Seit dem 01.01.2023 wird diese Seite nicht weiter betreut und dient nur als Archiv. Aktuelle Inhalte finden Sie auf OYJO.com.
Seit dem 01.01.2023 wird diese Seite nicht weiter betreut und dient nur als Archiv. Aktuelle Inhalte finden Sie auf OYJO.com.
Haarentor
Seiteninhalt
18.10.2022, 16:49 Uhr
Haarenufer: Mehlbeere ersetzt Weißdorn
Am Haarenufer beginnen am 18. Oktober die ersten Baumpflanzungen
In der ersten Herbstferienwoche werden die ersten Mehlbeeren als Ersatz für die gefällten Weiß- und Rotdornbäume am Haarenufer gepflanzt. Bereits am Montag, 17. Oktober, werden im ersten Abschnitt zwischen Herbartstraße und Ratsherr-Schulze-Straße die Pflanzgruben vorbereitet. Ab Dienstag, 18. Oktober, geht es dann mit der Pflanzung der ersten schwedischen Mehlbeeren weiter. Der Zeitpunkt der Arbeiten liegt in den Herbstferien, um die Einschränkungen auf der Fahrradstraße für den Berufs- und Schulverkehr möglichst gering zu halten.

Ein Ersatz der ursprünglichen Weiß- und Rotdorne war nötig geworden, da seit Jahren der Birnenprachtkäfer dem Baumbestand am Haarenufer stark zugesetzt hatte. Der kleine Käfer breitet sich dank der steigenden Temperaturen durch den Klimawandel immer weiter nach Norden aus. Er befällt bevorzugt geschwächte Bäume, die durch die Fraßtätigkeit der Larven weiter geschädigt werden oder absterben können. Zusätzlich breitet sich immer stärker der Feuerbrand aus, eine hochinfektiöse Bakterienkrankheit, bei der nach und nach mehr Astpartien eines Baumes absterben.

In den letzten Jahren blieben mehrere Versuche erfolglos, die geschädigten Weiß- und Rotdorne wieder anzupflanzen. Der Ausschuss für Stadtgrün, Umwelt und Klima entschied daher, die toten Bäume in der Baumreihe nicht mehr zu ersetzen, sondern den Baumbestand gegen eine ökologisch wertvolle Baumart zu tauschen. Dabei fiel die Wahl auf die Schwedische Mehlbeere. Sie ist eine heimische mittelgroße Baumart und liefert mit ihrer weißen Blüte und den roten Früchten sowohl Insekten als auch Vögeln Nahrung. Außerdem gilt sie als Klimabaum, der gut mit den sich ändernden Klimabedingungen zurechtkommt und sich bereits an mehreren Standorten in Oldenburg als sehr guter Straßenbaum bewährt hat.

Seit Anfang des Jahres 2022 laufen die Arbeiten für den Ersatz der Rot- und Weißdornbäume durch die robustere Schwedische Mehlbeere. In drei Teilabschnitten werden die alten, abgängigen Bäume jeweils zum Jahresbeginn gefällt, bevor im Herbst die Nachpflanzungen der Mehlbeere erfolgen. Die Fällungen im ersten Abschnitt wurden bereits im Frühjahr vorgenommen. Zudem wurden die alten Wurzelstöcke entfernt, der Boden untersucht und optimal für die neuen Bäume vorbereitet. Jetzt im Herbst werden die 45 Bäume des ersten Abschnittes gepflanzt. Der zweite Abschnitt mit 39 Bäumen folgt 2023, bevor 2024 die letzten 31 Bäume des dritten Abschnitts gepflanzt werden.

Ursprünglich standen am Ufer der Haaren 150 Weiß- und Rotdornbäume. Die neuen Bäume werden in einem etwas größeren Abstand gepflanzt, um den Baumkronen genügend Platz für die Entwicklung zu lassen. Dadurch werden insgesamt nach drei Jahren 115 Mehlbeeren das Haarenufer säumen. Für die Baumlieferungen inklusive Pflanzungen sind insgesamt knapp 200.00 Euro vorgesehen. Darin enthalten sind auch Pflegemaßnahmen für die ersten drei Jahre, um den Bäumen optimale Startbedingungen zu geben. Dann haben die Mehlbeeren durch Wachstum und eine gute Kronenentwicklung nach sieben bis zehn Jahren das verloren gegangene Laubvolumen der früheren Bäume wieder ausgeglichen und können die positiven stadtklimatischen Funktionen voll erfüllen.
14.04.2022, 16:07 Uhr
Seniorenakademie bietet Gehirnjogging und mehr
Kooperationsprojekt von inForum und Jade Hochschule als digitaler Workshop
Im Herbst 2021 fand zum ersten Mal eine Seniorenakademie zur Gesundheitsförderung und Prävention im Bereich kommunikativer Fähigkeiten als Kooperation zwischen der Bildungs- und Kultureinrichtung inForum und der Jade Hochschule statt – nun gibt es in diesem Frühjahr eine Neuauflage in digitaler Form: Auftakt ist am 2. Mai, die weiteren Workshop-Termine sind am 16. und 30. Mai, jeweils montags von 10 bis 12 Uhr. Im Rahmen des dreiteiligen interaktiven Workshops werden diesmal Veränderungen im gesunden Alterungsprozess thematisiert und kommunikative Fähigkeiten gefördert. Mit etwas Gehirnjogging werden in lockerer Atmosphäre auch Schnelligkeit und Konzentration trainiert. Angeboten wird der Workshop von Studierenden der Jade Hochschule unter der Leitung von Prof. Dr. Tanja Grewe. Anmeldeschluss ist am 25. April.

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es online unter www.oldenburg.de/inforum oder im inForum-Programmheft zum Sommersemester 2022. Fragen zur Veranstaltung beantwortet der Fachdienst Bürgerschaftliches Engagement im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, telefonisch unter 0441-235-2781 oder per E-Mail an inforum@stadt-oldenburg.de.
08.04.2022, 15:42 Uhr
Dobbenwiesen: Alles im grünen Bereich?
Über Eigenverantwortung, Schilder, Toilettenwagen, Müllbehälter und Nutzungssatzung
Sie sind eine kleine grüne Oase inmitten unserer belebten Stadt und werden besonders gerne bei gutem Wetter von jungen Menschen für Treffen angesteuert: die Dobbenwiesen. Doch warum liegt dort immer wieder Müll herum? Wieso müssen manche, mitunter alkoholisiert, die ganze Nachbarschaft beschallen? Warum wird in Gärten uriniert? Kurzum: Warum verhalten sich manche Besucherinnen und Besucher respektlos und rücksichtlos gegenüber anderen und der Natur?

Es sind Grundsatzfragen, die sich hier stellen – und die leider immer wieder im Mittelpunkt der Diskussion um die Dobbenwiese stehen. Denn neben allem Verständnis, das Leben zu feiern und mit Freunden gemeinsam Spaß zu haben, muss auch bedacht werden: Wir sind nicht alleine auf der Welt – doch manche verhalten sich leider genauso. Besonders auf der Dobbenwiese.

Was tut die Stadtverwaltung dagegen?
Einiges: Die Stadt Oldenburg appelliert auf mehreren neuen Hinweisschildern, wie man sich auf den Dobbenwiesen verhalten soll. Mittlerweile erinnern etwa 20 Schilder rund um die Dobbenwiesen und den Kaiserteich an die neuen geltenden Regeln. Zahlreiche, auffällig orange markierte Mülleimer mit 240 Liter Fassungsvermögen sind rund um die Dobbenwiesen verteilt – nahezu unübersehbar für jede Besucherin und jeden Besucher der Grünanlage. Und dennoch sammeln nach jedem sonnig-warmen Wochenende Mitarbeitende der Stadtgrünpflege auf den Dobbenwiesen den Müll anderer auf, die eigentlich dafür zuständig wären – sich aber offensichtlich nicht zuständig fühlen.

Dazu kommen Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern, bei denen in die Gärten oder an die Zäune uriniert wird. Die Stadtverwaltung hat deshalb, wie bereits in den warmen Monaten des vergangenen Jahres, erneut einen Toilettenwagen aufgestellt, der in der zweiten Osterferienwoche betriebsbereit ist und regelmäßig gereinigt wird. Und nicht zuletzt gibt es immer wieder Anrufe wegen Ruhestörungen, bevorzugt in den späten Abendstunden am Wochenende. Um den Problemen Herr zu werden, wurde schließlich eine Nutzungssatzung mit Konsequenzen bei Nichteinhaltung beschlossen – übrigens unter Beteiligung von Anliegerinnen und Anliegern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Jugend.

Für deren Einhaltung sollen unter anderem Kontrollen vor Ort sorgen – und so Ruhestörern, Wildpinklern und Umweltsündern den Spaß an ihrem fragwürdigen Verhalten verderben.

Wie geht es weiter?
Die Kontrollen, die bereits im vergangenen Jahr durchgeführt wurden, sollen an warmen Tagen verstärkt werden. Auch der gezielte Einsatz von Streetworkern oder Jugendscouts steht im Raum. Aber die Arbeit vor Ort geht noch weiter: Um spannendere Alternativen im Stadtbereich für die Jugend zu bieten, befasst sich auch der Jugendhilfeausschuss mit der Thematik. Viele Lösungsansätze und Angebote also, um das Grundproblem an der Wurzel zu packen: die Eigenverantwortung und das Umweltbewusstsein zu stärken. Für ein sauberes Oldenburg – auch und vor allem auf den Dobbenwiesen.
18.03.2022, 13:35 Uhr
Dobbenwiese: Gegenseitige Rücksicht ist das oberste Gebot
Nutzungssatzung gilt an allen Wochentagen – Keine Geräuschverstärker erlaubt
Die Dobbenanlagen haben sich in den vergangenen Jahren, insbesondere an warmen Tagen und im Sommerhalbjahr, zwar zu einem über die Stadtgrenzen hinaus beliebten Treffpunkt entwickelt – sie sind jedoch auch zu einem Schwerpunkt der Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern geworden. Anliegerinnen und Anlieger des Bereichs an den Dobbenanlagen, Vertreterinnen und Vertreter der Jugend sowie Polizei und Mitarbeitende der Stadtverwaltung haben sich auf eine Nutzungssatzung verständigt, die der Rat in seiner vergangenen Sitzung beschlossen hat. Die Regeln gelten an allen Wochentagen und damit auch an Feiertagen und in Ferienzeiten.

„Rücksichtsvolles Verhalten aller ist das oberste Gebot im öffentlichen Raum – auch auf den Dobbenwiesen. Jede und jeder soll die Möglichkeit bekommen, sich hier zu erholen, zu entspannen oder sich sportlich zu betätigen. Aber bitte mit Verständnis für andere Menschen und die Natur. Mit dem Beschluss der Nutzungssatzung haben wir nun klare Regeln für dieses Areal geschaffen“, zeigt sich Stadtbaurat Dr. Sven Uhrhan erfreut über diesen Schritt.

Das gilt nun auf den Dobbenanlagen
Auf den städtischen Dobbenanlagen sind Lärmbelästigungen grundsätzlich zu vermeiden, deshalb ist die Benutzung von Geräuschverstärkern jeder Art untersagt. Aber auch die Natur ist zu schützen: So besteht ein Verbot des Verrichtens der Notdurft, ebenso ist offenes Feuer verboten. Die Rasenflächen und sonstige begehbare Anlagenteile dürfen nicht mit Kraftfahrzeugen befahren werden. Für bestimmte Veranstaltungen größeren Ausmaßes, wie beispielsweise organisierte Events mit mehreren 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern oder organisierte Fußball- und andere Sportturniere, besteht zudem eine Genehmigungspflicht, die spätestens eine Woche vor der geplanten Veranstaltung schriftlich oder elektronisch bei der Stadt gestellt werden muss. Eine Anleinpflicht für Hunde im Bereich der Dobbenanlagen wurde nicht in die Satzung aufgenommen, da gemäß der Verordnung der Stadt Oldenburg über das Mitführen von Hunden in der Öffentlichkeit Kinderspielplätze und andere zum Spielen und Liegen geeignete Flächen in öffentlichen Anlagen mit Hunden nicht betreten werden dürfen.

Über den Hintergrund
Besonders im vergangenen Jahr häuften sich ruhestörende Lärmbelästigungen in den Abend- und Nachtstunden, Handlungen in Folge übermäßigen Alkoholkonsums und auch wahllos weggeworfener Müll enorm. Es folgten verstärkte Kontrollen durch die Polizei, der Einsatz von Streetworkern durch die Stadtverwaltung und das Aufstellen von Toilettenwagen und zusätzlichen Müllbehältern. Damit der Streit zwischen Anwohnenden und Feiernden nicht eskaliert, hatte sich die Stadt Oldenburg im Sommer 2021 zur Einrichtung eines „Runden Tisches“ mit allen Beteiligten entschlossen. Dort wurde unter anderem auch verbindliche und klare Regelungen diskutiert, die nun in der Nutzungssatzung Anwendung finden.

Von Frühling bis Herbst 2021 wurden Vorfälle von hier dargestelltem Ausmaß und beschriebener Intensität nur auf den Dobbenanlagen festgestellt, alle anderen städtischen Grünflächen waren aus ordnungsrechtlicher Sicht vergleichsweise unproblematischer. Für weitere städtische Grünflächen ist die Aufnahme in die Satzung grundsätzlich nachträglich bei vergleichbarer negativer Entwicklung jeweils durch einen entsprechenden Ratsbeschluss möglich.