können unter 0441 39010750 oder
mailto: ticket@jugendkulturarbeit.eu vorbestellt werden.

Für den Auftritt in der Exerzierhalle unter www.staatstheater.de
31.05.2022, 17:01 Uhr
Drei neue Medienkunst-Stipendiaten am Edith-Russ-Haus
Lucy Beech, Silvia Martes und James Newitt erhalten jeweils 12.500 Euro
Ermöglicht durch die Stiftung Niedersachsen vergibt das Edith-Russ-Haus für Medienkunst im Jahr 2022 wieder drei Stipendien zur Förderung künstlerischer Arbeiten im Bereich der Medienkunst, die mit jeweils 12.500 Euro dotiert sind. Diese gehen an: Lucy Beech für ihre Arbeit „Body of Waste“, Silvia Martes für ihr Projekt „heru ku heru (iron upon iron)“ und James Newitt für sein Werk „Haven“. Insgesamt hatten sich 252 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt für die drei Produktions- und Aufenthaltsstipendien beworben.

Die Qualität der Bewerbungen war durchgängig hoch; dies betraf ebenso die Projektideen wie die beschreibenden Texte und Portfolios. Das Auswahlverfahren war entsprechend anspruchsvoll, und die Einreichungen lösten angeregte Diskussionen aus. Mitglieder der Jury waren Sofía Hernández Chong Cuy, Direktorin des Kunstinstituut Melly in Rotterdam, die Kunsthistorikerin Lívia Páldi, Kuratorin am Kiscelli Museum in Budapest, sowie Edit Molnár und Marcel Schwierin, die das Edith-Russ-Haus gemeinsam leiten.

Zu ihrer diesjährigen Entscheidung sagt die Jury: „Der Auswahlprozess war schwierig, weil es viele starke Projektvorschläge gab. Unsere Entscheidung fiel auf drei Künstlerinnen und Künstler, deren Praxis auf Recherchen beruht – und die offenbar nicht zögern, persönliche Geschichten mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und spekulativen Untersuchungen zu verbinden. Wir waren sehr beeindruckt, mit welcher Leichtigkeit sich ihre Arbeiten ebenso auf dem Gebiet des Realismus wie im Bereich des Imaginären bewegen.“
 

Über die Projekte:
Der Projektvorschlag der britischen Künstlerin Lucy Beech umfasst einen Film, eine Veranstaltungsreihe und eine Publikation, die sich mit den Themen Müll und Verschwendung, aber auch mit Wiederverwertung und Recycling auseinandersetzen. In ihrer einzigartigen Herangehensweise an diese Thematik verbindet Lucy Beech feministischen Materialismus mit queerer Lyrik und Psychoanalyse.

Die niederländische Künstlerin Silvia Martes hat die Produktion einer Videoarbeit vorgeschlagen, in der sich Fakten und Fiktion, aktuelle Erfahrungen und deren Bezug zu ihrer Familiengeschichte in Curaçao miteinander verbinden. Sie will „außergewöhnliche Geschichten erzählen, die auf den nichtfiktionalen Erinnerungen der Nachkommen von Versklavten beruhen. Denn wir leben heute den Traum, den sie einmal hatten.“

James Newitt, der ursprünglich aus Tasmanien kommt, schlägt vor, eine neue Mehrkanal-Sound-und-Videoinstallation weiterzuentwickeln, die sich mit dem angeblich ersten Datenhafen der Welt beschäftigt: Er schreibt: „Dieser Raum, der von einer geschlossenen, isolierten Geräteeinheit überwacht wird, dient der Souveränität und Datenautonomie.“
27.05.2022, 19:09 Uhr
„Level up!“ in der Stadtbibliothek Oldenburg
Gaming-Angebot für Jugendliche an jedem ersten Freitag des Monats
Für alle Fans von Videospielen ab zwölf Jahren bietet die Stadtbibliothek im PFL, Peterstraße 3, jetzt wieder regelmäßig den kostenlosen Gaming-Treff an. Jeweils am ersten Freitag des Monats von 16 bis 18 Uhr wird zum gemeinsamen Spielen eingeladen. Gestartet wird am Freitag, 3. Juni, weitere Termine folgen am 1. Juli und am 5. August. Dann können alle spielebegeisterten Jugendlichen an den Gaming-Stationen mit Nintendo Switch, Wii U oder PlayStation 4 und 5 inklusive VR-Brille gemeinsam oder gegeneinander spielen und über alle Themen der Videospielwelt reden.

Aufgrund der begrenzten Teilnahmeplätze ist eine Anmeldung per Telefon unter 0441 235-3021 erforderlich. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Weitere Informationen gibt es unter www.stadtbibliothek-oldenburg.de.
27.05.2022, 19:01 Uhr
Selbsthilfegruppe „Armut im Alter“
In Oldenburg versucht eine Betroffene, eine Selbsthilfegruppe für Menschen die z.B. durch chronische Erkrankung, Teilzeitarbeit, Pflege von Angehörigen oder Scheidung im Alter von Armut betroffen sind, zu gründen. Dafür werden noch interessierte Betroffene gesucht. 

In der Gruppe soll ein vertrauter Kontakt aufgebaut werden, so dass die Teilnehmenden einander stärken können, wenn es mal wieder beschwerlich wird.

Die Gruppentreffen sind 2 x monatlich geplant.
Wer sich angesprochen fühlt, kann über die BeKoS Kontakt aufnehmen:  
Telefon: 0441 - 88 48 48, E-Mail: info@bekos-oldenburg.de  
20.05.2022, 15:12 Uhr
Mobil und drehbar
Cadillac erhält Bühnenpodest-Unikat für zwei Schlagzeuge
Rico Heinemann und seine Frau Mechthild sind seit Jahrzehnten Stammgäste des Oldenburger Zentrums für Jugendkultur Cadillac. Seit einigen Jahren veranstalten beide gemeinsam mit dem Cadillac die bereits traditionelle Hard-Rock-Nacht im Cadillac. Was Heinemann dabei immer wieder aufgefallen ist: die nicht unerhebliche Umbauzeit der beiden Schlagzeuge. Und so kam er auf die Idee, dass dies doch ein Problem ist, welches er mit seiner Firma „Heineman(n)ufakur“ aus der Welt schaffen könnte.

Kurzum sprach er das Team des Cadillacs an und stieß hier auf neugierige und offene Ohren. Ein paar Gespräche und Messungen später machte er sich in seiner Firma in Elsfleth daran, ein neues Bühnenpodest, einen so genannten Drum-Riser, zu bauen. Auf dieses handgefertigte Unikat passen nun gleichzeitig zwei Schlagzeuge, zudem ist es drehbar und lässt sich in mehrere Unikate aufteilen.

Nun wurde es an den Cadillac Förderverein geliefert. Das gesamte Team des Fördervereins und des Cadillacs freut sich über diese einzigartige und nicht nur kreative, sondern vor allem auch problemlösende Spende.

Den ersten Einsatz hat der neue Drum-Riser am Freitag, 27. Mai, beim Hard-Rock-Nacht-Konzert mit „Black/Rosie“ und „Just Priest“, das wegen der Corona-Pandemie immer wieder verschoben werden musste.

Weitere Informationen zu anstehenden Konzerten und Tickets gibt es unter www.oldenburg.de/cadillac.
20.05.2022, 09:37 Uhr
E-Autos: Innenstadtring künftig „unter Strom“
27 neue öffentliche Ladepunkte an acht Standorten – Auch Carsharing wird elektrisch
Die Stadt beschleunigt den Ausbau des Ladenetzes für Elektroautos: Zusammen mit Ladeinfrastrukturbetreibern schafft die Stadtverwaltung öffentliche E-Ladepunkte rund um die Innenstadt und elektrifiziert das Carsharing. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann eröffnete am Mittwoch, 18. Mai, die ersten beiden neuen Ladepunkte am Pferdemarkt und stellte das für die nächsten Wochen geplante Ausbauprogramm vor, das insgesamt 27 öffentliche Ladepunkte an acht Standorten umfasst. Beteiligt sind die Ladepunktbetreiber EWE Go GmbH und Olegeno eG sowie die beiden Carsharing-Anbieter cambio Oldenburg und Braasch – all to drive GmbH, die sieben der acht Stationen mit ihren E-Carsharing-Fahrzeugen bestücken werden. Im Zuge eines Pilotvorhabens wurde für die Beschaffung neuer Elektrofahrzeuge fürs Carsharing ein Zuschuss in Höhe von insgesamt 92.000 Euro bewilligt. Zudem trägt die Stadt die Kosten für die Ladeinfrastruktur der E-Carsharing-Stellplätze (circa 90.000 Euro).

Das sagt die Stadt:
„Mit den insgesamt 27 neuen, kurzfristig realisierten öffentlichen Ladepunkten schafft die Stadt gerade für auswärtige Besucherinnen und Besucher während ihrer Verweildauer in der Innenstadt eine gute Möglichkeit zum Aufladen ihrer privaten Fahrzeuge. Damit leisten wir einen Beitrag, damit die Innenstadt auch in Zukunft attraktiv bleibt. Zudem ist dies ein weiterer Schritt, um den Verkehr auf das beschlossene Klimaschutzziel auszurichten“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Bei diesem Ausbauprogramm arbeiten alle Akteure gemeinsam und pragmatisch im Sinne einer zukunftsorientierten Mobilität mit der Stadt zusammen und ermöglichen eine rasche Umsetzung“, freut sich der Leiter des Amtes für Klimaschutz und Mobilität, Dr. Norbert Korallus. 

Das sagt EWE Go:
EWE Go betreibt unter anderem die neu geschaffenen Ladeeinrichtungen am Pferdemarkt. EWE GO-Geschäftsführer Ilker Akkaya sagt dazu: „Wir erweitern das Ladenetz täglich, deutschlandweit, und freuen uns, insbesondere in unserem Heimathafen und gemeinsam mit der Stadt Oldenburg für die notwendige Ladeinfrastruktur zu sorgen. Laden dort, wo Bedarf besteht, ist stets gesetzter Fokus.“

Das sagt Olegeno:
Das gemeinsame Ansinnen, etwas Neues für Oldenburg zu schaffen, sieht Sönke Burkert von der Oldenburger Energiegenossenschaft Olegeno mit Stolz: „Es ist uns als Oldenburger Energie-Genossenschaft ein Herzensanliegen, unsere Stadt an das genossenschaftliche Bürger-Ladenetz anzuschließen und damit einen spürbaren Schritt in Richtung Freiheit von fossilen Kraftstoffen zu ermöglichen. Es freut uns dabei besonders, Leuchttürme für die Carsharing-Idee bauen zu dürfen."

Das sagt cambio:
Klaus Göckler, Geschäftsführer des in Oldenburg größten Carsharing-Anbieters, Stadtteilauto Oldenburg cambio GmbH, betont: „Ein cambio-Auto ersetzt im Schnitt zwölf private Pkw. Rein rechnerisch entlastet cambio also Oldenburg bereits heute um rund 800 Fahrzeuge. Das sind etwa fünf Kilometer straßenbegleitendes Parken oder mehr als alle Parkplätze am Pferdemarkt und an der 91er Straße zusammen. Mit der nun initiierten Umstellung auf Elektrofahrzeuge setzen wir zudem unsere Ziele im Rahmen der Zertifizierung mit dem Umweltzeichen ,Blauer Engel‘ konsequent fort.“

Das sagt Braasch – all to drive:
Dass die Verkehrswende auch von Oldenburger Unternehmen gelebt wird, zeigt das Engagement des vierten und neuesten Carsharing-Anbieters: Die Braasch – all to drive GmbH erweitert mit gleich neun vollelektrischen Fahrzeugen, verteilt an fünf Stationen, das Angebot. Vorab werden zwei weitere batterieelektrische Pkw am Standort in der Bremer Heerstraße 1 zur Kurzzeitmiete bereitgestellt. Die Fahrzeugbuchung läuft in Kooperation mit EWE GO GmbH und deren Smartphone-Applikation. Geschäftsführer Bernd Weber sagt: „Als Oldenburger Mobilitätsunternehmen ist es für uns eine große Freude, die geteilte Mobilität unserer Stadt attraktiver und nachhaltiger zu gestalten. Wir freuen uns, gleich mehrere Carsharing-Stationen im städtischen Raum auszustatten und die urbane Mobilität in Oldenburg mitzugestalten.“

Mobilitätsstationen
Ein vielversprechender Ansatz zum Erreichen von CO2-Minderungszielen im Oldenburger Verkehrssektor ist die Verknüpfung zwischen klimaschonenden Fahrzeugantrieb mit dem sparsamen Einsatz von Ressourcen und Verkehrsflächen, bedingt durch das Teilen von Fahrzeugen (Sharing-Prinzip). „Da zukünftig alle Carsharing-Autos aufgrund des allgemeinen Wechsels des Fahrzeugantriebs eine Steckdose benötigen, haben wir uns bewusst dazu entschlossen, direkt neben den öffentlichen Ladepunkten E-Carsharing-Stationen einzurichten und als Pilotvorhaben zu finanzieren“, erklärt die Leiterin des Fachdienstes Mobilität, Carola Pietsch. Aufgrund der Innenstadtlage sind unmittelbar angrenzend Bushaltestellen vorzufinden. In Kombination mit Fahrradabstellanlagen und „Hotspots“ für Elektroscooter erwachsen aus Carsharing-Stationen neue Mobilitätsknotenpunkte im inter- und multimodalen Verkehr, sogenannte „Mobilitätsstationen“.
Hier sollen öffentliche Ladepunkte entstehen und E-Carsharing-Fahrzeuge stationiert werden:

1. Pferdemarkt: 2 Ladepunkte von EWE GO plus 2 Pkw von Braasch – all to drive
2. 91er Straße: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 2 Pkw von Stadtteilauto Oldenburg cambio
3. PFL: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 1 Pkw von Braasch – all to drive
4. Theaterwall: 4 Ladepunkte von EWE GO
5. Theaterwall/AGO-Parkplatz: 9 Ladepunkte von EWE GO plus 2 Pkw von Braasch – all to drive
6. Kasinoplatz: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 2 Pkw von Stadtteilauto Oldenburg cambio
7. Straße am Schloßplatz: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 2 Pkw von Stadtteilauto Oldenburg cambio und 2 Pkw von Braasch – all to drive
8. Stautor: 2 Ladepunkte von Olegeno plus 2 Pkw von Braasch – all to drive

Während des Ladevorgangs fallen in Oldenburg in Zonen mit Parkraumbewirtschaftung keine Parkgebühren für die Elektroautos an. Die zeitliche Dauer des Ladevorgangs ist derzeit auf maximal drei Stunden begrenzt. Während des Ladevorgangs in Zonen mit Parkraumbewirtschaftung muss der Beginn des Ladevorgangs durch Anbringen einer Parkscheibe kenntlich gemacht werden.

– Zahlen und Daten zu öffentlichen Ladepunkten: 31.300 Ladevorgänge in 2021

Gab es 2017 noch 18 öffentliche Ladesäulen in Oldenburg, die von der EWE erfasst werden, waren es 2021 mit 38 Stück mehr als doppelt so viele. Die Anzahl an Ladevorgängen hat sich zwischen 2017 und 2021 verfünffacht. Wurden 2017 insgesamt 6.200 Ladevorgänge erfasst, waren es 2021, trotz des Pandemie-bedingten Lockdowns, bereits circa 31.300 Ladevorgänge.

Weitere Informationen gibt es online unter www.oldenburg.de/elektromobilitaet.

– Zahlen und Daten zum Carsharing in Oldenburg: Fast 4.200 Nutzerinnen und Nutzer

In Oldenburg existieren derzeit drei Carsharing-Anbieter, die sukzessive auf den Markt gekommen sind. 1992 startete das Carsharing-Angebot als „StadtTeilAuto“-Verein. Im April 2003 entwickelte sich daraus cambio Oldenburg („StadtTeilAuto Oldenburg cambio GmbH“). Zu dieser Zeit existierten elf Fahrzeuge, die durch 199 Fahrberechtigte genutzt wurden. Seit Oktober 2004 kooperiert cambio Oldenburg mit der VWG (Verkehr und Wasser GmbH Oldenburg). Bis Mitte April 2022 ist die Anzahl der cambio Fahrzeuge auf 73, die Anzahl der Stationen auf 29 gestiegen. 3.964 Fahrberechtigte nutzten das Angebot von cambio in Oldenburg.

Zweiter Anbieter in Oldenburg war „flinkster“ (Carsharing der Deutschen Bahn). Seit 2004 stehen am Oldenburger Hauptbahnhof Süd beziehungsweise am Zentralen Omnibusbahnhof zwei Carsharing-Fahrzeuge von „flinkster“ bereit. Die Anzahl der Fahrberechtigten von „flinkster/ DB Connect“ liegt leider nicht für Oldenburg vor. Deutschlandweit sind es rund 400.000.

Der dritte Anbieter, seit März 2014, ist das Oldenburger Autohaus Munderloh. Im März 2022 hat Munderloh acht Fahrzeuge von „Ford Carsharing“ an sieben Stationen in Oldenburg auf dem Markt gebracht. Die Zahl der Fahrberechtigten bei „Ford Carsharing“ lag im Oktober 2018 bei 380, im März 2022 nutzten ungefähr 200 Kundinnen und Kunden das Angebot. Besonderheit ist, dass das Carsharing von Ford Munderloh im DB-Verbund angeboten wird.

Insgesamt nutzten ungefähr 4.164 Fahrberechtigte Mitte April 2022 das Carsharing in Oldenburg.

In 2022 kommt mit der Fa. Braasch - all to drive GmbH, in Kooperation mit der Fa. EWE GO GmbH, ein vierter Carsharing-Anbieter auf den Oldenburger Carsharing-Markt. Dieser Anbieter setzt von Beginn an auf batterieelektrische Fahrzeuge. Aktuell wird schrittweise an fünf Innenstadtstandorten der Einsatz von E-Autos im Carsharing-Bereich im Rahmen eines Pilotvorhabens realisiert. In der Bremer Heerstraße ist eine weitere E-Carsharing-Station in der Umsetzung. Der Anbieter cambio Oldenburg verfügt aktuell bereits über vier Mild-Hybrid-Fahrzeuge in seiner Flotte.

Weitere Informationen sind online unter www.oldenburg.de/carsharing zu finden.
12.05.2022, 20:39 Uhr
Parkplatzfläche vor der Exerzierhalle steht wieder zur Verfügung
Untergrundsanierung ist abgeschlossen – Restarbeiten erfolgen bis Ende dieser Woche
Vor der Exerzierhalle am Pferdemarkt stehen in Kürze wieder 17 Parkplätze zur Verfügung: Unter Federführung der Bodengutachter des Oldenburger Fachbüros Krauss & Collegen Geoconsult wurde in den vergangenen Wochen eine Teilfläche des Parkplatzes durch die Firma Otto Lieke GmbH & Co. KG saniert und für die zukünftige weitere Nutzung als Kfz-Parkplatz vorbereitet. Ende dieser Woche werden die Restarbeiten fertiggestellt sein und die Parkplatzfläche zur Nutzung freigegeben.

Nachdem im August vorigen Jahres Versackungen in der vorhandenen Platzbefestigung entstanden waren, hatte die Stadtverwaltung umfangreiche Untersuchungen des Untergrundes in Auftrag gegeben. Das Ergebnis dieser Überprüfungen ließ vorläufig keine Nutzung der Fläche als Kfz-Parkplatz zu. Im Untergrund befanden sich Hohlräume durch noch vorhandene, unvollständig verfüllte Gebäudereste. Bis 1966 standen auf dem Gelände mehrere Gebäude der Hafer-Dampfmühle Anton Günther, die im Jahre 1886 erbaut und nach einem Brand 1903 wiederaufgebaut und erweitert wurden.

Für die vordere (östliche) Hälfte der Parkplatzfläche ließ sich nun mit vertretbarem Kostenaufwand in Höhe von rund 90.000 Euro eine Stabilisierung des Untergrundes ohne Ausbau der noch vorhandenen Gebäudereste vornehmen. Dabei wurden die Gebäudereste freigelegt und Hohlräume durch das Einschlämmen von Sand verfüllt, eine Tragschicht aus Schotter aufgebracht und die Fläche asphaltiert. Die hintere (westliche) Hälfte des Parkplatzes, die direkt vor der Exerzierhalle liegt, konnte mit diesem Verfahren nicht saniert werden. Dort wäre ein Ausbau der Gebäudereste erforderlich gewesen, der mit einem erheblichen Kostenaufwand einhergegangen wäre. Dieser Teil der Platzfläche wird mit Pollern für den Kfz-Verkehr abgesperrt und kann zukünftig fußläufig genutzt werden.
10.05.2022, 18:05 Uhr
Kinder-Stadt-Garten: Buddeln und Gärtnern auf dem Waffenplatz
Sandkiste und Naschgarten für die Kleinsten locken ab 14. Mai in die Innenstadt
Der Waffenplatz wird zum Stadtgarten für die Kleinsten: Vom 14. Mai bis 15. August lädt der Sand- und Naschgarten zum Fühlen, Spielen und Bewegen ein. Ein buntes Mitmach-Programm erwartet die Kinder am Eröffnungstag am Samstag, 14. Mai. Organisiert wird die Aktion von rund 50 Einrichtungen, die Angebote für junge Familien mit Säuglingen und Kleinkindern anbieten. An zwei Aktionstagen – jeweils samstags, 11. Juni und 9. Juli – sowie jeden Mittwochnachmittag von 15 bis 17.30 Uhr vor dem Abendmarkt gibt es kleine Spielangebote am Sandkasten von Mitarbeiterinnen der Einrichtungen aus dem Oldenburger System Frühe Hilfen (OSFH). Gleichzeitig erhalten Eltern von ihnen auf Wunsch Auskunft über weitere Unterstützungsmöglichkeiten für Familien in der Stadt.

„Die Innenstadt bietet nicht allzu viel Spielgelegenheiten oder Räume an, wo Kinder sich frei bewegen oder kreativ sein können und mit ihren Eltern während des Bummels gemeinsam ausspannen können“, so Petra Bremke-Metscher, Leiterin des Bereichs Frühe Hilfen/Prävention der Stadt Oldenburg. Während die Kleinen im „Kinder-Stadt-Garten“ unterwegs sind, können die Eltern untereinander in Kontakt kommen und vielleicht eine kleine Auszeit genießen.

Immer noch ist vielen Müttern und Vätern nicht bekannt, wie viel Unterstützung sie für die erste gemeinsame Lebensphase mit dem Kind kostenlos und unproblematisch in Oldenburg bekommen können. Das Oldenburger System Frühe Hilfen (OSFH) möchte hier Abhilfe schaffen und gleichzeitig einen kinderfreundlichen Treffpunkt für Eltern in der Oldenburger Innenstadt anbieten.

Der Arbeitskreis – bestehend aus fast 50 Einrichtungen, die sogenannte „Frühe Hilfen“ anbieten – hat bereits vor der Pandemie für einen Tag einen großen Sandhaufen auf dem Rathausplatz auffahren lassen und Kinder mit ihren Familien zum Beisammensein eingeladen. Die Rückmeldungen auf die vielen buddelnden und grabenden, lachenden und tobenden Kinder und ihre entspannten Eltern mitten in der Einkaufszone war so positiv, dass der Kreis beschloss, im Jahr 2022 einen Stadtgarten für Kinder zu gestalten.

Ermöglicht wird der Stadtgarten durch den Einsatz der im OSFH verbundenen Einrichtungen, durch die finanzielle Unterstützung der Bundesstiftung Frühe Hilfen sowie der Initiative Peter Hilft von Peter Pane und des Bekleidungsgeschäftes Closed/DUNORD. Ein großer Dank geht an die Gemeinnützigen Werkstätten mit dem Bereich Aqua, der den Garten aufbaut und betreut. Weitere Informationen gibt es bei Petra Bremke-Metscher telefonisch unter 0441 235-3097 oder per E-Mail an petra.bremke-metscher@stadt-oldenburg.de.
10.05.2022, 17:59 Uhr
Interessierte für Selbsthilfegruppe gesucht: Trauer/Traurigkeit/Verlust
Für die Selbsthilfegruppe „Trauer, Traurigkeit und Verlust“ werden noch Interessierte in der Altersgruppe 18-40 Jahre gesucht. Wir bitten um Veröffentlichung folgender Information in Ihren Medien.  (Infoflyer der Gruppe im Anhang)
 
Trauer/Traurigkeit/Verlust – zu diesen Themen und dem besseren Umgang mit ihnen sucht ein Selbsthilfegruppe weitere Interessierte, im  Alter zwischen 18 und 40 Jahren. Weitere Informationen gibt es bei der BeKoS unter: 0441-884848 oder info@bekos-oldenburg.de
10.05.2022, 17:56 Uhr
Europa zu Gast in Oldenburg
Im Rahmen des EU-Projekts „Craft:in“ hat das Blauschimmel Atelier in dieser Woche Besuch aus vier verschiedenen Ländern.

Gemeinsam mit Kolleg*innen aus Lissabon (Portugal), Zagreb (Kroatien), Belfast (Nordirland) und Škofja Loka (Slowenien) baut das Blauschimmel Atelier eine Woche lang Masken und führt in die Kunst des Maskenspiels ein. Ziel des von der Europäischen Union im Rahmen von Erasmus Plus geförderten Projekts „Craft:in“ ist der Wissens- und Methodenaustausch. Alle beteiligten Einrichtungen arbeiten auf künstlerische Art und Weise mit marginalisierten Gruppen, wie Menschen mit Beeinträchtigungen, Migrant*innen und Minderheiten zusammen.

Während der 18-monatigen Laufzeit des Projekts besuchen sich die Einrichtungen gegenseitig und geben ihr spezifisches Wissen weiter. So nahm das Blauschimmel Atelier im letzten Jahr an einem Bildungsworkshop in Zagreb teil, der vom UPSET Theatre organisiert wurde. Dort lernen die Teilnehmenden mit Ton zu arbeiten und Seife, Desinfektionsmittel und Zahncreme selber herzustellen. Außerdem besuchten Blauschimmel-Mitarbeiterinnen die University of Atypical in Belfast, nahmen an einem Filzworkshop teil und erlebten das inklusive Bounce-Festival. Im Frühjahr fand ein in Lissabon organisierter Workshop statt, in dem Techniken wie Siebdruck erlernt und Fliesen bemalt wurden. Nun führt das Blauschimmel Atelier unter der Leitung von Ute Bommersheim in die Kunst des Maskenbau und –spiels ein. „Neben den verschiedenen handwerklichen und künstlerischen Tätigkeiten kommt natürlich auch der persönliche und kulturelle Austausch nie zu kurz und so freue ich mich ganz besonders über den Besuch unserer europäischen Gäste in Oldenburg“, so Ute Bommersheim.

Die an dem Projekt beteiligten Einrichtungen sind:

Arts & Disability Forum - University of Atypical (Großbritannien), sie arbeitet seit 1993 mit Menschen mit Beeinträchtigungen und gehörlosen Menschen im Bereich Kunst und Kultur zusammen und organisiert das einmal jährlich stattfindende große inklusive "Bounce"-Festival in Belfast

Centar za kulturu Trešnjevka/ Upset Theatre (Kroatien) ist ein inklusives Kulturzentrum mit Angeboten im Bereich Theater, Soziokultur, Tanz, Musik, Audiovisuelle Medien etc. (seit 1980)
Zavod Tri (Slowenien), Institut für nachhaltige Gemeinschaftspraktiken, fördert, organisiert und implementiert nachhaltige Gemeinschaftspraktiken. Der Fokus liegt auf der Arbeit mit Frauen.

Guerreiro & Silveira, Lda (Portugal) ist eine Organisation, die zum Ziel hat das traditionelle Kunsthandwerk in der Region zu fördern. Dazu bietet es Kurse an und bildet Trainer:innen aus.

Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es auf www.blauschimmel-atelier.de.
10.05.2022, 17:48 Uhr
Kinderbibliothek: Neue Wandgestaltung dank gelungener Kooperation
Auszubildende des BZTG überzeugen mit Entwürfen für den Servicebereich
Ab sofort laden kindgerechte Wald-Motive in spannende Bücherwelten ein: Die Kinderbibliothek am PFL freut sich über eine neue Wandgestaltung im Servicebereich. Nachdem bereits im Herbst 2021 eine neue Servicetheke und passende Möbel eingezogen waren, sorgte jetzt eine Kooperation mit dem Bildungszentrum für Technik und Gestaltung Oldenburg (BZTG) für die noch fehlende Gestaltung der Wände und Garderobe. „Wir sind dankbar darüber, dass wir das Projekt durchführen durften und die Kinderbibliothek uns alle gestalterischen Freiheiten gelassen hat“, äußert sich die Schülerin Paula Uecker begeistert über das gemeinsame Projekt.

Auszubildende des ersten Ausbildungsjahres „Gestalterinnen für visuelles Marketing“ haben die Wandbilder für die Kinderbibliothek erstellt und konnten damit die im Lehrplan vorgegebenen Aspekte „Planung und praktische Umsetzung eines Projekts“ anhand eines beispielhaften Auftrags abdecken. Heike Janssen, Leiterin der Stadtbibliothek, zeigt sich beeindruckt von der professionellen Arbeit der Schülerinnen: „Wir danken dem BZTG für die gute Zusammenarbeit und freuen uns, dass die individuelle Wandgestaltung perfekt zu der Neugestaltung des Servicebereichs der Kinderbibliothek passt.“

Zum Auftakt der Zusammenarbeit hatte Carolin Hummels, Einrichtungsleiterin der Kinderbibliothek, die Vorstellungen seitens der Stadtbibliothek in der Schule vorgestellt. Wichtige Vorgaben für die Gestaltungselemente waren die kindgerechte und zum neuen Eingangsbereich der Kinderbibliothek passende farbliche Gestaltung. Im weiteren Verlauf des Projekts gestalteten die acht Schülerinnen Entwürfe zu einem Wandbild und einer Kindergarderobe, die sie dem Team der Kinderbibliothek präsentierten. Nach Anpassung der ersten Entwürfe erstellten die Auszubildenden die Wandelemente zum Thema Wald und Waldtiere. Die verantwortliche Lehrerin, Janna Boomgaarden, zeigt sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen: „Die Schülerinnen haben die Wünsche der Kinderbibliothek meiner Meinung nach perfekt erkannt und eine stimmige Gestaltung für die Zielgruppe der Kleinsten entwickelt.“
06.05.2022, 09:22 Uhr
Neuer Leuchtturm der Buchkunst im Nordwesten
Landesbibliothek Oldenburg kauft wertvolle Künstlerbuchsammlung von Dr. Onno Feenders
Ein privater Bücherschatz wird künftig für Öffentlichkeit und Wissenschaft zugänglich sein: die kostbare Sammlung moderner Buchkunst von Dr. Onno und Christa Feenders aus Emden. Mehr als 1.100 bibliophile Werke, Pressendrucke und Künstlerbücher – zusammengetragen in über vier Jahrzehnten intensiver Sammeltätigkeit – konnte die Landesbibliothek Oldenburg jüngst mit Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und mehrerer Stiftungen für insgesamt 300.000 Euro erwerben. Die Originalausgaben der wichtigsten deutschen Pressen und bibliophilen Verlage – darunter sehr seltene Spitzenstücke und Unikate - spiegeln die Entwicklung der Buchkunst in Deutschland von den Anfängen der Pressendruckbewegung um 1900 bis zur Gegenwart. Die Sammlung Feenders wurde heute im Rahmen eines Festaktes mit Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Mit der Sammlung Feenders entsteht ein neuer Leuchtturm der Buchkunst im Nordwesten“, unterstreicht Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler die Bedeutung des Ankaufs. „Niedersachsen besitzt reiche Bücherschätze wie die berühmte französische Malerbuchsammlung der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Mit der Sammlung Feenders kommt jetzt ein ganz neuer Akzent hinzu. Das eröffnet interessante Perspektiven für Forschungskooperationen und Projekte mit anderen Bibliotheken und Museen.“

„Die Sammlung Feenders ist die schönste und bedeutendste Erwerbung der Landesbibliothek Oldenburg in den letzten drei Jahrzehnten“, freut sich Bibliotheksdirektorin Corinna Roeder. „Sie macht die moderne Buchkunst zu einem neuen Schwerpunkt im Profil der Landesbibliothek. Auf dieses Ziel haben wir gemeinsam mit Dr. Feenders lange hingearbeitet. Die Sammlung Feenders knüpft zugleich an große bibliophile Traditionen des 16. bis 18. Jahrhunderts an, die bereits den Gründungsbestand der Landesbibliothek auszeichnen“, so Roeder.

Gerade in ihrer Dichte und Geschlossenheit und in der konsequenten Auswahl nach strengen Kriterien exzellenter Typographie, Illustration und Einbandkunst besteht die außergewöhnliche Bedeutung der Sammlung Feenders. Berühmte Pressen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wie die Bremer Presse, „Königin der deutschen Pressen“, und die Rupprecht-Presse sind vollständig versammelt, wichtige andere in repräsentativer Auswahl. Nach 1950 liegen Schwerpunkte bei norddeutschen Pressen und Künstlern wie den Hamburgern Otto Rohse und Roswitha Quadflieg. Sehr gut vertreten sind auch Buchkünstler aus dem Gebiet der ehemaligen DDR. In außergewöhnlicher Qualität und Anzahl finden sich in der Sammlung Feenders Bucheinbände berühmter Meister, darunter Frieda Thiersch und Ignaz Wiemeler, und experimentelle Einbände zeitgenössischer Künstler.

„Wir dürfen uns auf Buchkunst-Ausstellungen mit Strahlkraft weit über die Region hinaus freuen“, ist sich Dr. Gesa Schönermark von der Stiftung Niedersachsen sicher, und spricht damit auch für die EWE-Stiftung, die Barthel Stiftung, die Kulturstiftung Öffentliche Oldenburg und die Landessparkasse zu Oldenburg, die sich für den Ankauf engagiert haben. „Schon in diesem Herbst werden wir Künstlerbücher und Buchinstallationen der international bekannten Buchkünstler Anja Harms und Eberhard Müller-Fries in der Landesbibliothek Oldenburg zu sehen bekommen“, verrät Schönermark.

Im Laufe seiner über 40jährigen Sammlertätigkeit hat Dr. Onno Feenders vielfältige persönliche Kontakte zu Buchkünstlern, Buchexperten und Verlegern geknüpft. Für den Emder Kinderarzt war die Bibliophilie immer ein schöner Ausgleich zur herausfordernden Berufstätigkeit und zugleich mehr als ein persönliches Hobby. Viele Jahre lang wirkte Feenders bundesweit im Vorstand der Gesellschaft der Bibliophilen. In seiner ostfriesischen Heimat initiierte Feenders als Vorsitzender der Freunde der Johannes a Lasco Bibliothek nicht nur zahlreiche Ausstellungen zur Buchkunst, sondern vermittelte dort auch den Ankauf zweier bedeutender Werkarchive. Die eigene Sammlung stellte Feenders erstmals 2014 in der Landesbibliothek Oldenburg der Öffentlichkeit vor.

Persönlich bevorzugt Feenders eine reduzierte, zurückhaltende Ästhetik, wie sie beispielsweise die Bremer Presse auszeichnet, die auf opulenten Schmuck vollkommen verzichtet. Auch die Kupferstiche und Holzschnitte des Buchkünstlers Otto Rohse sind Meisterwerke in der Kunst des Weglassens. Onno Feenders ist aber nicht nur ein Betrachter mit unbestechlichem Auge, sondern auch leidenschaftlicher Leser. „Wenn mich der Text nicht interessiert, hat es ein Buch schwer, in meine Sammlung zu kommen“, erzählt Feenders. Ein Meisterwerk der Typographie und gleichzeitig eines der kostbarsten und bedeutendsten Bücher der Sammlung machte Feenders der Landesbibliothek Oldenburg nun zum Geschenk: „Die Verfassung des Deutschen Reiches von 1919“ ist eines von nur 24 auf feinstes Pergament gedruckten Exemplaren, das die Bremer Presse im Jahr 1929 herausbrachte – in der Spätphase der Weimarer Republik ein klares Bekenntnis zur Demokratie.

Die Landesbibliothek Oldenburg will die Künstlerbuchsammlung Feenders nicht nur bewahren, sondern auch aktiv vermitteln: Die Katalogisierung im Online-Verbundkatalog soll zunächst die Voraussetzung schaffen für eine Nutzung der Künstlerbücher als Quellen für wissenschaftliche Zwecke, z.B. Forschungen zur Kunst, zur Literatur- und Mediengeschichte. Die Sammlung Feenders wird außerdem in die künftige Dauerausstellung der Landesbibliothek und in vielfältige Wechselausstellungen einbezogen werden. Die Pressendrucke aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts können dabei z.B. in einen spannenden Vergleich zu Frühdrucken der italienischen Renaissance des 14. und 15. Jahrhundert aus dem Gründungsbestand der Landesbibliothek treten. Auch das medienpädagogische Angebot der Landesbibliothek für Schulklassen wird durch die Sammlung Feenders bereichert. Im Rahmen von Schulungen, Führungen und Seminaren auch für Studierende und Auszubildende können Begegnungen mit herausragenden Beispielen historischer und moderner Buchkultur im Original stattfinden. Sie vermitteln wichtige Kenntnisse und Erfahrungen über das gedruckte Buch als Leitmedium der letzten 500 Jahre, die als kulturelle Basis für eine fruchtbare Auseinandersetzung mit der digitalen Zukunft unverzichtbar sind.
26.04.2022, 17:10 Uhr
Muse, Mampf & Mammon in den Schlosshöfen
Kultur, Gastronomie und Einzelhandel am 7. Mai gemeinsam auf der Bühne
Schon 2020 hat „Muse, Mampf und Mammon” sich als das ultimativ neue Crossover-Event Oldenburgs erwiesen. Die von cre8 oldenburg, dem Netzwerk Kreativwirtschaft und der Wirtschaftsförderung Oldenburg entwickelte Veranstaltung geht in 2022 zweimal auf die Bühne und mischt die Oldenburger Innenstadt auf. Nun legen die Veranstaltenden nach und zeigen erneut, wie viel kreatives Potenzial in Oldenburgs Wirtschaft steckt – diesmal mit den Schlosshöfen als tatkräftigem Partner an der Seite.

Das Prinzip ist so simpel, wie überraschend: Vier Teams aus Kultur, Gastronomie und Einzelhandel bringen amüsante, kurzweilige Darbietungen auf die Bühne. An den Start gehen die vier Teams „Wanderlust“, „Puppenstube“, „Tanztee“ und “Kostprobe”.

Den Kultur-Part übernehmen Axel Bahro, Puppenspieler der Gruppe Puppets in Minutes, der Schauspieler Jo Schmitt, die Flamenco-Tänzerin Flavie Cardona und der DJ Mr. 5ooo. Aus der Gastronomie sind die Bäckerei Janssen, Immergrün Salate, Wraps & Bowls, Tee Gschwendner und das Café Woyton dabei; der Einzelhandel ist durch das Fotostudio Studioline, Porzellan von Belinda Berger, Outdoorbekleidung Schöffel Lowa und das Gutscheinheft Kostbar vertreten.

Alle sind herzlich dazu eingeladen am Samstag, 7. Mai, von 15 bis 17 Uhr in der Rotunde in den Schlosshöfen vorbeizuschauen. Der Eintritt ist frei.

Im September wird Muse, Mampf & Mammon noch einmal stattfinden, dann auf dem Schlossplatz. Die Stadt Oldenburg hat für Muse, Mampf & Mammon eine Förderung bei der Europäischen Union (REACT-EU-Mittel) / Land Niedersachsen (Perspektive Innenstadt) beantragt. Die Schlosshöfe tragen mit einer Kofinanzierung bei. Das Netzwerk der Kreativwirtschaft cre8 oldenburg setzt das Projekt in Kooperation mit den Schlosshöfen um. 
23.04.2022, 17:03 Uhr
Lappan wird auf Herz und Nieren geprüft
Gebäudeinspektion ab 25. April gibt Aufschluss über Sanierungsbedarf
Das Gebäude Lange Straße 3, zu dem auch der historische Lappan-Turm gehört, wird von Montag, 25. April, bis Mittwoch, 27. April, einer eingehenden Prüfung unterzogen. Die Maßnahme dient dazu, einen Gesamtüberblick über den Gebäudezustand zu erhalten, und gibt Aufschluss darüber, ob und inwieweit bauliche Maßnahmen nötig sind. Schwerpunktmäßig prüfen die Fachleute des Monumentendienstes dabei Dach, Mauerwerk und die Fenster.

Um den Turm prüfen zu können, wird ein Steiger eingesetzt, wofür es voraussichtlich am Dienstag, 26. April, zu kurzzeitigen Sperrungen des Durchgangs am Lappan kommt. Auch bei der Tourist-Information sind Zugangsbeschränkungen möglich, sie bleibt aber ganztägig geöffnet, da jeweils mindestens ein Eingang zugänglich sein wird.
23.04.2022, 16:55 Uhr
Dekoloniale Perspektiven
Chancen für eine neue Erinnerungskultur in Oldenburg
OL verändern | OL erinnern: Veranstaltungsreihe des Stadtmuseums in der Flänzburch

Am Donnerstag, 28. April, 19 Uhr, lädt das Stadtmuseum wieder zu der Veranstaltungsreihe „OL verändern | OL erinnern“ ein. Zu Gast sind Lena Nzume Aktivistin, Politikerin (Bündnis 90/Grüne) und Mitinitiatorin des zum Jahresanfang gegründeten Arbeitskreises „Koloniale Kontinuitäten in Oldenburg“ sowie der Wissenschaftler und Aktivist Malte Kleinschmidt. Alexander Duschek, wissenschaftlicher Volontär am Stadtmuseum, spricht mit ihnen über die koloniale Vergangenheit Oldenburgs, die Verbindung von Kolonialismus und Rassismus damals wie heute sowie das Fortbestehen kolonialer Strukturen bis in die Gegenwart.

Die Beschäftigung mit dem Thema des neuzeitlichen Kolonialismus geschieht meist in Form von Vergangenheitsbewältigung. Nicht ohne Grund, denn mit den Unabhängigkeitserklärungen vieler ehemals kolonisierter Länder in den 1960er Jahren schien eine Epoche zu Ende zu gehen. Was also hat eine Stadt wie Oldenburg im Jahr 2022 mit Kolonialismus zu tun? Die Folgen kolonialer Herrschaft und Überzeugungen sind noch immer spürbar – und das nicht nur in den jeweiligen fernen Ländern. Vom Kolonialwarenhandel, über eine sogenannte „Völkerschau“, in der Menschen wie Zootiere präsentiert wurden, bis hin zur militärischen Verehrung von Gewaltverbrechern – in Oldenburg gibt es zahleiche Spuren, doch bleiben sie meist unsichtbar. Wie also lässt sich eine Stadt dekolonisieren? Welche Ansätze braucht es, um die Narben offenzulegen und zu erinnern? Und wieso ist jede und jeder Einzelne von uns davon betroffen – wenngleich auf unterschiedliche Art und Weise? 

Im Anschluss an das Gespräch lädt das Stadtmuseum das Publikum zur Diskussion des Themas ein.

Die Veranstaltung findet in der Flänzburch, Friedensplatz 2 statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Es gilt die 3-G-Regelung: Zutritt nur mit einem Nachweis über Impfung oder Genesung oder einem tagesaktuellen negativen Test.

Das Stadtmuseum bittet um Anmeldung zur Veranstaltung unter: museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de.
23.04.2022, 16:30 Uhr
Engagement für Künstler*innen
theater wrede + bereichert Oldenburger Theaterszene
Im Rahmen der bundesweiten Förderung #TakeHeart unterstützt das theater wrede + auch dieses Jahr wieder Künstler*innen, die durch die Covid-19-Pandemie noch immer existenziell betroffen sind. Das Oldenburger Theaterteam ist Spielstättenpartner für 17 Künstler*innen, als Teil des von ihm gegründeten Theaternetzwerks flausen+ in Kooperation mit dem Fonds Darstellende Künste. Die Förderung bereichert die Oldenburger Theaterszene dabei in mehrere Richtungen: Viele regional tätige Künstler*innen werden mit ihrem Rechercheprojekt unterstützt und zusätzlich können die geförderten Projekte einen Grundstein für neue Arbeitsweisen und Produktionen legen, die wiederrum in der Oldenburger Theaterszene gezeigt werden können. „Wir freuen uns, dass wir auch dieses Jahr bei der Koordination, Vernetzung und Beratung von Künstler*innen unterstützen können. Nachdem die Zusammenarbeit und der künstlerische Austausch im letzten Jahr so fruchtbar waren, freuen wir uns um so mehr darüber, dass die Anzahl der Künstler*innen erhöht werden konnte. Das Besondere in diesem Jahr ist auch, dass viele von ihnen Oldenburger*innen aktiv in ihre Rechercheprojekte einbinden“, so Marga Koop, Geschäftsführerin und Künstlerische Leiterin im theater wrede +.
418 freischaffende Künstler*innen und Absolvent*innen werden aktuell bundesweit allein von flausen+ in Zusammenarbeit mit dem Fonds Darstellende Künste unterstützt. 2021 waren es 350 Künstler*innen. Zu den 17 geförderten Künstler*innen, die das theater wrede + zwischen Januar und August 2022 berät, gehören: Brit Bartuschka, Kristina Feix, Alessandra Corti, Caro Lutz, Wiebke Rohloff, Merle Mühlhausen, Ramona Krohn, Lena Düspohl, Karl-Heinz Stenz, Gudrun H. E. Lelek, Ylva Jangsell, Irene Ebel, Nadja Sühnel, Silvan Stephan, Felix Worpenberg, Ania Pachura und Esther Kammüller. Im letzten Jahr war das theater wrede + Spielstättenpartner für 12 Künstler*innen. 

Publikum in Oldenburg als Teil der Recherche
Viele der Künstler*innen binden in ihre künstlerische Recherche Menschen aus der Region ein. Die Oldenburgerinnen Brit Bartuschka und Ramona Krohn recherchieren beispielsweise zu interaktiven Theaterformen für Kinder. Dabei liegt der Schwerpunkt der Auseinandersetzung von Brit Bartuschka darauf, Mitbestimmung für Kinder erlebbar zu machen. Ramona Krohn möchte herausfinden, wie ein Kinder-Experimentierparcourstheater aussehen könnte, das die naturwissenschaftlichen MINT-Themen für Kinder als auch Gesichtsausdrücke begreifbarer macht. „Viele kleine Kinder kennen fremde Menschen bisher oft nur mit Mund-Nasenschutz und lernen Gesichtsausdrücke von Fremden erst mit der Zeit näher kennen. Das möchte ich gerne einfließen lassen“, so Ramona Krohn. Unter dem Thema „Nicht alle Wege führen ins theater wrede +“ untersucht die Freie Theatermacherin Merle Mühlhausen die Bewegung von Oldenburger*innen rund um das Theater. Dabei skizziert sie Routen und analysiert räumliche und soziale Sackgassen. Für ihre Recherche sucht sie Menschen, die Lust haben sich im April/Mai mit ihr auszutauschen. Interessierte können sich unter hyperdeel@web.de anmelden. Das Syndikat Gefährliche Liebschaften möchte ebenfalls mit Oldenburger*innen ins Gespräch kommen und dazu recherchieren, was zugängliche Formen für unterschiedliche Menschen ausmachen könnte.

Die Künstlerin Lena Düspohl möchte herausfinden, ob sich spontane Gesprächsbegegnungen, wie die in einer Bar oder an einer Bushaltestelle durch ein gemeinsames Projekt künstlich herstellen lassen. Für ihr Vorhaben im April/Mai sucht sie Menschen, die regelmäßig zusammensitzen oder das gerne anfangen möchten, z.B. bei einem Stammtisch, an einer Bushaltestelle oder im Café. Wer Interesse hat, kann sich an zusammensitzen@posteo.de wenden.

Zu weiteren Themen gehören u.a. „Vergessene jüdische Autor*innen der Vor- und Zwischenkriegszeit“ und „Die Diskriminierung des weiblichen Körpers“. Zudem wird es eine Tanzrecherche mit Workshops geben, um Möglichkeiten zu finden, körperliche Distanz und Isolation aus der Pandemie-Zeit wieder zu überwinden. Mit Elementen des Tanztheaters, freier Improvisation, Atem- und Entspannungsübungen wird Irene Ebel versuchen, dem Körper zu helfen, sich zu entlasten und zu befreien. Interessierte zwischen 30 und 80 Jahren können sich unter irene.ebel@gmx.de anmelden. 

Mehr Informationen zu den Projekten und die Vorstellung aller Künstler*innen erfahren Sie unter www.theaterwrede.de. Bei Fragen zu den Projekten erreichen Sie das Theaterteam unter info@theaterwrede.de Im Rahmen des Förderprogramms #TakeHeart kooperiert das bundesweite Theaternetzwerk flausen+ mit dem Fonds Darstellende Künste. 418 freischaffende Künstler*innen und Absolvent*innen werden aktuell bundesweit allein von flausen+ in Zusammenarbeit mit dem Fonds Darstellende Künste unterstützt. Diese Künstler*innen werden während ihrer zweimonatigen künstlerischen Recherche mit 5.000 Euro von dem Fonds gefördert, um neue Arbeits- und Produktionsweisen auszuloten und erhalten beratende Unterstützungen der 28 Spielstätten des Theaternetzwerks flausen+. Die Zusammenarbeit begann bereits mit dem Förderprogramm #TakeCareResidenzen, das bis ins Jahr 2021 bestand. Der Fonds Darstellende Künste hat die Förderprogramme im Rahmen des NEUSTART KULTUR-finanzierten Maßnahmenpakets der Bundesregierung für den Kultur- und Medienbereich aufgelegt.
14.04.2022, 16:12 Uhr
Familienanaloge Hilfen leisten Unterstützung für Kinder in Not
Tag der offenen Tür informiert über Pflegekinderdienst und Bereitschaftsbetreuung
Die Familienanalogen Hilfen gehören zu den Angeboten, die man hoffentlich nie braucht – aber immer wieder gibt es Situationen, in denen Familien an ihre Grenzen kommen und vor allem die Kinder Unterstützung brauchen. In solchen Fällen ist der Fachbereich Familienanaloge Hilfen im Amt für Jugend und Familie von größter Wichtigkeit. Mit einem Tag der offenen Tür stellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Freitag, 29. April, 11 bis 17 Uhr, ihre neuen Räumlichkeiten in der Leo-Trepp-Straße 18 vor und beraten Interessierte über die verschiedenen Leistungen.

„Familien können aus ganz unterschiedlichen Gründen in eine Situation kommen, in der die Kinder nicht mehr bei ihren Eltern bleiben können. Die Familienanalogen Hilfen kümmern sich in diesem Fall darum, dass die Kinder – eine Zeit lang oder auf Dauer – in einer anderen Familie leben, in der sie Zuwendung und Sicherheit erfahren“, betont Sozialdezernentin Dagmar Sachse.

Lennart Schulze, Leiter der Familienanalogen Hilfen, ist froh, mit dem Umzug in die Leo-Trepp-Straße einen zentralen und ruhigen Standort mit niedriger Hemmschwelle für die Betroffenen gefunden zu haben. Dort kann auch ein Spielzimmer für Umgangskontakte zwischen Kindern und ihrer Herkunftsfamilie oder den Pflegeeltern genutzt werden. „Jedes Kind und jede Situation sind unterschiedlich. Deshalb gibt es verschiedene Formen der Familienpflege und die Familiäre Bereitschaftsbetreuung“, sagt Schulze. „Wir versuchen für jedes Kind die beste Lösung zu finden – sei es mit einer vorübergehenden Unterbringung, in einer dauerhaften Pflegefamilie oder sogar mit einer Adoption.“

Jedes Kind hat unterschiedliche Bedürfnisse und Erfahrungen und braucht eine Pflegefamilie, die zu ihm passt. Der Pflegekinderdienst übernimmt nicht nur die Vermittlung, sondern steht allen Beteiligten auch während der Unterbringung beratend zur Seite. Die Allgemeine Vollzeitpflege ist für Kinder und Jugendliche, die nicht nur für die Überbrückung einer Krisensituation, sondern für viele Jahre – oft bis zur Volljährigkeit oder darüber hinaus – eine Pflegefamilie brauchen, die ihnen ein neues Zuhause gibt. In der sozialpädagogischen und der sonderpädagogischen Vollzeitpflege werden Kinder betreut, die in ihrer seelischen oder körperlichen Entwicklung beeinträchtigt oder traumatisiert sind. Hierfür müssen die Pflegeeltern entsprechend qualifiziert sein.

Kinder im Alter von null bis sechs Jahren, die aufgrund akuter familiärer Krisen nicht bei ihren Eltern leben können, finden in Bereitschaftsbetreuungsstellen ein vorübergehendes Zuhause. Pädagogisch qualifizierte oder erfahrene Personen geben ihnen Zuwendung und stellen ihre Grundbedürfnisse nach Schutz, Stabilität, Ruhe und regelmäßiger Versorgung sicher. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Familienanalogen Hilfen stehen Kindern, Eltern und auch den Betreuungspersonen beratend und begleitend zur Seite.

Die Adoptionsvermittlung berät und begleitet Eltern, die sich mit der Frage auseinandersetzen, ihr Kind zur Adoption freizugeben. Auf der anderen Seite überprüfen und begleiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch interessierte Personen, die gerne ein Kind adoptieren möchten. Auch mit der Suche nach den Wurzeln von adoptierten Kindern sowie mit der Adoption von Stiefkindern beschäftigt sich die Adoptionsvermittlung.
12.04.2022, 17:49 Uhr
Stadt erneuert Fahrradstellplätze neben den Schlosshöfen
Mehr Service für Radfahrerinnen und Radfahrer: Die Stadt Oldenburg hat im Rahmen ihres 15-Punkte-Programms zur Erneuerung und Schaffung von Radabstellanlagen rund um die Innenstadt das nächste Projekt abgeschlossen. Bei der jetzt fertiggestellten Maßnahme wurden auf dem Schlossplatz neben den Schlosshöfen die vorhandenen mobilen Abstellanlagen durch 30 neue und herausnehmbare Anlehnbügel ersetzt. Damit können dort nun 60 Fahrräder komfortabel parken.

Das Projekt wurde aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 24.000 Euro. Ziel des Vorhabens ist die verbesserte Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem Fahrrad durch die Schaffung hochwertiger Abstellanlagen zum sicheren Parken.

Das nächste Projekt ist die Erweiterung der Abstellanlage am Friedensplatz. Am Montag, 11. April, haben die Baumaßnahmen begonnen. Vorgesehen ist, die vorhandenen fünf Kfz-Stellplätze in Fahrradabstellplätze umzuwandeln. Der Behindertenparkplatz wird direkt gegenüber in die Marienstraße verlegt. Es werden 29 Anlehnbügel, an denen 58 Fahrräder abgestellt werden können, eingebaut. Im Bereich der bereits bestehenden Abstellmöglichkeiten wird Platz für zwei Lastenrad-Stellplätze geschaffen. 
08.04.2022, 16:00 Uhr
theater wrede + spendet 810 Euro an „Oldenburg hilft der Ukraine“
810 Euro sind insgesamt bei der Spendenaktion des theater wrede + am vergangenen Wochenende zusammengekommen. Die Summe setzt sich aus den Erlösen der Theatervorstellung „Regen riechen“ und zusätzlichen Spenden aus dem Publikum zusammen. Gesammelt wurde für die lokale Hilfsorganisation „Oldenburg hilft der Ukraine“, die Menschen bei der Flucht aus der Ukraine unterstützen, sich um regionale Unterkünfte kümmern, Sachspenden vor Ort verteilen und humanitäre Güter in die Ukraine bringen.

„Wir freuen uns sehr, dass die Hilfsbereitschaft weiterhin groß ist und wir zusammen mit unserem Publikum 810 Euro für Menschen in der Ukraine sammeln konnten. Damit unterstützen wir gerne die tolle Initiative „Oldenburg hilft der Ukraine“, so Pressesprecherin Katharina Proske.

Das Theaterteam in der Klävemannstraße setzt sich für freie und friedliche Gesellschaften ein und verurteilt jede Art von Gewalt aufs schärfste, wie sie in der Ukraine, nach der militärischen Eskalation durch die russische Regierung, stattfindet und in anderen Krisen- und Kriegsgebieten, wie Jemen oder Afghanistan.
08.04.2022, 15:27 Uhr
„Es ist alles nur ICH“
Neue Hängung der Dauerausstellung nimmt Bezug auf Janssens Gefühlswelten
Ab sofort präsentiert sich die Dauerausstellung im Horst-Janssen-Museum wieder in neuem Gewand. Alle Originalwerke des norddeutschen Künstlers wurden ausgetauscht, so dass es für Besucherinnen und Besucher wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Das Motto der neuen Hängung lautet „Es ist alles nur ICH“. „Bei der Auswahl der Werke gehen wir dieses Mal von Janssens Gefühlswelt aus, denn der Künstler selbst führte die Wahl seiner Motive und Bildthemen auf seine jeweilige Gefühlslage zurück“, sagt Antje Tietken, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin die Werkauswahl kuratiert hat.

Bereits der letzten Hängung in der ständigen Ausstellung zum Leben und Werk von Horst Janssen lag das Thema „Emotionen als Lebensgeister“ zugrunde. „Wir haben festgestellt, dass der Zusammenhang zwischen den Gefühlslagen Janssens und seiner Kunst ein viel größerer ist, als bisher angenommen“, so Antje Tietken. „Deshalb wollen wir das Thema mit der neuen Werkauswahl nochmals vertiefen.“

In seiner Rede zur Verleihung des Oldenburg-Preises durch die Oldenburgische Landschaft im Jahr 1990 bringt Janssen es auf den Punkt: „Ich habe keine ‚Motive‘. Meine Motive sind ‚Themen‘ und sie sind jeweils das Thema meiner inneren Verfassung. […] In heiterer Verfassung: in den Tagen der Liebe, der Geilheit, der Lust und des Übermuts fall ich auf dem Papier in die Erotikas, in die drolligen Figurationen und Burlesken. […] In den Tagen der Melancholie und der Entsagung ziehe ich mich gerne ins Stillleben zurück. […] Die Tage der Wut in meinen zynischen Verfassungen nutze ich fürs Selbstporträt: ich als Fratze gegen die ‚Welt‘. […] Und in Tagen unerklärlicher Autarkie in ‚Zufriedenheiten‘ kann es werden, was es will. Das ist dann das Spiel mit der eigenen Meisterschaft 60jähriger Übung. […] ERGO: Es ist alles nur ICH und meine Verfassung sind meine Themen.“

Und so ergeben sich in der Ausstellung die vier Abteilungen Heiterkeit, Melancholie, Wut und Zufriedenheit, denen Radierungen, Lithografien, Holzschnitte und Zeichnungen von den 1950er bis zu den 1980er Jahren zugeordnet werden. Den erotischen Zeichnungen, wie dem „Highländer“ und „Zu deiner heutigen Nacht“, ist das Verspielte und Heitere durchaus anzusehen, während die in melancholischer Stimmung gezeichneten Stillleben als Motive beispielsweise tote Motten oder welkende Pflanzen zeigen und damit die Vergänglichkeit des Lebens aufgreifen. In zufriedener Gemütslage setzt sich Janssen zum Beispiel mit anderen großen Künstlern wie Goya, Rembrandt oder Füssli auseinander. Und wer sich bei der Betrachtung von Janssens Selbstporträts vielleicht wundert, warum sie oft so verzerrt und fratzenhaft wirken, erhält mit dem Hinweis auf die ihnen zugrundeliegende wütende und zynische Verfassung des Künstlers nun eine Erklärung.

Neben den Originalwerken besteht die Dauerausstellung zum Leben und Werk von Horst Janssen aus Schauwänden, Zeitzeugeninterviews, Videos und Hands-on-Stationen zu seinen Drucktechniken. Während diese jedoch stets gleichbleiben, werden die Janssen-Werke etwa alle vier Monate ausgetauscht. „Der regelmäßige Bildertausch hängt zum einen damit zusammen, dass die Grafiken lichtempfindlich sind und nur eine bestimmte Zeit dem Licht ausgesetzt sein dürfen, zum anderen möchten wir unseren Besucherinnen und Besuchern immer etwas Neues bieten“, erläutert die Kuratorin Antje Tietken. „Wir wählen für die neue Hängung immer ein anderes übergeordnetes Thema aus, so entsteht quasi immer wieder eine kleine neue Ausstellung in der Ausstellung.“
05.04.2022, 17:19 Uhr
Wochenmarkt am Pferdemarkt rückt zusammen
Besucherinnen und Besuchern steht Parkplatzfläche wieder voll zur Verfügung
Mit der Änderung der Niedersächsischen Corona-Verordnung zum 3. April 2022 sind viele Restriktionen weggefallen. Das hat auch Auswirkungen auf den Standaufbau beim Wochenmarkt am Pferdemarkt: Auf größere Abstände zwischen den Ständen kann nun verzichtet werden. Das heißt, dass die Händlerinnen und Händler, die zuletzt auf den Parkplatz des Pferdemarktes ausgewichen waren, ab Dienstag, 5. April, wieder auf die alte Fläche auf dem Wochenmarktgelände zurückkehren. Dadurch stehen 38 Kfz-Stellplätze wieder für die Besucherinnen und Besucher zur Verfügung.

Dass sich der Aufbau wieder der Zeit vor der Corona-Pandemie annähert, ist vor dem Hintergrund der bundesweit geregelten Lockerungen möglich und in Anbetracht der Hospitalisierungsrate vertretbar.

Die Händlerinnen und Händler bieten der Kundschaft frische und abwechslungsreiche Produkte wie Obst, Gemüse, Blumen, Pflanzen, Käse, Fisch oder Fleischspezialitäten. Der Wochenmarkt am Pferdemarkt hat dienstags und donnerstags von 7 bis 13.30 Uhr und samstags von 7 bis 14 Uhr geöffnet. An den Markttagen sind hier bis zu 70 Handelsbetriebe vertreten.
01.04.2022, 13:54 Uhr
Abrissarbeiten am Stadtmuseum beginnen
Interessierte können Fortschritt ab jetzt über Baukameras verfolgen
Seit Anfang März wird die Neue Galerie des Stadtmuseums Oldenburg entkernt und für den Abriss vorbereitet. Jetzt beginnt ein großer Bagger damit, das Gebäude Schritt für Schritt abzubrechen. Drei Wochen lang frisst er sich vom Dach bis zum Fundament des Gebäudes. Der entstehende Bauschutt wird zunächst gesammelt und dann abtransportiert. Am Ende entsteht ein Loch, das im Anschluss zur Baugrube wird. „Der Abriss des Gebäudes bedeutet für uns den wichtigen ersten Schritt in Richtung Neueröffnung“, sagt Museumsleiter Dr. Steffen Wiegmann. „Unsere intensive Arbeit am neuen Stadtmuseum wird nun vom täglichen Baufortschritt begleitet.“

Blick hinter den Bauzaun
Um den Oldenburgerinnen und Oldenburgern Einblicke in die fortschreitenden Arbeiten am Gebäude zu ermöglichen, hat das Stadtmuseum zwei Baukameras installiert, die das Baugeschehen einfangen. Über die Website des Museums können seit dem 30. März jederzeit aktuelle Bilder und Zeitrafferfilme eingesehen werden. Zugang zum Material und Informationen sind hier zu finden: https://www.stadtmuseum-oldenburg.de/museumsneubau/blick-hinter-den-bauzaun.

Die Veröffentlichung der Bilder geschieht datenschutzkonform. Personen, die von den Kameras erfasst werden, werden von einer Software automatisch unkenntlich gemacht.

1968 erbaut, war die Neue Galerie des Museums lange Zeit ein Ausstellungsort für regionale Kunst und Kulturgeschichte. Nach dem Abriss soll über drei Jahre hinweg ein neues Stadtmuseum für Oldenburg gebaut werden. Die Eröffnung ist nach momentanem Stand für November 2024 geplant.
29.03.2022, 11:16 Uhr
Neues EU-Projekt startet im Blauschimmel Atelier
Für das Projekt "Urban Survival Kits" werden noch Teilnehmende gesucht

Was braucht es eigentlich zum Reisen? Mit welchen Barrieren werden insbesondere Menschen mit Beeinträchtigungen beim Reisen konfrontiert? Und was kann beim Reisen helfen sich zurecht zu finden und sich wohl zu fühlen?

Gemeinsam mit vier Partnern in Nordirland, Polen, Kroatien und der Türkei wird sich das Blauschimmel Atelier mit diesen Fragen beschäftigen. Auf künstlerische Art und Weise werden die Teilnehmenden ihren ganz persönlichen "Urban Survival Kit" gestalten. Die Ergebnisse werden in einer Ausstellung an den unterschiedlichen Orten und online präsentiert.

Für das inklusive Projekt im Blauschimmel Atelier werden noch Teilnehmende gesucht, die Lust haben sich mit dem Thema Reisen auseinandersetzen. Am Mittwoch, den 20.4. von 18 bis 20 Uhr findet ein erstes Treffen statt. Weitere Treffen sollen dann wöchentlich stattfinden.

Anmeldung und Kontakt unter 0441–2480 999 oder kontakt@blauschimmel-atelier.de.

Die Teilnahme an dem Projekt ist kostenlos. Das Projekt wird gefördert von dem Erasmus+ Programm der Europäischen Union.
 

Die Kooperationspartner:
· ist Koordinatorin des Projekts. Sie arbeitet seit 1993 mit Menschen mit Beeinträchtigungen und gehörlosen Menschen im Bereich Kunst und Kultur zusammen und organisiert das einmal jährlich stattfindende große inklusive "Bounce"-Festival in Belfast.

· Akdeniz Üniversitesi (Türkei) ist Partner in einem Netzwerk, das an der Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen arbeitet. Dieses greift dabei auf theaterpädagogischen Methoden zurück, die zur Entwicklung von Schlüsselkompetenzen beitragen.

· Centar za kulturu Trešnjevka (Kroatien) ist ein inklusives Kulturzentrum mit Angeboten im Bereich Theater, Soziokultur, Tanz, Musik, Audiovisuelle Medien etc. (seit 1980)

· Stowarzyszenie Pracownia Filmowa „Cotopaxi“ (Polen) ist eine Filmwerkstatt die 2008 gegründet wurde und zahlreiche Aktivitäten in diesem Bereich anbietet, über Workshops, Beratung bis hin zur Entwicklung neuer Vermittlungsmethoden.
25.03.2022, 16:57 Uhr
Abbas Khider mit „Der Erinnerungsfälscher“ im Programm des Literaturhauses
Lesung am 7. April im Kulturzentrum PFL
In seinem neuen Roman „Der Erinnerungsfälscher“ entwirft Abbas Khider eine Lebensgeschichte von enormer Wucht, eine große Erzählung vom Suchen und Erinnern. Am Donnerstag, 7. April, stellt er das Buch im Programm des Literaturhauses vor und spricht mit der Bremer Literaturwissenschaftlerin Silke Behl darüber, welche Erinnerungen unsere Identität bestimmen. Die Lesung im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Karten können per E-Mail unter literaturhaus@stadt-oldenburg.de reserviert werden.

Said Al-Wahid, der Protagonist in Khiders Roman, hat seinen Reisepass immer dabei, auch wenn er in Berlin-Neukölln nur in den Supermarkt geht. Als er eines Tages die Nachricht erhält, seine Mutter liege im Sterben, reist er zum ersten Mal seit Jahren in das Land seiner Herkunft. Je näher er seiner in Bagdad verbliebenen Familie kommt, desto weiter führen ihn seine Gedanken in die Vergangenheit zurück. Er erinnert sich an die Jahre des Ankommens in Deutschland, an die monatelange Flucht über Afrika nach Europa und schließlich an die Kindheit im Irak. Doch welche Erinnerungen fehlen, welche sind erfunden und welche verfälscht? Said weiß es nicht. Es ist bis heute seine Rettung.

Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Mit 19 Jahren wurde er wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet. Nach der Entlassung floh er 1996 aus dem Irak und hielt sich in verschiedenen Ländern auf. Seit 2000 lebt er in Deutschland und studierte Literatur und Philosophie in München und Potsdam. 2008 erschien sein Debütroman „Der falsche Inder“. Es folgten die Romane „Die Orangen des Präsidenten“ (2011) und „Brief in die Auberginenrepublik“ (2013).
25.03.2022, 13:09 Uhr
NABU Oldenburg freut sich über volle Handy-Sammelboxen
Annahme für NABU-Aktion „Handys für Hummel, Biene und Co.“
Große Freude beim Oldenburger NABU: Die 60 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5b des Alten Gymnasiums haben mit ihren Biologielehrerinnen zwei Wochen lang in den Pausen mit viel Engagement Althandys gesammelt und konnten Oliver Kraatz von der Oldenburger NABU-Geschäftsstelle zwei randvolle Handysammelboxen überreichen. 

Die Klassen haben im Unterricht das Thema Insektensterben behandelt und möchten auf diese Weise die NABU-Aktion „Handys für Hummel, Biene und Co. unterstützen. Die abgegebenen Handys werden an eine Spezialfirma weitergeleitet, dem Recycling zugeführt oder, wenn möglich, weiterverkauft. Auf diese Weise werden wertvolle Ressourcen geschont und Klimaschutz betrieben.
Der Erlös aus der Aktion fließt in den Insektenschutz.

Althandys können in der NABU-Geschäftsstelle am Schlosswall 15 abgegeben werden. Hier sind auch spezielle Handysammelboxen für Sammelaktionen erhältlich. 
18.03.2022, 11:14 Uhr
Kunstdeuter führen durch Nanne Meyers „überAll“
Neues Vermittlungsformat mit Laien gewährt ungewöhnliche Einblicke
In der Ausstellung „Nanne Meyer: überAll“ prallen Kunst und Astrophysik aufeinander und dem Betrachter stellen sich Fragen wie „Wo bin ich eigentlich in der Welt verortet? Und was haben diese Kunstwerke mit mir zu tun?“ Ähnliche Fragen gingen den Kunstdeuterinnen und Kunstdeutern des Horst-Janssen-Museums durch den Kopf, als sie sich im Vorfeld mit der Ausstellung auseinandersetzten. Nun laden sie am Samstag, 26. März, um 14 und 16 Uhr zu zwei ganz besonderen Führungen durch Nanne Meyers „überAll“ ein. Denn die Kunstdeuter*innen sind ein neues museumspädagogisches Format, das extra für diese Ausstellung entwickelt wurde.

Vor einigen Monaten hatte das Horst-Janssen-Museum Menschen zwischen 8 und 99 Jahren dazu aufgerufen, sich um eine Teilnahme an diesem neuen Vermittlungsformat zu bewerben. Die angehenden Kunstdeuterinnen und Kunstdeuter haben sich dann, Forschungsreisenden gleich, in zwei von der Museumsvermittlung entwickelten Wochenend-Workshops mit dem Werk Nanne Meyers vertraut gemacht. Vorkenntnisse waren nicht erforderlich. Unter Fragestellungen wie „Ist das Kunst? Wie entsteht Kunst? Was hat das mit mir zu tun?“ sind sie in die Arbeiten Nanne Meyers eingetaucht und berichten nun den Museumsgästen von ihrer Forschungsreise in die Bildende Kunst. Auf der Webseite des Museums stellen sich sechs Kunstdeuterinnen und Kunstdeuter übrigens mit kleinen Videoclips vor: https://www.horst-janssen-museum.de/ausstellungen/nanne-meyer.

Anmeldungen für die Kunstdeuter-Führungen sind bis zum 25. März telefonisch unter 0441 235-3403 möglich oder per E-Mail an museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de. Die Führung kostet 3 Euro, der Eintritt ins Museum ist frei.

15.03.2022, 18:07 Uhr
Sinti und Roma in Oldenburg – ein Kampf für Sichtbarkeit, Teilhabe und Erinnerung
Entfallener Termin der Veranstaltungsreihe OL verändern | OL erinnern wird nachgeholt
Am Dienstag, 22. März, 19 Uhr, lädt das Stadtmuseum wieder zu der Veranstaltungsreihe „OL verändern | OL erinnern“ ein. Zu Gast sind Christel Schwarz vom Maro Kher-Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg sowie Patrick Schwarz vom Anna Schwarz Haus e.V. Alexander Duschek, wissenschaftlicher Volontär am Stadtmuseum, spricht mit ihnen über die öffentliche Wahrnehmung von Sinti und Roma in Oldenburg und deren Geschichte, die kaum im kollektiven Gedächtnis der Stadt verankert zu sein scheint.

Von der Stigmatisierung und gesellschaftlichen Ächtung bis hin zur systematischen Verfolgung, Deportation und Ermordung im Nationalsozialismus sind Sinti und Roma auch heute noch Rassismus und Diskriminierung ausgesetzt. Dies zeigt nicht zuletzt der Brandanschlag auf das von Christel Schwarz geleitete Maro Kher-Haus im Jahr 2013. Eine Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit und gegenwärtigen Situation im alltäglichen Leben der Oldenburger Stadtgesellschaft ist demnach umso notwendiger.

Als zentrale Ansprechpartner unterstützen Christel und Patrick Schwarz betroffene Sinti und Roma in ihren Anliegen und Problemen. Seit vielen Jahren engagieren sie sich für die Präsenz und Gleichbehandlung im öffentlichen Leben der Stadt. Darüber hinaus pflegen und erhalten sie das Andenken an Anna Schwarz, der Namenspatin des Kulturhauses, und anderer Opfer der NS-Diktatur.

Im Gespräch berichten die beiden Gäste Wissenswertes aus ihrem Arbeitsalltag und von ihren täglichen Herausforderungen. Sie liefern Einblicke in eine Lebensrealität, die sowohl in der Geschichtsschreibung als auch im gegenwärtigen Selbstverständnis der Stadt viel zu lange Zeit vernachlässigt wurde.

Im Anschluss an das Gespräch lädt das Stadtmuseum das Publikum zur Diskussion des Themas ein.

Die Veranstaltung findet im Hauptfoyer des Staatstheaters, Theaterwall 28 statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Es gelten die aktuellen Coronabestimmungen des Staatstheaters.

Das Stadtmuseum bittet um vorherige Anmeldung unter: museumsvermittlung@stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter: 0441 235-2887.
11.03.2022, 17:29 Uhr
Walter Kempowski-Preisträger Kurt Drawert im Kulturzentrum PFL
Autobiografischer Roman „Dresden. Die Zweite Zeit“ im Fokus am 23. März
Der Schriftsteller und Lyriker Kurt Drawert ist am Mittwoch, 23. März, auf Einladung des Oldenburger Literaturhauses im Kulturzentrum PFL zu Gast. Drawert ist der zweite Preisträger des Walter Kempowski-Preises für biografische Literatur, mit dem das Land Niedersachsen seit 2019 Autorinnen und Autoren auszeichnet, denen es mit ihren literarischen Arbeiten gelingt, die Einflüsse und Auswirkungen zeitgeschichtlicher Ereignisse auf die individuelle Biografie darzustellen. Die Literaturwissenschaftlerin und Journalistin Gabriela Jaskulla stellt den Autor in Lesung und Gespräch vor. Im Fokus steht Drawerts aktueller Roman „Dresden, die zweite Zeit“. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Der Besuch ist nur möglich, wenn zuvor unter der E-Mailadresse literaturhaus@stadt-oldenburg.de Karten reserviert werden.

„Als ‚Bewegungen in Richtung des Schweigens‘ hatte Kurt Drawert seine Poetik als junger Lyriker beschrieben. Diese zunächst paradox anmutende Strategie der Sprach-Verweigerung erwuchs nicht zuletzt aus der biografischen Erfahrung des Verstummens, die Drawert unter anderem in seinem ersten Roman ‚Spiegelland‘ (1992) beschreibt. Ein existenzieller Zweifel an Sprache, die schließlich jedem und auch der Gewalt dient, prägt bis heute Lyrik und Prosa des Autors. Dieses erzählerisch zu entfalten, heißt für einen Schreibenden vor allem Selbstzweifel und schonungsloses Betrachten. Kurt Drawerts autobiografisches Erzählen erreicht in ‚Dresden. Die zweite Zeit‘ eine Tiefenschärfe, die vergleichbare Romane zur Wendezeit weit hinter sich lässt“, heißt es in der Begründung der Jury.

Kurt Drawert, 1956 in Hennigsdorf bei Berlin geboren, lebt als Autor von Lyrik, Prosa, Dramatik und Essays in Darmstadt, wo er das Zentrum für junge Literatur leitet. Sowohl für seine Prosa als auch für seine Lyrik wurde er mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet. Zuletzt erhielt er 2017 den Lessingpreis des Freistaates Sachsen und war 2018 Dresdner Stadtschreiber.
11.03.2022, 16:00 Uhr
Aus für „Wein-Box“ an der Nordstraße
Jugendschutz: Stadt untersagt Betrieb eines Alkoholverkaufsautomaten
Ein für die Öffentlichkeit zugänglicher Alkoholverkaufsautomat an der Nordstraße nahe der Amalienbrücke sorgt für Katerstimmung: Nicht nur, dass die sogenannte „Wein-Box“ gegen die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes verstößt. Der von einem Wetterschutz umgebene Selbstbedienungsautomat steht auch unmittelbar vor einem der imposantesten Streetart-Kunstwerke in der Stadt und verstellt den Blick auf die Hauswandbemalung, die ein Massai-Mädchen zeigt. Zumindest gegen die Gefährdung des Jugendschutzes hat die Stadtverwaltung eine Handhabe: Der Betreiberin des Automaten wurde jetzt per Bescheid untersagt, in dem Automaten alkoholische Getränke anzubieten.

Die Stadtverwaltung hofft, dass nach dem Wegfall der „Geschäftsgrundlage“ auch der Grundstückseigentümer reagiert und die „Wein-Box“, die sich auf privatem Grund befindet, entfernen lässt. Die Aufstellung und der unzulässige Betrieb des Automaten haben in den vergangenen Wochen für Unmut unter Hausbewohnerinnen und Hausbewohnern, Nachbarinnen und Nachbarn sowie Passantinnen und Passanten gesorgt.

Gegen die Betreiberin des Automaten wurde zudem ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Sie muss mit einem Bußgeld rechnen, dessen Höhe bis zu 3.000 Euro bemessen kann. Mündlichen und schriftlichen Aufforderungen, den mit Weinflaschen gefüllten Automaten außer Betrieb zu setzen, war sie nicht nachgekommen. Wenn sie der Untersagungsverfügung nicht Folge leistet, wird der Verkaufsautomat versiegelt werden. Bei eventuellen Zuwiderhandlungen droht zudem ein Zwangsgeld.

Nach dem Jugendschutzgesetz dürfen alkoholische Getränke in der Öffentlichkeit nicht in Automaten angeboten werden. Ausnahmen sind möglich, wenn der Automat an einem für Kinder und Jugendliche unzugänglichen Ort steht oder in einem gewerblichen Raum aufgestellt ist und durch technische Vorrichtungen oder durch ständige Aufsicht sichergestellt ist, dass keine Minderjährigen Alkoholika entnehmen können. Diese Ausnahmefälle sind an der Nordstraße nicht gegeben. „Auch wenn die so genannte Wein-Box auf einem Privatgrundstück steht, so befindet sich dieser Automat unter freiem Himmel in der Öffentlichkeit, weil er einem unbegrenzten Personenkreis – also auch Kindern und Jugendlichen – jederzeit zugänglich ist“, betont der Jugendschutzbeauftragte der Stadt Oldenburg, Mario Mohrmann.
04.03.2022, 13:15 Uhr
Ein Rucksack voller Erinnerungen
Neues Kunstprojekt startet im Blauschimmel Atelier
In einem neuen Kunstprojekt im Blauschimmel Atelier werden Graphik Novels gestaltet, eine Art Comic in Heft- oder Buchform. Ausgangspunkt für die Graphic Novels sind die eigenen Geschichten der Teilnehmenden, die durch eine Figur oder mehrere Personen verkörpert werden. Ob die Geschichten erfunden, gehört oder selbst erlebt wurden spielt dabei keine Rolle. Die Teilnehmenden fertigen Zeichnungen, Fotografien und Collagen an, entwickeln eine Handlung und schreiben kleine Texte.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, es braucht nur Spaß am Ausprobieren und Geduld mit sich selbst.

Das Projekt wird angeleitet von den Künstlerinnen Susanne Barelmann und Marianne Garbe. Anmeldung und Kontakt unter 0441-2480 999 oder kontakt@blauschimmel-atelier.de.

Die Teilnahme an der Gruppe ist kostenlos. Das Projekt wird gefördert von der Oldenburgischen Landschaft mit Mitteln des Landes Niedersachsen, von der Stiftung Teilhabe und dem BVO.
25.02.2022, 12:10 Uhr
21. Oldenburger Kindermusikfestival vom 11. bis 13. März 2022
„Blindfische“ und „Burgfräulein Bö und die Ritter Rost Band“ sorgen für „ausgezeichnete“ Musik
Musik liegt in der Luft: Das 21. Oldenburger Kindermusikfestival findet von Freitag, 11. März, bis Sonntag, 13. März, mit insgesamt fünf Konzerten wie gewohnt im PFL statt. „Aufgrund der angekündigten Lockerungen freuen wir uns, dass das Oldenburger Kindermusikfestival wie geplant stattfinden kann“, äußert sich Rolf Weinert, künstlerischer Leiter des Festivals und Mitglied der „Blindfische“.

Das „Burgfräulein Bö und die Ritter Rost Band“ werden Blechpop und Schrottrock spielen, eine Mischung aus den bekanntesten Songs der Ritter Rost Musicals. Die neueste CD von Ritter Rost hat ebenso wie das aktuelle Album der Blindfische den Medienpreis Leopold vom Verband Deutscher Musikschulen erhalten. Eine Ehre, die in den letzten zwei Jahren insgesamt nur zehn Produktionen zuteilwurde. Beim Kindermusikfestival können sich die Zuschauerinnen und Zuschauer also im wahrsten Sinne auf „ausgezeichnete“ Musik freuen.

Am Freitag, 25. Februar, beginnt um 11 Uhr der Kartenvorverkauf für die fünf geplanten Konzerte. Die Karten sind wie gewohnt über die Plattform „ticket2go“ sowie in der Tourist-Info-Oldenburg, Lange Straße 3, zum Einheitspreis von 8 Euro pro Karte zuzüglich der Servicegebühr erhältlich.

Aufgrund der gültigen Abstandsregelungen von Personen unterschiedlicher Haushalte wird es in diesem Jahr nur eine begrenzte Anzahl an Karten geben. „Daher ist vor allem in diesem Jahr die Förderung durch die OLB-Stiftung und die EWE-Stiftung sowie durch die Oldenburgische Landschaft mit dem Programm ‚Niedersachsen dreht auf‘ sehr hilfreich“, bedankt sich Weinert bei den langjährigen Förderern des Festivals.

Damit Personen eines Haushaltes wie gewohnt nebeneinandersitzen können, gibt es in diesem Jahr ausschließlich die Möglichkeit, Karten für zusammengehörige Sitzplätze zu kaufen. „Wir wollen ermöglichen, dass Familien und zusammengehörige Personen die Konzerte gemeinsam erleben und verfolgen können. Daher bieten wir Tickets an, die für zwei, drei oder vier Personen gültig sind. Dadurch können zusammengehörige Personen wie gewohnt nebeneinandersitzen und gemeinsam am Konzert teilnehmen und zu Personen anderer Haushalte den vorgeschriebenen Abstand einhalten“, schildert Weinert den diesjährigen Kartenverkauf.

Musikschule der Stadt Oldenburg ist langjähriger Kooperationspartner
Zwei der fünf Konzerte werden traditionell mit Beteiligung von Schülerinnen und Schülern der Musikschule der Stadt Oldenburg stattfinden. Am Samstag, 12. März, 15 Uhr, sowie am Sonntag, 13. März, 11 Uhr, treten der Kinderchor unter der Leitung von Gerke Jürgens und die Rappelkiste unter der Leitung von Rita Meiners gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern auf. „Mit den ‚Blindfischen‘ und weiteren bekannten Künstlerinnen und Künstlern gemeinsam auf der Bühne zu stehen, ist für unsere Schülerinnen und Schüler jedes Jahr ein ganz besonderes Highlight, auf das sich alle freuen“, schildert Philipp Schlüchtermann, stellvertretender Leiter der Musikschule, die Vorfreude.

Doch nicht nur die Schülerinnen und Schüler dürften bei diesem musikalischen Programm voller Vorfreude sein. Bei so viel „ausgezeichneter“ Musik sind Spaß, viel Mitmachen, Zuhören, Staunen und Lachen garantiert.
22.02.2022, 14:35 Uhr
Es geht los: Startschuss für Neubau des Stadtmuseums
Abrissarbeiten starten im März – Eröffnung für November 2024 geplant – Sanierung der Villen
Der Startschuss fällt für ein bedeutsames Projekt in unserer Stadt: den Neubau des Stadtmuseums Oldenburg. In den kommenden Wochen wird die „Neue Galerie“ abgerissen und macht Platz für ein neues Museum für die Geschichte, Gegenwart und Zukunft Oldenburgs. Seit gestern steht das unübersehbare Baustellenschild auf dem Horst-Janssen-Platz und zeigt, wohin die Reise geht. Im April sollen die ersten Baufahrzeuge anrücken. Wenn alles nach Plan läuft, wird das neue Stadtmuseum im November 2024 eröffnen.

„Das Museum soll ein lebendiger Ort zum Austausch über aktuelle und historische Themen werden. Hier wird Stadtgeschichte erlebbar gemacht, stärker in das Bewusstsein gerückt und soll uns Antworten geben, wie wir unsere Zukunft gemeinsam gestalten können. Deshalb war es mir von Anfang an wichtig, die Bürgerinnen und Bürger an dem Vorhaben zu beteiligen. Das Stadtmuseum ist das Museum der Oldenburgerinnen und Oldenburger, es soll Identität bewahren und fortentwickeln“, betont Oberbürgermeister und Kulturdezernent Jürgen Krogmann. „Deshalb soll es ein Ort der Begegnung werden und mit innovativen Formaten, Ideen und Konzepten Besucherinnen und Besucher von nah und fern aus allen Altersgruppen anziehen. Ich freue mich, dass jetzt, nach all den intensiven Vorbereitungen, der Startschuss für den Neubeginn fällt.“

Mit dem Start der Bauarbeiten beginnt auch für das Team des Stadtmuseums eine neue Phase. Auf dem Weg zum SMO werden die neuen Dauerausstellungen im Neubau und in den Francksen-Villen sowie das Leitsystem, Wegeführungen, Lichtkonzepte und viele weitere Themen entwickelt. „Wir freuen uns über den Start der Bauarbeiten, da nun unsere intensive Arbeit und unsere Planungen für das neue SMO vom Baufortschritt begleitet werden“, sagt Museumsleiter Dr. Steffen Wiegmann. Kern des aktuellen Stadtmuseums sind die Francksen-Villen, die 1915 zum Stadtmuseum wurden. 1968 wurde das Gebäudeensemble um die „Neue Galerie“ erweitert, 1995 schließlich um den Hüppe-Saal.

Im Juli 2021 wurde der Stadt eine Projektförderung von 8,5 Millionen Euro bewilligt. Die Förderung beinhaltet neben dem Neubauteil die Sanierung der Ballin´schen Villa sowie die Einrichtung der gesamten Dauerausstellung.

Baustellenführungen, Filme, Magazin und Podcast geplant
Die veränderte inhaltliche Ausrichtung macht das Stadtmuseum bereits verstärkt unter dem Motto ‚Museum findet Stadt‘ sichtbar. Nun soll den Oldenburgerinnen und Oldenburgern auch das Baugeschehen umfangreich vermittelt werden. „Hierfür nutzen wir diverse Kanäle, um einen möglichst vielseitigen Eindruck zu vermitteln, was hinter dem Bauzaun passiert“, erläutert Wiegmann. „Wir planen einen Podcast, begleitende Filme und ein Magazin, aber auch – sofern es das Baugeschehen zulässt – Baustellenführungen bei denen sich Interessierte selbst ein Bild vom Baufortschritt machen können.“

Bauablauf
Die Vorbereitungen für den Bau des neuen Stadtmuseums hatten im Dezember 2016 mit einer Fachtagung und umfangreichen Bürgerbeteiligung begonnen. Im Januar 2019 wurde der Siegerentwurf der Gruppe GME aus Achim und des Architekten Dennes Janßen aus Bremen vorgestellt. Der finanzielle Rahmen für das Projekt wurde bislang auf Basis der marktüblichen Preissteigerungen fortgeschrieben. Die Ausschreibungsergebnisse zum Abbruch der „Neuen Galerie“ bewegen sich im Rahmen der Kostenberechnung. Um frühzeitig vor Baubeginn eine größtmögliche Kostensicherheit zu haben, plant die Stadt, 80 Prozent der Gewerke vor Baubeginn auszuschreiben.

Der Neubau wird in ein bestehendes Ensemble integriert und an das Horst-Janssen-Museum und den Hüppe-Saal angeschlossen. Eine besondere Herausforderung sind die extrem engen Verhältnisse. Die Baustelleneinrichtung wird auf dem Vorplatz des Museums so angeordnet, dass die Baumaßnahme optimal durchgeführt werden kann. Gleichzeitig soll die Zugänglichkeit zum Horst-Janssen-Museum erhalten und nur dann unterbrochen werden, wenn es unvermeidbar ist. Innerhalb der mit dem Bauzaun gesicherten Fläche befindet sich das Baufeld für die Abbrucharbeiten, die unmittelbar nachfolgenden Spezialtiefbauarbeiten der Baugrube und den Neubau. Weiter sind hier die Flächen für die Infrastruktur der Baustelle, Verkehrsflächen, Container, Lagerflächen für Baustoffe, Werkzeuge und notwendiges Material angeordnet.

Der in den Farben des Stadtmuseums gestaltete Bauzaun soll im Vorwege der Abbrucharbeiten aufgestellt und vorgehalten werden, so lange es die Baustelle erfordert. Es ist geplant, die Baustelleneinrichtungsfläche mit dem Baufortschritt schrittweise zu verkleinern.

Über die Verkehrsführung
Die Abfuhr und Anlieferung von Baustoffen und Material erfolgt über die Straße „Am Stadtmuseum“. Die rechte Fahrspur und der Rad- und Fußweg in Richtung „Pferdemarkt“ werden hierfür aus Sicherheitsgründen gesperrt. Mit der Verkleinerung der Baustelleneinrichtungsfläche sollen die gesperrten Verkehrsflächen in enger Absprache mit den für die Verkehrslenkung zuständigen Stellen ebenfalls schrittweise wieder freigegeben werden.

Der Rad- und Fußverkehr wird über die Raiffeisenstraße umgeleitet. Die Umleitungsstrecke beträgt nur rund 75 Meter. Dies dient auch der Verkehrssicherheit, da von der Straße „Am Stadtmuseum“ aus Abbruchmaterial abgefahren und Baumaterial angeliefert werden muss. Dafür muss der Rad- und Fußweg häufig mit Fahrzeugen und schwebenden Lasten überquert werden, was mit Gefahren für Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger verbunden wäre.

Die Meilensteine im Überblick:
Abbruch des alten Stadtmuseums: März bis Juni 2022
Herstellung der Baugrube: Mai bis Oktober 2022
Rohbauarbeiten:  November 2022 bis September 2023
Ausbauarbeiten:  Oktober 2023 bis April 2024
Inbetriebnahme / Mängelbeseitigung: Mai 2024 bis Juni 2024
Ausstellungseinrichtung: Mai 2024 bis Oktober 2024
Mögliche Eröffnung: November 2024
Sanierung Ballin´sche Villa: August 2022 bis Mai 2024
Sanierung Francksen- und Jürgen´sche Villa: November 2022 bis Mai 2024
22.02.2022, 14:31 Uhr
Stadt möchte Volkshochschule Oldenburg übernehmen
Verhandlungen zur Sicherung der VHS abgeschlossen – Ratsbeschluss am 28. März
Die Stadt Oldenburg möchte die Volkshochschule Oldenburg zu 100 Prozent übernehmen. „Die VHS Oldenburg ist ein wesentlicher Teil der städtischen Bildungslandschaft und soll in ihrem Bestand und der Entwicklung gesichert werden. Wir übernehmen als Stadt gerne diese Verantwortung und tragen damit wesentlich zur Weiterbildung und zum lebenslangen Lernen auch digitaler Kompetenzen bei“, zeigt sich Oberbürgermeister Krogmann entschlossen und fügt an: „Ich bedanke mich bei der VHS für die stets offenen und nach vorne gerichteten Verhandlungen der letzten Monate.“

„Durch die Übernahme werden für die VHS Oldenburg langfristig tragfähige Strukturen geschaffen, was mit Blick auf die nächsten Jahrzehnte durch einen ehrenamtlich getragenen Verein nicht mehr möglich gewesen wäre. Mit diesem Ansatz konnten die Verhandlungen zu einem guten Ergebnis geführt werden“, stellt Franz-Josef Sickelmann als Vorstandsvorsitzender des Fördervereins VHS Oldenburg e. V. fest.

Über Kaufpreis und Zuschüsse
Der Kaufpreis in Höhe von 390.585 Euro wurde auf Basis des Eigenkapitals zum 31. Dezember 2020, des (vorläufigen) Jahresergebnisses 2021 und der prognostizierten Ergebnisse aus der mittelfristigen Finanzplanung ermittelt und vereinbart. Weiter wird im Kaufvertrag festgehalten, dass der an den VHS Oldenburg e. V. gezahlte Kaufpreis auf Antrag für ausgewählte Projekte der Volkshochschule Oldenburg gGmbH Verwendung finden kann.

Die Stadt gewährt der Volkshochschule bislang neben Fördermitteln für Projekte einen Zuschuss aufgrund des Zuwendungsvertrages mit dem VHS Oldenburg e. V. Dieser betrug im Haushalt 2021 zuletzt 712.000 Euro.
 
Über die Volkshochschule Oldenburg
Die Volkshochschule Oldenburg gGmbH ist die größte Weiterbildungseinrichtung in der Stadt Oldenburg im Bereich der Erwachsenenbildung. Seit 2010 befindet sich das VHS-Haus in zentraler Lage am Hauptbahnhof und findet als Zentrum für Bildung, Begegnung und Kultur einen breiten Zuspruch.

Über die Hintergründe
Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Volkshochschule Oldenburg hat der VHS Oldenburg e. V. die Stadt Oldenburg bereits 2020 gebeten, sich an der Gesellschaft zu beteiligen. Daraufhin wurde in den letzten Monaten die Übernahme der Gesellschaftsanteile geprüft und verhandelt. Die künftigen Herausforderungen wie beispielsweise Investitionen im Digitalbereich oder auch die Personalkostenentwicklung werden sich für die Volkshochschule Oldenburg und damit für die Stadt Oldenburg voraussichtlich in einem erhöhten Finanzbedarf niederschlagen.

Wie geht es weiter?
Im Finanzausschuss am 2. März wird über die Übernahme beraten, damit dann letztendlich der Rat der Übernahme der VHS in seiner Sitzung am 28. März zustimmen kann. Wenn dies geschehen ist, muss der Anteilserwerb noch von der zuständigen Kommunalaufsicht genehmigt werden, um im Anschluss den notariellen Kaufvertrag schließen zu können.
18.02.2022, 15:39 Uhr
Stadtmuseum stellt leere Francksen Villen für Kreative zur Verfügung
Foto- und Videoshootings in den historischen Räumlichkeiten an zwei Wochenenden
Die historischen Villen des Stadtmuseums Oldenburg stehen aufgrund der anstehenden Restaurierung zum ersten Mal seit der Museumsgründung leer. Dies nimmt das Stadtmuseum zum Anlass, um die geschichtsträchtigen Räumlichkeiten für die Projekte der Oldenburger Kreativszene zur Verfügung zu stellen. Das Angebot richtet sich in erster Linie an Fotografinnen und Fotografen sowie Videokünstlerinnen und -künstler, die ihre Ideen in den Villen umsetzen wollen. An zwei Wochenenden im März und April vergibt das Museum hierfür Zeitslots.

„In den letzten Jahren wurden die Villen immer wieder für Foto- und Videoshootings angefragt. Wegen der musealen Nutzung mussten wir diese Anfragen aber häufig ablehnen“, erklärt Sammlungsleiterin Franziska Boegehold-Gude. „Aufgrund der anstehenden Sanierung und Restaurierung bietet sich nun endlich die Möglichkeit, die Räumlichkeiten bedenkenfrei für solche Vorhaben anzubieten.“ Im Herbst diesen Jahres beginnen die restauratorischen Arbeiten an den drei miteinander verbundenen Stadtvillen aus der Gründerzeit. Sie sollen zeitgleich mit der Neueröffnung des Stadtmuseums in neuem Glanz erstrahlen. Neben der Restauration werden die Villen auch durch eine neu konzipierte Dauerausstellung aufgewertet. „Die Aktion ist auch für uns ein spannender Öffnungsprozess.“, beschreibt Melanie Robinet, Mitarbeiterin der Bildung und Vermittlung. „Wir haben die tolle Möglichkeit, unsere Villen in neuen Kontexten und durch den Blickwinkel anderer Menschen zu sehen, bevor wir sie wieder in Museumsräume verwandeln.“

Möglichkeiten für eine kreative Nutzung der Villen bieten sich an folgenden Wochenenden:

Samstag, 19. März und Sonntag, 20. März
Bewerbungsschluss: 6. März

Samstag, 23. April und Sonntag, 24. April
Bewerbungsschluss: 10. April

Für die Teilnahme an der Aktion ist eine unkomplizierte Online-Bewerbung unter folgendem Link erforderlich: https://www.oldenburg.de/bewerbung-location-historische-villen.
15.02.2022, 16:31 Uhr
Cadillac-Gebäude an der Huntestraße wird denkmalgerecht saniert
Arbeiten an Dach und Fassade in den kommenden Wochen
Das Gebäude Huntestraße 4, in dem unter anderem das Cadillac ansässig ist, wird in den kommenden Wochen denkmalgerecht saniert. Der Altbau an der Huntestraße ist Teil des Schlossensembles und weist inzwischen größere Schäden an der Außenhülle auf, während das hintere Band- und Konzerthaus nicht von der Baumaßnahme betroffen ist. Am Altbau wird unter anderem das Zwerchdach an der Vorderseite des Gebäudes in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt und mit einer Kupfereindeckung versehen. Außerdem wird die gesamte Dacheindeckung und -entwässerung erneuert. Als weitere Maßnahme werden die Holzfenster überarbeitet und neu beschichtet sowie das Mauerwerk und der Außenputz überprüft und an den notwendigen Stellen repariert.

Die ersten Arbeiten an der Fassade haben bereits begonnen und werden ab Montag, 14. Februar, mit der Sanierung des Daches fortgesetzt. Insgesamt ist mit rund zwei Monaten Bauzeit zu rechnen, was sich bei ungünstiger Wetterlage noch verlängern kann. Für die gesamten Sanierungsarbeiten werden rund 180.000 Euro veranschlagt. Genutzt wird das Gebäude neben dem Cadillac vom städtischen Fachdienst Jugendhilfezentrum und dem Bildungs- und Sozialunternehmen CJD Oldenburg.
11.02.2022, 12:33 Uhr
Alina Bronsky liest im Kulturzentrum PFL
Erfolgsautorin mit neuem Roman im Programm des Literaturhauses
Die aus Russland stammende Schriftstellerin Alina Bronsky lebt seit den Neunzigerjahren in Deutschland. Ihr Debütroman „Scherbenpark“ wurde zum Bestseller und fürs Kino verfilmt. Auch „Der Zopf meiner Großmutter“ stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Am Mittwoch, 23. Februar, präsentiert die Schriftstellerin ihren neuen Roman „Barbara stirbt nicht“ im Programm des Literaturhauses. Die Lesung findet ab 19.30 Uhr im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, statt und wird von der Bremer Literaturwissenschaftlerin Silke Behl moderiert. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Die Teilnahme ist möglich nach Kartenreservierung per E-Mail an literaturhaus@stadt-oldenburg.de. Nach derzeitigem Stand findet die Veranstaltung unter 2G-Bedingungen statt, weil der Raum nur zu 50 Prozent belegt wird, wobei während der gesamten Veranstaltung eine FFP2-Maske getragen werden muss. Aktuelle Informationen finden sich im Internet unter www.literaturhaus-oldenburg.de.

Alina Bronsky entwirft in ihrem berührenden Roman das urkomische Porträt einer Ehe, deren jahrzehntelange Routinen mit einem Schlag außer Kraft gesetzt werden: Walter Schmidt ist ein Mann alter Schule. Er hat die Rente erreicht, ohne zu wissen, wie man sich eine Tütensuppe macht und ohne jemals einen Staubsauger bedient zu haben. Schließlich war da immer seine Ehefrau Barbara. Doch die steht eines Morgens nicht mehr auf. Und von da an wird alles anders. Mit bitterbösem Witz und großer Warmherzigkeit erzählt Alina Bronsky, wie sich der unnahbare Walter Schmidt am Ende seines Lebens plötzlich neu erfinden muss: als Pflegekraft, als Hausmann und fürsorglicher Partner, der er zuvor nie gewesen ist. Nach und nach beginnt Walters raue Fassade zu bröckeln – und mit ihr die alten Gewissheiten über sein Leben und seine Familie.
04.02.2022, 12:36 Uhr
Konzert mit BlueScreen
Das Blauschimmel Atelier präsentiert das digitale Kunst-Projekt coronaUNITED in der Exerzierhalle
Ein ganzes Jahr lief das Projekt "coronaUnited – gemeinsam digital kreativ sein“. Weltweit waren interessierte Menschen dazu aufgerufen, sich online mit eigenen Videos, Klängen oder Bildern daran zu beteiligen. Das BlueScreen Ensemble des Blauschimmel Ateliers ließ sich davon inspirieren und improvisierte dazu in Live-Sessions, zum Teil gemeinsam mit professionellen Künstler:innen, die live oder digital dabei waren. Das Material verarbeitete der Sound Designer Mirco Dalos im Studio zu künstlerischen Videos, die im Netz unter https://cu.corona-united.art/ zu sehen sind.

Im Konzert in der Exerzierhalle am 12.2. um 20 Uhr werden live Improvisationen inspiriert von Material aus dem Projekt zu hören sein. Als Gast mit dabei ist der Komponist und Multi-Instrumentalisten John Ortega aus New York, der online dazu geschaltet wird. Außerdem berichten Mitarbeitende des Blauschimmel Ateliers über das Projekt und die künstlerische inklusive Arbeit in Zeiten von Corona. Im Foyer und im Gastrobereich stehen Monitore zur Verfügung, auf denen die entstandenen Videos angeschaut werden können.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe NOIES! von klangpol in Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatsorchester statt. Das Projekt coronaUnited wurde von der Aktion Mensch gefördert.


Eintritt: 10 €/5 €

Karten an der Abendkasse oder unter www.staatstheater.de.
01.02.2022, 16:27 Uhr
Luftqualität am Heiligengeistwall: Stadt atmet durch
Stickstoffdioxid-Belastung auch 2021 deutlich unter dem Grenzwert – 9.000 Fahrzeuge täglich
Keine dicke Luft mehr am Heiligengeistwall: Auch im Jahr 2021 wurden die Grenzwerte bei der Belastung mit Stickstoffdioxid und Feinstaub deutlich unterschritten. Das ergab die Auswertung der Daten der vom Land Niedersachsen betriebenen Messstelle am Heiligengeistwall, die das Amt für Umweltschutz und Bauordnung vorgenommen hat. „Das sind sehr erfreuliche Ergebnisse“, kommentiert Verkehrs- und Umweltdezernent Dr. Sven Uhrhan die aktuellen Zahlen zur Luftqualität. „Es ist ein gutes Zeichen, dass die Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung greifen.“

Der aus allen Tagesmittelwerten ermittelte Jahresdurchschnittswert für Stickstoffdioxid (NO2) lag 2021 bei 30 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m³) und somit deutlich unter dem EU-Grenzwert von 40 µg/m³. Bis 2018 wurden an dieser Stelle noch Überschreitungen festgestellt, die unter anderem dazu führten, dass sich die Stadt mit einem angedrohten Dieselfahrverbot auseinanderzusetzen hatte.

Auch der sogenannte Kurzzeitgrenzwert für Stickstoffdioxid wurde 2021 eingehalten: Dieser Stundengrenzwert beträgt 200 µg/m³, wobei 18 Überschreitungen im Kalenderjahr zulässig sind. Am Heiligengeistwall wurde der höchste Stundenmittelwert am 9. September 2021 um 19 Uhr registriert und betrug 121 µg/m³. Bei zwei gebäudenah installierten Passivsammlern hat das für die Luftschadstoffmessungen verantwortliche Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim im Jahr 2021 einen Jahresmittelwert von 25 µg/m³ errechnet.

Für Feinstaub lag der Jahresmittelwert 2021 bei 16 µg/m³ und damit ebenfalls deutlich unter dem festgelegten Grenzwert in Höhe von 40 µg/m³. Bei den Tagesmittelwerten bewegte sich im vergangenen Jahr kein Wert über 50 µg/m³. Gesetzlich zulässig wären maximal 35 Überschreitungstage im Kalenderjahr gewesen. „Mit der Einhaltung der Feinstaubgrenzwerte hatte die Stadt Oldenburg im Übrigen in der Vergangenheit noch nie Probleme“, betont Dezernent Sven Uhrhan.

Parallel betreibt die Stadtverwaltung an dieser Stelle zwei Erfassungssysteme, mit denen die Verkehrsmengen kontinuierlich bestimmt werden. Der auf dem Heiligengeistwall gezählte Kraftfahrzeugverkehr hat sich im Vergleich zu den Jahren, in denen die Stadt den Grenzwert überschritten hatte, vermindert. Passierten 2017 täglich noch rund 11.300 Kfz die Messstelle, so ging die Anzahl 2019 auf tagesdurchschnittlich 10.500 zurück. Im Jahr 2020 lag der Durchschnitt nur noch bei rund 8.700 Fahrzeugen pro Tag, 2021 stieg der Wert wieder leicht an auf rund 9.000 Fahrzeuge pro Tag. Die Corona-Pandemie und damit verbundene Beschränkungen hatten am Rückgang der Fahrzeugmengen in den vergangenen beiden Jahren einen signifikanten Anteil: So lagen die durchschnittlichen täglichen Verkehrsbelastungen in den „Lockdown-Monaten“ April 2020 und Januar 2021 mit rund 6.000 Fahrzeugen pro Tag weit unter dem Durchschnitt „normaler“ Monate.

Die Verbesserung der Luftqualität am Heiligengeistwall führt die Stadtverwaltung neben dem niedrigeren Verkehrsaufkommen auch darauf zurück, dass zunehmend schadstoffärmere Fahrzeuge unterwegs sind. Positiven Einfluss hat auch die Modernisierung der Busflotte der VWG und die Optimierung der Ampelsteuerung, die den Verkehrsablauf im Bereich Heiligengeistwall verbessert hat. Und auch das Wetter spielte mit: Es herrschten in 2021 vielfach meteorologische Verhältnisse mit vergleichsweise günstigen Bedingungen.
28.01.2022, 16:38 Uhr
Büchertauschbörse findet wieder statt
Die kostenlose Büchertauschbörse, ein Angebot des Fachdienstes Bürgerschaftliches Engagement der Stadt Oldenburg, findet ab Dienstag, 1. Februar, wieder im gewohnten vierzehntäglichen Rhythmus in der Zeit von 15 bis 17 Uhr im Keller des Kulturzentrums PFL statt. Die Tauschbörse kann ohne Anmeldung unter Einhaltung der 2G-Regelung besucht werden.

Die Büchertauschbörse ist bereits seit 2003 ein fester Bestandteil des inForum Programms. Besucherinnen und Besucher können aus zirka 4.000 Büchern aus unterschiedlichen Genres wählen. Gut erhaltene, saubere Bücher und auch Hörbücher können hier getauscht werden.

Weitere Termine der Büchertauschbörse im aktuellen inForum-Wintersemester sind am 15. Februar, am 1., 15. und 29. März sowie am 12. und 26. April.